Donnerstag, 26. Juli 2012

Story: The Huntsmen - Logan - Im Black Bear

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte, für eine Inhaltsübersicht schaut doch bitte hier: The Huntsmen

Am nächsten Abend ging ich mit Dante und Ty nochmal ins „Black Bear“. Es regnete in Strömen, was eine trübe Stimmung über den Abend legte. Wir betraten die Bar und eine Rothaarige im kurzen Jeansrock huschte an uns vorbei, um die Gäste zu bedienen. Als ich sie näher betrachtete, fiel mir auf, dass es mehr ein Gürtel als ein Jeansrock war. Inzwischen waren ein paar Tage vergangen und scheinbar hatte Bear schon einen Ersatz für Megan gefunden. Mein Blick schweifte suchend durch die Bar und ich erblickte Rachel hinter dem Zapfhahn. Ich hätte mir vielleicht auf dem Weg hier her überlegen sollen, wie ich ihr alles schonend beibringen könnte. Wie erklärte man jemandem, dass es Gruselgestalten, wie Vampire und Werwölfe, denen man sonst nur in Alpträumen begegnete und unter dem Bett suchte, tatsächlich gab.
Wir schlenderten Richtung Bar, als uns Rachel auch schon entdeckte: »Hey Jungs!«
Wir setzen uns nebeneinander auf zwei Barhocker und grüßten sie ebenfalls.
»Habt ihr Megan erreicht? Geht es ihr gut?«, brach es gleicha us ihr heraus. Die Frage war an mich gerichtet und schon wusste ich nicht, was ich sagen sollte. Ty rettete mich, indem er sich einmischte: »Wir waren bei ihr zu Hause. Ob wir gleich unter vier Augen mit dir reden könnten? Ich denke, die Gäste sollten das nicht unbedingt mitbekommen.«
Die Kellnerin riss die Augen auf »Sie ist doch nicht tot?«, woraufhin Ty nervös auf seinem Sitz hin und her rutschte, wie er es immer tat, wenn er mit ihr sprach. Ich antwortete für ihn: »Nein, wir gehen nicht davon aus. Bitte lass uns gleich nach hinten gehen, dann kann ich dir Näheres sagen.«
Rachel sah mich mit gerunzelter Stirn an, nickte dann aber zustimmend: »Ich sage Bear bescheid, dass ich meine Pause mache, dann können wir reden.«
Sie drehte sich von mir weg und rief: »Jade?«
Der Rotschopf, der eben an uns vorbeigehuscht war, drehte ihren Kopf zu uns: »Ja?« “Ich mache eben Pause.«, gab Rachel noch zurück und Jade nickte.

Ich verschwand mit Rachel in den hinteren Teil der Bar. Dort gab es einen Pausenraum, in dem ich mich mit ihr hinsetzen konnte. Ich vermutete, dass es gut sei, wenn Rachel sitzen würde, wenn man bedachte, was ich ihr gleich eröffnen würde. Verängstigt stand sie mir gegenüber und fragte ungeduldig: »Also Logan, sag mir schon, was los ist, ich mach mir wirklich Sorgen!«
Vorsichtig erklärte ich ihr: »Ich befürchte, dass Megan Opfer einer Entführung wurde. Wir waren bei ihr zu Hause und fanden nur ihren Mann und ihre Tochter vor.«
Ich legte eine kurze Pause ein und atmete tief durch, bevor ich fortfuhr: »Was ich dir jetzt sage, wird schwer zu verdauen sein und ich möchte wissen, ob du das wirklich hören möchtest.«
Sie zog scharf die Luft ein und ich sah, wie ihr die Tränen in die Augen stiegen. »Okay, schieß los. Was immer es ist, ich kann damit umgehen«, sie verschränkte die Hände ineinander und machte einen gefassten Eindruck, wir würden sehen wie lange noch.

