Donnerstag, 19. Juli 2012

Story: The Huntsmen - Megan - Die Bar, der Gast und ich

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte, für eine Inhaltsübersicht schaut doch bitte hier: The Huntsmen

Die Bar war für einen Mittwoch bereits am frühen Abend gut besucht, um genau zu sein brechend voll. Das mochte daran liegen, dass am nächsten Tag ein Feiertag bevorstand und die Leute das ausnutzten. Trotz dessen war die Schicht nur mit einer Kollegin besetzt, was mich wiederum dazu zwang meinen Ehemann anzurufen und ihm zu sagen, dass ich aushalf. Wir kannten uns seit der Highschool und hatten viel zu früh geheiratet. Lediglich unsere wundervolle Tochter Rose, inzwischen zwei Jahre alt und mein Ein und Alles, hielt die Ehe zusammen. Für Brian empfand es als Zumutung, mich eine Stunde später abholen zu müssen, dass ich diesem Job überhaupt nachging, störte ihn gewaltig.
Nun, wo ich das Telefonat hinter mich gebracht hatte, ging ich zurück an meine Arbeit. Meine Kollegin, und beste Freundin, Rachel kam mir an der Bar bereits mit einem schelmischen Grinsen entgegen. Oje, das konnte nichts Gutes bedeuten. Sie kannte meine Probleme mit Brian und wollte mich bei jeder Gelegenheit mit einem anderen Mann verkuppeln. Sie kam zu mir und flüsterte mir kichernd ins Ohr.
»Hey Süße, der gut aussehende Typ, da hinten an der Bar.«, sie deutete unauffällig in die Richtung der Zapfanlage »Er möchte gerne von dir bedient werden, er hat wohl ein Auge auf dich geworfen.«
Mit einem bedeutungsvollen Zwinkern schlenderte sie zum nächsten Gast. Ich schaute zu ihm rüber und erspähte einen Kerl mit dunklen, kurzen Haaren und breiten Schultern, wie ein Schrank. Er trug einen Drei-Tage-Bart, aber er wirkte dadurch nicht ungepflegt, eher im Gegenteil, es schmeichelte ihm. Ich ging hinter der Bar zur Zapfanlage und begrüßte ihn mit einem Lächeln: »Hi, was darf es sein?«

Er schaute mich mit seinen dunklen Augen an und schien mich mit seinem Blick zu durchbohren. Etwas machte mich an diesem Kerl nervös, aber ich versuchte, es mir nicht anmerken zu lassen. Er antwortete mir nicht, und da ich dachte, dass keine Antwort mehr käme, wollte ich nochmals zur Frage ansetzen, als er mich mit einer tiefen, rauchigen Stimme unterbrach: “Hi, ein Bier, bitte.“

Ich nickte ihm lächelnd zu und machte mich daran ein Bier zu zapfen, während dessen taxierte er mich weiter mit seinem Blick. Ich spürte ihn auf meiner Haut und fühlte mich unwohl. Ich stellte ihm sein Bier hin, hörte aber nicht auf zu lächeln. Er fragte: »Darf ich euch zu einem Drink einladen?«, ich schüttelte verneinend den Kopf und antwortete: »Sorry, ich darf während meiner Schicht keinen Alkohol trinken und außerdem...«, ich hob meine Hand mit dem Handrücken in seine Richtung und deutete auf meinen Ehering. Er zog seine Augenbrauen zusammen und sein Gesichtsausdruck wurde furchteinflößend, was mich dazu brachte den Versuch zu wagen die Flucht zu Rachel zu ergreifen. Doch vorher packte er mich am Handgelenk und zerrte mich zum Teil über den Tresen. Als Nächstes spürte ich seinen warmen Atem an meinem linken Ohr und er raunte mir heiser zu: »Wie schade, aber für ein solches Problem gibt es eine Lösung!«
Er lehnte sich ein Stück zurück, damit er mir nochmal tief in die Augen schauen konnte und grinste mich dabei an. In diesem Moment hörte ich Rachel fragen, ob es ein Problem gäbe. Ich wollte schreien: »Ja, hilf mir, der Typ ist irre!«, stattdessen hörte ich mich sagen, dass alles in Ordnung sei. Mein Mund bewegt sich wie von selbst. Ich konnte nicht glauben, das gesagt zu haben.
Anschließend ließ er meine Hand los und ging gemütlich, pfeifend aus der Bar. Rachel kam zu mir rüber und betrachtete mich mit besorgtem Blick: »Meg, Süße, ist alles ok? Was war los?«

Ich blinzelte mir die Tränen aus den Augen und flüchtete in die Damentoilette. Ich atmete erstmal tief durch. Wie konnte mich so ein Kerl so aus der Fassung bringen? Ganz einfach: Er hatte mir Angst eingejagt und das nicht zu knapp. Ich schaute in den Spiegel und sah meine verweinten, grünen Augen. Ich war blass geworden und mit meinen schwarzen Locken fiel es extrem auf. Es klopfte an der Tür und ich hörte Rachel, die nicht locker ließ: »Meg, ist alles in Ordnung da drin? Ich mache mir Sorgen.«
Ich antwortete mit noch zitternder Stimme: »Ich komme sofort, mir geht es gleich wieder gut. Wirklich.«, Selbst in meinen Ohren klang ich unglaubwürdig.

