Dienstag, 31. Juli 2012

Story: The Huntsmen - Megan - Vampire

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte, für eine Inhaltsübersicht schaut doch bitte hier: The Huntsmen

Im bordeauxroten Kleid begutachtete ich mich im Spiegel. Ich erinnerte mich nur noch schemenhaft an die vergangene Nacht. Ich wusste, was ich zum ersten Mal bereitwillig mit Liam getan hatte. Ich konnte mir nur nicht erklären warum. In meinem Bauch breitete sich ein Kribbeln aus, als ich an ihn dachte. Seit gestern Abend hatte sich alle verändert, ich war gerne bei ihm und wollte ihn glücklich machen. Die Bilder gingen mir wieder durch den Kopf, wie er mich angesehen und ich ihn verwöhnte. Wie ich ihm in den Hals biss. Ich zuckte bei dieser Erinnerung zusammen. Hatte ich das wirklich getan? Sein Blut getrunken? Ja, er hatte mich darum gebeten. Aus irgendeinem Grund überkam mich das Gefühl, dass ich ihm vertrauen könnte. Und trotzdem breitete sich in meiner Brust, neben dem warmen Gefühl ein Unbehagen aus, als ob ich etwas vergessen hätte, etwas Wichtiges, aber was war es bloß?

Hinter mir wurde die Tür aufgeschlossen und Raoul stand in der Tür. Er schaute mich mit großen Augen an und sagte erstaunt: »Keine Worte, die ich finden könnte, würden euer gerecht. Ihr seid wunderschön.«
Mir schoss die Röte in die Wangen, ich bekam nicht oft Komplimente. »Danke Ray, bei dir weiß ich, dass es ehrlich gemeint ist.«, ich lächelte ihn an. Mir fuhr ein Schmerz in die Schläfe verbunden mit einem Gedanken: Rose. Ich zog die Stirn kraus und hielt mir den Kopf. Raoul eilte zu mir und schaute mich erschrocken an: »Geht es euch gut?«
Ich musste mich setzen und ließ mich auf den Sessel gleiten. »Ich weiß nicht, seit gestern Abend, habe ich das Gefühl etwas vergessen zu haben, etwas sehr Wichtiges. Gerade eben ging mir ein Name durch den Kopf, aber ich kenne niemandem mit diesem Namen.«

Raoul hatte einen Gesichtsausdruck, den ich vorher nie bei ihm gesehen hatte, er schien schockiert zu sein. Aufgebracht fragte ich ihn »Weißt du, was mit mir los ist?“, er fuhr sich nervös mit der Zunge über die Lippen: »Ich, Megan...“, er wusste also, was mit mir nicht stimmte, ich forderte mit Nachdruck: »Sag schon.“«
»Ich möchte nicht unehrlich zu euch sein. Ich darf euch nichts sagen. Wenn der Meister das erfährt, bedeutet das meinen Tod.“
Frustriert antwortete ich ihm: »Weißt du, was ich letzte Nacht getan habe?«
Raoul nickte nur. Ich wurde erneut Rot und fragte unsicher: »Ist das normal? Also so was zu tun? Ich weiß nicht, wen ich sonst fragen könnte, wenn nicht dich. Er hat mich darum gebeten und ich habe es einfach getan.«

Raoul ging vor mir in die Hocke und wollte meine Hand nehmen. Ich zuckte zurück, aber er beruhigte mich: »Keine Sorge es wird nichts passieren.«
So ließ ich ihn meine Hand nehmen. Dann wurde er noch ernster: »Ich werde euch jetzt etwas sagen und ich möchte euch bitten, mich danach immer noch als den Menschen zu sehen, den ihr kennengelernt habt.«
Ich verstand nicht, worauf er hinaus wollte, also drückte ich seine Hand um ihn zum Weitersprechen aufzufordern und versicherte ihm: »Natürlich.«
Er stand wieder auf und setzte sich auf den Bettrand, bevor er sagte: »Ich habe euch gegenüber einst angedeutet, dass ich Eigenschaften habe.«, ich erinnerte mich daran. Im Keller, als ich seine Hand nahm und eine Vision sah, hatte er sie auf mich übertragen, seit dem waren nun zwei Wochen vergangen, wie schnell die Zeit verging. Mich durchfuhr wieder ein Schmerz, ich erinnerte mich an ein Mädchen in dieser Vision. Ein Mann trug sie auf dem Arm.