Ich holte erneut schwer Luft, da ich zuvor noch niemanden eine solche Nachricht überbringen musste: »Es ist so, dass wir ihren Mann und Rose gefunden haben.«, sie unterbrach mich hektisch: »Das sagtest du doch bereits, komm auf den Punkt. Geht es den beiden gut?«
Ich wollte dieses Gespräch nicht unnötig in die Länge ziehen, weshalb ich ihrem Wunsch nachkam: »Rose geht es gut, aber ihren Mann ist tot. Er wurde offensichtlich ermordet.«
Sie schlug die Hände vor ihrem Mund zusammen: »Oh mein Gott, das darf nicht wahr sein. Hat die Polizei schon einen Verdächtigen?«, nun rollten ihr Tränen über die Wangen und die Situation wurde mir immer unangenehmer. Ich antwortete ihr: »Das ist der nächste Punkt, über den ich mit dir sprechen muss. Du wirst mir wahrscheinlich nicht glauben, aber ich hoffe, dass du mir an diesem Punkt vertraust.«, sie wurde immer blasser um die Nase und ahnte noch nicht was ich ihr gleich offenbaren würde.

»Ich möchte dich bitten mich nicht zu unterbrechen, hast du verstanden?«, sie nickte wortlos. »Wir haben die Polizei nicht eingeschaltet, weil sie in diesem Fall nichts tun könnte.«, sie setzte an, um mir zu widersprechen, aber ich bedeutete ihr mit einer Handbewegung, dass sie mich weitersprechen lassen sollte. Sie klappte ihren Mund wieder, also sprach ich weiter: »Die Polizei kann nichts ausrichten, weil diesen Mord kein Mensch begangen hat.«
Sie holte wieder Luft um mich mit zitternder Stimme zu fragen: »Ich verstehe das nicht, welches Tier könnte denn Brian angefallen haben und sollte anschließend Meg mitnehmen, das macht doch keinen Sinn.«
Sie versuchte das Geschehene noch mit rationalen Argumenten zu betrachten, scheinbar hatte sie nicht verstanden, was ich mit »kein Mensch« meinte.

»Ich meinte damit kein Tier. Hier kommen wir darauf zurück, was du mir wahrscheinlich nicht glauben wirst.«, ich räusperte mich und fuhr mir mit der Hand nervös durch die Haare. »Wir sind uns sehr sicher, dass sie von einem übernatürlichen Wesen entführt wurde.«“, aufmerksam beobachtete ich ihre Reaktion, sie schaute mich entgeistert an. Ich hatte in so kurzer Zeit noch niemals so viele Emotionen auf dem Gesicht einer Person gesehen. Sie setzte immer wieder zum Sprechen an, aber es kam kein Wort über ihre Lippen. Ich versuchte, sie mit weiteren Fragen abzulenken.
»Es ist mir klar, dass diese Information etwas viel ist, aber es gibt noch einen Grund, warum ich mir dir alleine sprechen wollte. Ist dir am Mittwoch irgendetwas aufgefallen, während Megan gearbeitet hat?«
Sie senkte ihren Blick und starrte auf ihre Hände: »Meinst du mit übernatürlichen Wesen, so was wie Vampire und Werwölfe?«“, als sie ihren Kopf hob, war ihr Blick wieder fest, was mich überraschte und ich entgegnete ihr »Ja.«

Sie dachte einen Augenblick angestrengt nach, bevor sie mir aufgeregt erzählte: »Da war am Mittwoch ein Kerl in der Bar. Er wollte unbedingt von Rachel bedient werden, wurde ihr gegenüber aber aufdringlich und grob.«, ich horchte auf.
»Wie sah der Kerl aus?«
Sie erzählte mir, was an dem Abend passiert war, und gab mir eine genaue Beschreibung von dem Mann, als mir dann bitter bewusst wurde, wen sie da beschrieb: Liam Shaw, wie er sich derzeit nannte. Scheiße. Er hatte Neals Tochter auf dem Gewissen.

Wir sprachen noch eine gute Stunde miteinander, aber ich war überrascht wie gut sie die Nachrichten aufgenommen hatte. Sie war zwar etwas blass um die Nase geworden, aber machte den Eindruck, dass sie trotzdem gefasst war. Also gingen wir wieder zurück in den Gastraum, wo Ty und Dante auf mich warteten. Ich gab ihnen einen kurzes Statement wie es gelaufen war und verabschiedete mich von ihnen. Ich wollte schon früher zurück um Jordan zu fragen, was die Untersuchung der Leiche ergeben hatte. Wäre ich nicht so in Gedanken gewesen, wäre mir vielleicht aufgefallen, wie mir eine Gruppe von Männern unauffällig aus der Bar folgte.