Kommentare:

  1. Ich mag deinen Stil und bin gespannt wie er sich noch entwickelt! Du hast einen Follower merh!

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    1. Vielen Dank. Man bekommt so selten Feedback :)

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Donnerstag, 19. Juli 2012

Story: The Huntsmen - Megan - Die Bar, der Gast und ich

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte, für eine Inhaltsübersicht schaut doch bitte hier: The Huntsmen

Die Bar war für einen Mittwoch bereits am frühen Abend gut besucht, um genau zu sein brechend voll. Das mochte daran liegen, dass am nächsten Tag ein Feiertag bevorstand und die Leute das ausnutzten. Trotz dessen war die Schicht nur mit einer Kollegin besetzt, was mich wiederum dazu zwang meinen Ehemann anzurufen und ihm zu sagen, dass ich aushalf. Wir kannten uns seit der Highschool und hatten viel zu früh geheiratet. Lediglich unsere wundervolle Tochter Rose, inzwischen zwei Jahre alt und mein Ein und Alles, hielt die Ehe zusammen. Für Brian empfand es als Zumutung, mich eine Stunde später abholen zu müssen, dass ich diesem Job überhaupt nachging, störte ihn gewaltig.
Nun, wo ich das Telefonat hinter mich gebracht hatte, ging ich zurück an meine Arbeit. Meine Kollegin, und beste Freundin, Rachel kam mir an der Bar bereits mit einem schelmischen Grinsen entgegen. Oje, das konnte nichts Gutes bedeuten. Sie kannte meine Probleme mit Brian und wollte mich bei jeder Gelegenheit mit einem anderen Mann verkuppeln. Sie kam zu mir und flüsterte mir kichernd ins Ohr.
»Hey Süße, der gut aussehende Typ, da hinten an der Bar.«, sie deutete unauffällig in die Richtung der Zapfanlage »Er möchte gerne von dir bedient werden, er hat wohl ein Auge auf dich geworfen.«
Mit einem bedeutungsvollen Zwinkern schlenderte sie zum nächsten Gast. Ich schaute zu ihm rüber und erspähte einen Kerl mit dunklen, kurzen Haaren und breiten Schultern, wie ein Schrank. Er trug einen Drei-Tage-Bart, aber er wirkte dadurch nicht ungepflegt, eher im Gegenteil, es schmeichelte ihm. Ich ging hinter der Bar zur Zapfanlage und begrüßte ihn mit einem Lächeln: »Hi, was darf es sein?«

Er schaute mich mit seinen dunklen Augen an und schien mich mit seinem Blick zu durchbohren. Etwas machte mich an diesem Kerl nervös, aber ich versuchte, es mir nicht anmerken zu lassen. Er antwortete mir nicht, und da ich dachte, dass keine Antwort mehr käme, wollte ich nochmals zur Frage ansetzen, als er mich mit einer tiefen, rauchigen Stimme unterbrach: “Hi, ein Bier, bitte.“

Ich nickte ihm lächelnd zu und machte mich daran ein Bier zu zapfen, während dessen taxierte er mich weiter mit seinem Blick. Ich spürte ihn auf meiner Haut und fühlte mich unwohl. Ich stellte ihm sein Bier hin, hörte aber nicht auf zu lächeln. Er fragte: »Darf ich euch zu einem Drink einladen?«, ich schüttelte verneinend den Kopf und antwortete: »Sorry, ich darf während meiner Schicht keinen Alkohol trinken und außerdem...«, ich hob meine Hand mit dem Handrücken in seine Richtung und deutete auf meinen Ehering. Er zog seine Augenbrauen zusammen und sein Gesichtsausdruck wurde furchteinflößend, was mich dazu brachte den Versuch zu wagen die Flucht zu Rachel zu ergreifen. Doch vorher packte er mich am Handgelenk und zerrte mich zum Teil über den Tresen. Als Nächstes spürte ich seinen warmen Atem an meinem linken Ohr und er raunte mir heiser zu: »Wie schade, aber für ein solches Problem gibt es eine Lösung!«
Er lehnte sich ein Stück zurück, damit er mir nochmal tief in die Augen schauen konnte und grinste mich dabei an. In diesem Moment hörte ich Rachel fragen, ob es ein Problem gäbe. Ich wollte schreien: »Ja, hilf mir, der Typ ist irre!«, stattdessen hörte ich mich sagen, dass alles in Ordnung sei. Mein Mund bewegt sich wie von selbst. Ich konnte nicht glauben, das gesagt zu haben.
Anschließend ließ er meine Hand los und ging gemütlich, pfeifend aus der Bar. Rachel kam zu mir rüber und betrachtete mich mit besorgtem Blick: »Meg, Süße, ist alles ok? Was war los?«

Ich blinzelte mir die Tränen aus den Augen und flüchtete in die Damentoilette. Ich atmete erstmal tief durch. Wie konnte mich so ein Kerl so aus der Fassung bringen? Ganz einfach: Er hatte mir Angst eingejagt und das nicht zu knapp. Ich schaute in den Spiegel und sah meine verweinten, grünen Augen. Ich war blass geworden und mit meinen schwarzen Locken fiel es extrem auf. Es klopfte an der Tür und ich hörte Rachel, die nicht locker ließ: »Meg, ist alles in Ordnung da drin? Ich mache mir Sorgen.«
Ich antwortete mit noch zitternder Stimme: »Ich komme sofort, mir geht es gleich wieder gut. Wirklich.«, Selbst in meinen Ohren klang ich unglaubwürdig.

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  1. Ich mag deinen Stil und bin gespannt wie er sich noch entwickelt! Du hast einen Follower merh!

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    1. Vielen Dank. Man bekommt so selten Feedback :)

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