»Es tut mir leid, dass ich euch Schmerzen bereite. Die Schmerzen haben einen bestimmten Grund.“, «, entschuldigte er sich. Er schaute zu mir empor und ich erkannte, wie leid es ihm tat. Ich bat ihn: »Achte einfach nicht darauf, bitte erzähl weiter.«, ich lächelte ihn an, um ihn zu ermutigen.
»Gut. Es gibt in der Welt Wesen von denen die Menschheit nur in ihrer Phantasie spricht. Es werden Bücher darüber geschrieben und Filme gedreht. Ich spreche von Vampiren.«, er hielt kurz inne um mich zu mustern, sprach aber weiter.
»Vampire sind nicht wie in den Filmen oder Büchern. Sie sind sehr organisiert. Aber davon abgesehen haben sie Fähigkeiten, die über die eines Menschen hinaus gehen.«, ich musste grinsen und zog ihn auf: „Vampire so wie Dracula?«
Raoul lächelte nicht, weshalb mir mein Lachen im Hals stecken blieb. Er meinte es ernst, also fragte ich nach: „Aber wieso erzählst du mir das?«,

Plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich sprang auf und drückte mich an die Wand um so viel Abstand wie möglich zwischen mir und Raoul zu bringen. Er versuchte mich zu beruhigen: »Bitte, ich bin immer noch der Gleiche.“, er hielt seine Arme von sich und zeigte mir seine flachen Handflächen, während er aufstand und rückwärts zur mir gegenüberliegenden Wand des Raums ging. Er gab mir den Abstand den ich benötigte, um mich sicher zu fühlen. Ich sackte in die Hocke und fing an zu weinen. Schluchzend fragte ich ihn: »Okay, was sind das für Fähigkeiten?«
Raoul setzte sich im Schneidersitz an die Wand und antwortete: »Ich habe nicht so viele Fähigkeiten wie mein Meister. Ich habe Visionen von der Zukunft und Gegenwart, die allerdings habe ich nur, weil ich von Liam abstamme, diese hat nicht jeder Vampir. Zudem kann ich...“, er unterbrach sich plötzlich.
»Was kannst du?«, fragte ich ihn panisch. Er fuhr sich mit der Hand durch sein Haar und wurde wieder nervös: »Ich kann Gedanken und Erinnerungen manipulieren.«

In mir wurde alles still. Das war es, der Schmerz in meinen Kopf. Ich wusste es bereits, wollte es aber aus seinem Mund hören: »Habe ich deswegen die Kopfschmerzen? Ich möchte mich an etwas erinnern und der Schmerz verhindert das?«, er nickte.
»Wenn der Meister erfährt, dass ich euch das gesagt habe, Bitte ihr dürft es ihm nicht verraten. Ich flehe euch an.«, er klang verzweifelt.
»Ich werde es ihm nicht sagen. Welche Erinnerungen wurden mir genommen?«, er senkte seinen Blick, aber stand dann so plötzlich auf seinen Füßen, dass ich erschrak. Wie schnell er sich bewegen konnte, das war unglaublich. Steif entschuldigte er sich: »Es tut mir leid, wirklich. Aber ich habe euch bereits zu viel eröffnet. Der Meister bittet euch in zwei Stunden im Speiseraum zu erscheinen. Ich werde euch dann abholen.«, dann verließ er das Zimmer. Ich war überrascht, ich sollte heute mit Liam essen? Ich hatte das Zimmer noch nie verlassen.