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Donnerstag, 26. Juli 2012

Story: The Huntsmen - Logan - Im Black Bear

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte, für eine Inhaltsübersicht schaut doch bitte hier: The Huntsmen

Am nächsten Abend ging ich mit Dante und Ty nochmal ins „Black Bear“. Es regnete in Strömen, was eine trübe Stimmung über den Abend legte. Wir betraten die Bar und eine Rothaarige im kurzen Jeansrock huschte an uns vorbei, um die Gäste zu bedienen. Als ich sie näher betrachtete, fiel mir auf, dass es mehr ein Gürtel als ein Jeansrock war. Inzwischen waren ein paar Tage vergangen und scheinbar hatte Bear schon einen Ersatz für Megan gefunden. Mein Blick schweifte suchend durch die Bar und ich erblickte Rachel hinter dem Zapfhahn. Ich hätte mir vielleicht auf dem Weg hier her überlegen sollen, wie ich ihr alles schonend beibringen könnte. Wie erklärte man jemandem, dass es Gruselgestalten, wie Vampire und Werwölfe, denen man sonst nur in Alpträumen begegnete und unter dem Bett suchte, tatsächlich gab.
Wir schlenderten Richtung Bar, als uns Rachel auch schon entdeckte: »Hey Jungs!«
Wir setzen uns nebeneinander auf zwei Barhocker und grüßten sie ebenfalls.
»Habt ihr Megan erreicht? Geht es ihr gut?«, brach es gleicha us ihr heraus. Die Frage war an mich gerichtet und schon wusste ich nicht, was ich sagen sollte. Ty rettete mich, indem er sich einmischte: »Wir waren bei ihr zu Hause. Ob wir gleich unter vier Augen mit dir reden könnten? Ich denke, die Gäste sollten das nicht unbedingt mitbekommen.«
Die Kellnerin riss die Augen auf »Sie ist doch nicht tot?«, woraufhin Ty nervös auf seinem Sitz hin und her rutschte, wie er es immer tat, wenn er mit ihr sprach. Ich antwortete für ihn: »Nein, wir gehen nicht davon aus. Bitte lass uns gleich nach hinten gehen, dann kann ich dir Näheres sagen.«
Rachel sah mich mit gerunzelter Stirn an, nickte dann aber zustimmend: »Ich sage Bear bescheid, dass ich meine Pause mache, dann können wir reden.«
Sie drehte sich von mir weg und rief: »Jade?«
Der Rotschopf, der eben an uns vorbeigehuscht war, drehte ihren Kopf zu uns: »Ja?« “Ich mache eben Pause.«, gab Rachel noch zurück und Jade nickte.

Ich verschwand mit Rachel in den hinteren Teil der Bar. Dort gab es einen Pausenraum, in dem ich mich mit ihr hinsetzen konnte. Ich vermutete, dass es gut sei, wenn Rachel sitzen würde, wenn man bedachte, was ich ihr gleich eröffnen würde. Verängstigt stand sie mir gegenüber und fragte ungeduldig: »Also Logan, sag mir schon, was los ist, ich mach mir wirklich Sorgen!«
Vorsichtig erklärte ich ihr: »Ich befürchte, dass Megan Opfer einer Entführung wurde. Wir waren bei ihr zu Hause und fanden nur ihren Mann und ihre Tochter vor.«
Ich legte eine kurze Pause ein und atmete tief durch, bevor ich fortfuhr: »Was ich dir jetzt sage, wird schwer zu verdauen sein und ich möchte wissen, ob du das wirklich hören möchtest.«
Sie zog scharf die Luft ein und ich sah, wie ihr die Tränen in die Augen stiegen. »Okay, schieß los. Was immer es ist, ich kann damit umgehen«, sie verschränkte die Hände ineinander und machte einen gefassten Eindruck, wir würden sehen wie lange noch.

