Dienstag, 24. Juli 2012

Story: The Huntsmen - Megan - Raoul

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte, für eine Inhaltsübersicht schaut doch bitte hier: The Huntsmen

Ich starrte in die Finsternis und überlegte, wie viele Tage ich hier in diesem Keller saß. Mein nächster Gedanke galt Rose und mir kamen erneut die Tränen hoch. Das Klirren eines Schlüssels kündigte das Öffnen der Zellentür an. Das Licht blendete mich, so dass ich meine Augen verdecken musste, damit ich etwas erkannte. Es war der Junge mit hellen Locken. Mit einem Tablett in der Hand betrat er die Zelle. War es also inzwischen Morgen? Stumm servierte er mein Essen auf den Tisch, der in der Ecke stand, und wollte bereits gehen, als ich ihn zurückhaltend ansprach: »Du, bitte geh nicht. Kannst du mir nicht Gesellschaft leisten, während ich esse?«, er blieb kurz stehen, schaute ängstlich zur Tür als kontrolliere er, ob er beobachtet wurde, und wandte sich zurück zu mir um. Er flüsterte: »Wir dürfen nicht miteinander sprechen.«
»Wir müssen ja nicht reden.«, versuchte ich ihn zu überreden. Verunsichert schaute er nochmal zur Tür, nickte aber dann. Ich versuchte aufzustehen, hatte aber nicht genug Kraft und fiel wieder nach hinten. Lockenkopf schaute mich erschrocken an und kam zu mir, um mir beim Aufstehen zu helfen, woraufhin ich seine Hand dankend entgegen nahm..
Als er mich berührte, durchfuhr es mich wie ein Blitz. Vor meinen Augen lief ein Film ab: Ich sah undeutlich einen athletischen Mann mit kurzen blonden Haaren. Er hatte einen leichten Bart, wahrscheinlich, weil er sich nicht rasiert hatte. Er stand vor meinem Haus. Und dann erkannte ich ihn: Es war Logan, Stammgast im »Black Bear« und neben ihm stand Ty. Dann wechselte das Bild. Ich sah Brian tot auf dem Boden liegen. Ich ließ seine Hand los und fragte erschrocken: »Was war das?«
Lockenkopf betrachtete mich mit aufgerissenen Augen: »I-ich habe Fähigkeiten. Ähm, die erhält man, wenn. Ich weiß nicht, wie ich euch das erklären soll.«, na super, er drückte sich auch so gestelzt aus, wie der Irre.
»Nenn mich doch bitte Megan, wie ist dein Name?«, aus argwöhnischen Augen sah er mich an und ich bemerkte, dass er mit sich kämpfte, aber er antwortete mir: »Ich heiße Raoul, kommt ich helfe euch auf.«
Ängstlich zog ich meine Hand zurück: »Passiert das dann nicht nochmal?«, er grinste und sah dadurch noch viel jünger aus: »Nein, keine Sorge. Wenn ich darauf achte, passiert nichts.«

Er half mir auf und führte mich an den Tisch, an dem ich so viele Mahlzeiten mit Liam eingenommen hatte. Liam schien es zu gefallen mich beim Essen zu beobachten. Anschließend stillte er immer seinen Hunger an mir. Jede Art von Hunger. Als wir saßen, fragte ich Raoul: »Wo ist Liam?«, er antwortete nicht sofort. Scheinbar überlegte er sich vorher seine Worte genau: «Mein Meister ist verhindert.«
Meister? Na gut, wenn ich mehr erfahren wollte, musste ich mich gesellig geben. Ich nahm das Besteck und begann damit das Brötchen aufzuschneiden.
Kurz darauf erklärte er: »Er hat heute eine Belohnung für euch, weil ihr euch an seine Anweisungen gehalten habt.«
Ich zuckte zusammen und fragte: »Eine Belohnung? Was muss ich mir darunter vorstellen?«, mir schossen Bilder durch den Kopf, wie er von mir trank, während er mich nahm. Es schauderte mir und ich versuchte, sie mit einem Kopfschütteln zu verdrängen. Er entschuldigte sich: »Ich darf nichts dazu sagen. Wir haben schon mehr Worte ausgetauscht, als uns erlaubt ist.«

Die weitere Mahlzeit verbrachten wir schweigend. Ich machte mir Gedanken, was das für eine »Belohnung« sein könnte und malte mir die schrecklichsten Szenarien aus. Als ich fertig war, räumte Raoul alles zurück auf das Tablett und nahm dieses mit. Als er zur Tür ging, erschien ein großer Schatten im Türrahmen. Liam.