1 Kommentar:

  1. Ui ui ui
    Nu bin ich aber auf das Zusammentreffen im Speisesaal gespannt.

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Dienstag, 31. Juli 2012

Story: The Huntsmen - Megan - Vampire

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte, für eine Inhaltsübersicht schaut doch bitte hier: The Huntsmen

Im bordeauxroten Kleid begutachtete ich mich im Spiegel. Ich erinnerte mich nur noch schemenhaft an die vergangene Nacht. Ich wusste, was ich zum ersten Mal bereitwillig mit Liam getan hatte. Ich konnte mir nur nicht erklären warum. In meinem Bauch breitete sich ein Kribbeln aus, als ich an ihn dachte. Seit gestern Abend hatte sich alle verändert, ich war gerne bei ihm und wollte ihn glücklich machen. Die Bilder gingen mir wieder durch den Kopf, wie er mich angesehen und ich ihn verwöhnte. Wie ich ihm in den Hals biss. Ich zuckte bei dieser Erinnerung zusammen. Hatte ich das wirklich getan? Sein Blut getrunken? Ja, er hatte mich darum gebeten. Aus irgendeinem Grund überkam mich das Gefühl, dass ich ihm vertrauen könnte. Und trotzdem breitete sich in meiner Brust, neben dem warmen Gefühl ein Unbehagen aus, als ob ich etwas vergessen hätte, etwas Wichtiges, aber was war es bloß?

Hinter mir wurde die Tür aufgeschlossen und Raoul stand in der Tür. Er schaute mich mit großen Augen an und sagte erstaunt: »Keine Worte, die ich finden könnte, würden euer gerecht. Ihr seid wunderschön.«
Mir schoss die Röte in die Wangen, ich bekam nicht oft Komplimente. »Danke Ray, bei dir weiß ich, dass es ehrlich gemeint ist.«, ich lächelte ihn an. Mir fuhr ein Schmerz in die Schläfe verbunden mit einem Gedanken: Rose. Ich zog die Stirn kraus und hielt mir den Kopf. Raoul eilte zu mir und schaute mich erschrocken an: »Geht es euch gut?«
Ich musste mich setzen und ließ mich auf den Sessel gleiten. »Ich weiß nicht, seit gestern Abend, habe ich das Gefühl etwas vergessen zu haben, etwas sehr Wichtiges. Gerade eben ging mir ein Name durch den Kopf, aber ich kenne niemandem mit diesem Namen.«

Raoul hatte einen Gesichtsausdruck, den ich vorher nie bei ihm gesehen hatte, er schien schockiert zu sein. Aufgebracht fragte ich ihn »Weißt du, was mit mir los ist?“, er fuhr sich nervös mit der Zunge über die Lippen: »Ich, Megan...“, er wusste also, was mit mir nicht stimmte, ich forderte mit Nachdruck: »Sag schon.“«
»Ich möchte nicht unehrlich zu euch sein. Ich darf euch nichts sagen. Wenn der Meister das erfährt, bedeutet das meinen Tod.“
Frustriert antwortete ich ihm: »Weißt du, was ich letzte Nacht getan habe?«
Raoul nickte nur. Ich wurde erneut Rot und fragte unsicher: »Ist das normal? Also so was zu tun? Ich weiß nicht, wen ich sonst fragen könnte, wenn nicht dich. Er hat mich darum gebeten und ich habe es einfach getan.«

Raoul ging vor mir in die Hocke und wollte meine Hand nehmen. Ich zuckte zurück, aber er beruhigte mich: »Keine Sorge es wird nichts passieren.«
So ließ ich ihn meine Hand nehmen. Dann wurde er noch ernster: »Ich werde euch jetzt etwas sagen und ich möchte euch bitten, mich danach immer noch als den Menschen zu sehen, den ihr kennengelernt habt.«
Ich verstand nicht, worauf er hinaus wollte, also drückte ich seine Hand um ihn zum Weitersprechen aufzufordern und versicherte ihm: »Natürlich.«
Er stand wieder auf und setzte sich auf den Bettrand, bevor er sagte: »Ich habe euch gegenüber einst angedeutet, dass ich Eigenschaften habe.«, ich erinnerte mich daran. Im Keller, als ich seine Hand nahm und eine Vision sah, hatte er sie auf mich übertragen, seit dem waren nun zwei Wochen vergangen, wie schnell die Zeit verging. Mich durchfuhr wieder ein Schmerz, ich erinnerte mich an ein Mädchen in dieser Vision. Ein Mann trug sie auf dem Arm.