Ich holte erneut schwer Luft, da ich zuvor noch niemanden eine solche Nachricht überbringen musste: »Es ist so, dass wir ihren Mann und Rose gefunden haben.«, sie unterbrach mich hektisch: »Das sagtest du doch bereits, komm auf den Punkt. Geht es den beiden gut?«
Ich wollte dieses Gespräch nicht unnötig in die Länge ziehen, weshalb ich ihrem Wunsch nachkam: »Rose geht es gut, aber ihren Mann ist tot. Er wurde offensichtlich ermordet.«
Sie schlug die Hände vor ihrem Mund zusammen: »Oh mein Gott, das darf nicht wahr sein. Hat die Polizei schon einen Verdächtigen?«, nun rollten ihr Tränen über die Wangen und die Situation wurde mir immer unangenehmer. Ich antwortete ihr: »Das ist der nächste Punkt, über den ich mit dir sprechen muss. Du wirst mir wahrscheinlich nicht glauben, aber ich hoffe, dass du mir an diesem Punkt vertraust.«, sie wurde immer blasser um die Nase und ahnte noch nicht was ich ihr gleich offenbaren würde.

»Ich möchte dich bitten mich nicht zu unterbrechen, hast du verstanden?«, sie nickte wortlos. »Wir haben die Polizei nicht eingeschaltet, weil sie in diesem Fall nichts tun könnte.«, sie setzte an, um mir zu widersprechen, aber ich bedeutete ihr mit einer Handbewegung, dass sie mich weitersprechen lassen sollte. Sie klappte ihren Mund wieder, also sprach ich weiter: »Die Polizei kann nichts ausrichten, weil diesen Mord kein Mensch begangen hat.«
Sie holte wieder Luft um mich mit zitternder Stimme zu fragen: »Ich verstehe das nicht, welches Tier könnte denn Brian angefallen haben und sollte anschließend Meg mitnehmen, das macht doch keinen Sinn.«
Sie versuchte das Geschehene noch mit rationalen Argumenten zu betrachten, scheinbar hatte sie nicht verstanden, was ich mit »kein Mensch« meinte.

»Ich meinte damit kein Tier. Hier kommen wir darauf zurück, was du mir wahrscheinlich nicht glauben wirst.«, ich räusperte mich und fuhr mir mit der Hand nervös durch die Haare. »Wir sind uns sehr sicher, dass sie von einem übernatürlichen Wesen entführt wurde.«“, aufmerksam beobachtete ich ihre Reaktion, sie schaute mich entgeistert an. Ich hatte in so kurzer Zeit noch niemals so viele Emotionen auf dem Gesicht einer Person gesehen. Sie setzte immer wieder zum Sprechen an, aber es kam kein Wort über ihre Lippen. Ich versuchte, sie mit weiteren Fragen abzulenken.
»Es ist mir klar, dass diese Information etwas viel ist, aber es gibt noch einen Grund, warum ich mir dir alleine sprechen wollte. Ist dir am Mittwoch irgendetwas aufgefallen, während Megan gearbeitet hat?«
Sie senkte ihren Blick und starrte auf ihre Hände: »Meinst du mit übernatürlichen Wesen, so was wie Vampire und Werwölfe?«“, als sie ihren Kopf hob, war ihr Blick wieder fest, was mich überraschte und ich entgegnete ihr »Ja.«

Sie dachte einen Augenblick angestrengt nach, bevor sie mir aufgeregt erzählte: »Da war am Mittwoch ein Kerl in der Bar. Er wollte unbedingt von Rachel bedient werden, wurde ihr gegenüber aber aufdringlich und grob.«, ich horchte auf.
»Wie sah der Kerl aus?«
Sie erzählte mir, was an dem Abend passiert war, und gab mir eine genaue Beschreibung von dem Mann, als mir dann bitter bewusst wurde, wen sie da beschrieb: Liam Shaw, wie er sich derzeit nannte. Scheiße. Er hatte Neals Tochter auf dem Gewissen.

Wir sprachen noch eine gute Stunde miteinander, aber ich war überrascht wie gut sie die Nachrichten aufgenommen hatte. Sie war zwar etwas blass um die Nase geworden, aber machte den Eindruck, dass sie trotzdem gefasst war. Also gingen wir wieder zurück in den Gastraum, wo Ty und Dante auf mich warteten. Ich gab ihnen einen kurzes Statement wie es gelaufen war und verabschiedete mich von ihnen. Ich wollte schon früher zurück um Jordan zu fragen, was die Untersuchung der Leiche ergeben hatte. Wäre ich nicht so in Gedanken gewesen, wäre mir vielleicht aufgefallen, wie mir eine Gruppe von Männern unauffällig aus der Bar folgte.

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