Kommentare:

  1. Wenn du mich zu lange warten lässt, dann.... ^^ Ich will doch so gerne wissen, wie es weiter geht und nicht wieder warten müssen. *motz* :D

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  2. Nagut, dann gibt es morgen gleich noch einen Absatz mit Megan ;)

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Dienstag, 24. Juli 2012

Story: The Huntsmen - Megan - Raoul

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte, für eine Inhaltsübersicht schaut doch bitte hier: The Huntsmen

Ich starrte in die Finsternis und überlegte, wie viele Tage ich hier in diesem Keller saß. Mein nächster Gedanke galt Rose und mir kamen erneut die Tränen hoch. Das Klirren eines Schlüssels kündigte das Öffnen der Zellentür an. Das Licht blendete mich, so dass ich meine Augen verdecken musste, damit ich etwas erkannte. Es war der Junge mit hellen Locken. Mit einem Tablett in der Hand betrat er die Zelle. War es also inzwischen Morgen? Stumm servierte er mein Essen auf den Tisch, der in der Ecke stand, und wollte bereits gehen, als ich ihn zurückhaltend ansprach: »Du, bitte geh nicht. Kannst du mir nicht Gesellschaft leisten, während ich esse?«, er blieb kurz stehen, schaute ängstlich zur Tür als kontrolliere er, ob er beobachtet wurde, und wandte sich zurück zu mir um. Er flüsterte: »Wir dürfen nicht miteinander sprechen.«
»Wir müssen ja nicht reden.«, versuchte ich ihn zu überreden. Verunsichert schaute er nochmal zur Tür, nickte aber dann. Ich versuchte aufzustehen, hatte aber nicht genug Kraft und fiel wieder nach hinten. Lockenkopf schaute mich erschrocken an und kam zu mir, um mir beim Aufstehen zu helfen, woraufhin ich seine Hand dankend entgegen nahm..
Als er mich berührte, durchfuhr es mich wie ein Blitz. Vor meinen Augen lief ein Film ab: Ich sah undeutlich einen athletischen Mann mit kurzen blonden Haaren. Er hatte einen leichten Bart, wahrscheinlich, weil er sich nicht rasiert hatte. Er stand vor meinem Haus. Und dann erkannte ich ihn: Es war Logan, Stammgast im »Black Bear« und neben ihm stand Ty. Dann wechselte das Bild. Ich sah Brian tot auf dem Boden liegen. Ich ließ seine Hand los und fragte erschrocken: »Was war das?«
Lockenkopf betrachtete mich mit aufgerissenen Augen: »I-ich habe Fähigkeiten. Ähm, die erhält man, wenn. Ich weiß nicht, wie ich euch das erklären soll.«, na super, er drückte sich auch so gestelzt aus, wie der Irre.
»Nenn mich doch bitte Megan, wie ist dein Name?«, aus argwöhnischen Augen sah er mich an und ich bemerkte, dass er mit sich kämpfte, aber er antwortete mir: »Ich heiße Raoul, kommt ich helfe euch auf.«
Ängstlich zog ich meine Hand zurück: »Passiert das dann nicht nochmal?«, er grinste und sah dadurch noch viel jünger aus: »Nein, keine Sorge. Wenn ich darauf achte, passiert nichts.«

Er half mir auf und führte mich an den Tisch, an dem ich so viele Mahlzeiten mit Liam eingenommen hatte. Liam schien es zu gefallen mich beim Essen zu beobachten. Anschließend stillte er immer seinen Hunger an mir. Jede Art von Hunger. Als wir saßen, fragte ich Raoul: »Wo ist Liam?«, er antwortete nicht sofort. Scheinbar überlegte er sich vorher seine Worte genau: «Mein Meister ist verhindert.«
Meister? Na gut, wenn ich mehr erfahren wollte, musste ich mich gesellig geben. Ich nahm das Besteck und begann damit das Brötchen aufzuschneiden.
Kurz darauf erklärte er: »Er hat heute eine Belohnung für euch, weil ihr euch an seine Anweisungen gehalten habt.«
Ich zuckte zusammen und fragte: »Eine Belohnung? Was muss ich mir darunter vorstellen?«, mir schossen Bilder durch den Kopf, wie er von mir trank, während er mich nahm. Es schauderte mir und ich versuchte, sie mit einem Kopfschütteln zu verdrängen. Er entschuldigte sich: »Ich darf nichts dazu sagen. Wir haben schon mehr Worte ausgetauscht, als uns erlaubt ist.«

Die weitere Mahlzeit verbrachten wir schweigend. Ich machte mir Gedanken, was das für eine »Belohnung« sein könnte und malte mir die schrecklichsten Szenarien aus. Als ich fertig war, räumte Raoul alles zurück auf das Tablett und nahm dieses mit. Als er zur Tür ging, erschien ein großer Schatten im Türrahmen. Liam.

Kommentare:

  1. Wenn du mich zu lange warten lässt, dann.... ^^ Ich will doch so gerne wissen, wie es weiter geht und nicht wieder warten müssen. *motz* :D

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  2. Nagut, dann gibt es morgen gleich noch einen Absatz mit Megan ;)

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