»Es tut mir leid, dass ich euch Schmerzen bereite. Die Schmerzen haben einen bestimmten Grund.“, «, entschuldigte er sich. Er schaute zu mir empor und ich erkannte, wie leid es ihm tat. Ich bat ihn: »Achte einfach nicht darauf, bitte erzähl weiter.«, ich lächelte ihn an, um ihn zu ermutigen.
»Gut. Es gibt in der Welt Wesen von denen die Menschheit nur in ihrer Phantasie spricht. Es werden Bücher darüber geschrieben und Filme gedreht. Ich spreche von Vampiren.«, er hielt kurz inne um mich zu mustern, sprach aber weiter.
»Vampire sind nicht wie in den Filmen oder Büchern. Sie sind sehr organisiert. Aber davon abgesehen haben sie Fähigkeiten, die über die eines Menschen hinaus gehen.«, ich musste grinsen und zog ihn auf: „Vampire so wie Dracula?«
Raoul lächelte nicht, weshalb mir mein Lachen im Hals stecken blieb. Er meinte es ernst, also fragte ich nach: „Aber wieso erzählst du mir das?«,

Plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich sprang auf und drückte mich an die Wand um so viel Abstand wie möglich zwischen mir und Raoul zu bringen. Er versuchte mich zu beruhigen: »Bitte, ich bin immer noch der Gleiche.“, er hielt seine Arme von sich und zeigte mir seine flachen Handflächen, während er aufstand und rückwärts zur mir gegenüberliegenden Wand des Raums ging. Er gab mir den Abstand den ich benötigte, um mich sicher zu fühlen. Ich sackte in die Hocke und fing an zu weinen. Schluchzend fragte ich ihn: »Okay, was sind das für Fähigkeiten?«
Raoul setzte sich im Schneidersitz an die Wand und antwortete: »Ich habe nicht so viele Fähigkeiten wie mein Meister. Ich habe Visionen von der Zukunft und Gegenwart, die allerdings habe ich nur, weil ich von Liam abstamme, diese hat nicht jeder Vampir. Zudem kann ich...“, er unterbrach sich plötzlich.
»Was kannst du?«, fragte ich ihn panisch. Er fuhr sich mit der Hand durch sein Haar und wurde wieder nervös: »Ich kann Gedanken und Erinnerungen manipulieren.«

In mir wurde alles still. Das war es, der Schmerz in meinen Kopf. Ich wusste es bereits, wollte es aber aus seinem Mund hören: »Habe ich deswegen die Kopfschmerzen? Ich möchte mich an etwas erinnern und der Schmerz verhindert das?«, er nickte.
»Wenn der Meister erfährt, dass ich euch das gesagt habe, Bitte ihr dürft es ihm nicht verraten. Ich flehe euch an.«, er klang verzweifelt.
»Ich werde es ihm nicht sagen. Welche Erinnerungen wurden mir genommen?«, er senkte seinen Blick, aber stand dann so plötzlich auf seinen Füßen, dass ich erschrak. Wie schnell er sich bewegen konnte, das war unglaublich. Steif entschuldigte er sich: »Es tut mir leid, wirklich. Aber ich habe euch bereits zu viel eröffnet. Der Meister bittet euch in zwei Stunden im Speiseraum zu erscheinen. Ich werde euch dann abholen.«, dann verließ er das Zimmer. Ich war überrascht, ich sollte heute mit Liam essen? Ich hatte das Zimmer noch nie verlassen.

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  1. Ui ui ui
    Nu bin ich aber auf das Zusammentreffen im Speisesaal gespannt.

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