Mittwoch, 1. August 2012

Story: The Huntsmen - Megan - Dinner for One

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte, für eine Inhaltsübersicht schaut doch bitte hier: The Huntsmen

Mit Raoul an meiner Seite stieg ich die Treppe hinab, während er meine Hand hielt. Ich sah diesen Teil des Hauses nun zum zweiten Mal, die Größe des Hauses überwältigte mich. Am Ende der Stufen wartete Liam auf mich und lächelte mich an. Mir war bewusst, dass das Korsett meinen Busen hervor hob. Früher hätte ich mich unwohl gefühlt, aber heute genoss ich das Begehren in Liams Augen. Am Ende der Treppe übergab Raoul meine Hand an Liam, er verbeugte sich und zog sich anschließend zurück, so dass ich nun mit Liam alleine war. Er führte mich in den Speiseraum und es verschlug mir die Sprache. Der Mittelpunkt des Raums war ein pompöser Kristalllüster, mit Kerzen bestückt. Der Raum war gesäumt von Kerzenständern, die den Saal in ein romantisches Licht tauchten.

Liam führte mich weiter und benahm sich wie ein Gentleman. Am Tisch angekommen zog er den Stuhl für mich zurück und gab mir zu verstehen, mich zu setzen. Ich lächelte ihn an und nahm Platz. Bevor er selber Platz nahm, küsste er sachte meine Schulter und sog meinen Duft ein. Ein Kribbeln breitete sich in meiner Magengrube aus. Der Tisch war reichlich gedeckt. Von Früchten über Beilagen, wie Reis, Kartoffeln und Gemüse bis zu einem großen Truthahn. Dann bemerkte ich, dass lediglich für mich gedeckt war. Ich fragte Liam verwirrt: »Möchtest du nichts essen?«, er lächelte mich weiter an: »Nein Liebste, ich habe bereits gespeist. Aber bitte lasst euch dadurch nicht den Appetit nehmen. Gerne werde ich euch Gesellschaft leisten.«
Stets hatte er mir beim Essen nur zugesehen, also auch heute, Enttäuschung kam in mir auf.

Eine Frau betrat den Saal, gekleidet wie ein Hausmädchen und streng frisierten Haaren. Ich vermutete einen Dutt unter der Haube, die sie trug. Sie hatte eine Flasche Wein in der Hand, welche sie Liam brachte. Sie machte einen Knicks vor ihm und sagte: »Sire, der Wein den ihr gewünscht habt.«
Also lebten hier noch mehr Menschen? War sie ein Mensch? Ich musterte sie unauffällig und musste an das Gespräch mit Raoul denken. Liam muss es aufgefallen sein, denn er fragte mich: »Liebste, ist etwas nicht zu eurer Zufriedenheit?«, ich hatte Raoul versprochen nichts zu sagen, aber dennoch musste ich es wissen. Also beschloss ich es ihm zu erzählen: »Es ist wunderschön hier. Das Essen ist beeindruckend, aber ich habe jemandem versprochen, ihn nicht zu verraten. Bitte versichere mir, dass wenn ich dir meine Sorge erkläre, ihm kein Schaden droht.«, er zog eine Augenbraue in die Höhe und fragte: »Man sollte nur ein Versprechen abgeben, welches man auch halten kann. Was hat dir Raoul erzählt?«
Natürlich, außer mit ihm und Raoul hatte ich in den letzten zwei Wochen nicht gesprochen, sehr überlegt war die Einführung von mir nicht gewesen. Nun war ich jedoch umso entschlossener: »Ich hatte mich nicht wohl gefühlt und habe ihn dazu gedrängt, es tut mir leid.«
Liam war immer sehr unberechenbar, so dass ich nicht wusste, wie er reagieren würde. Mal war er impulsiv und zornig und im nächsten Moment rücksichtsvoll und beherrscht. Er beobachtete mich immer noch mit hochgezogener Braue: »Einverstanden, bitte erläutert mir eure Sorge.«
Erleichtert straffte ich meine Schultern und erzählte ihm von meinen Kopfschmerzen und dem Gespräch, welches ich mit Raoul geführt hatte: »Ich hoffte euch eine Frage stellen zu dürfen. Ich fühle mich so anders und vermute, dass irgendetwas mit mir passiert. Ich wünschte, du könntest mir das erklären.«
Er war ganz still und hatte seinen Blick von mir abgewendet, so dass ich seine Augen nicht sehen konnte. Ich nutze die Pause, um etwas zu essen und mich von der unangenehmen Situation abzulenken.
Bis er antwortete, mussten fast zehn Minuten vergangen sein. Er war so leise, dass ich ihn kaum verstehen konnte: »Er. Hatte. Kein. Recht. Dazu.«, jedes einzelne Wort zornig betont, aber als er weiter sprach, war der Zorn in seiner Stimme wieder verflogen: »Nun ist es geschehen. So werde ich euch eure Frage beantworten. Bitte stellt sie«, er blickte mich wieder an. Ich atmete tief ein und fasste allen Mut zusammen: »Werde ich zu einem Vampir?«, ich hielt meinen Atem an. Ich konnte in seinem Gesicht keine Reaktion erkennen. Er saß da, regungslos wie eine Marmorstatue. Endlich antwortete er: »Es ist ein gewisser Prozess. Einen Teil habt ihr bereits abgeschlossen. Wenn ihr das wünscht, könntet ihr einer werden.«

Er nahm meine Hand und schaute mir, wie so oft, tief in die Augen, seine Pupillen weiteten sich und zogen sich wieder zusammen. Dann kamen Erinnerungen in mir auf, wie er mich gerettet und anschließend her gebracht hatte. Mir ein Zimmer gab, um mich zu erholen. Die Bilder, wie mich ein Mann angegriffen und meinen Ehemann getötet hatte, schossen mir durch den Kopf. Ich hielt mir den Kopf, ich war mir nicht sicher, ob ich mich richtig erinnerte. War das wirklich so passiert?
»Liebste? Fühlt ihr euch unwohl?«, ich fühlte mich eigentlich gut, aber mir drehte sich der Kopf, als hätte ich zu viel getrunken: »Ja, mir ist nur etwas schwindelig. Ich musste gerade daran denken, wie du mich gerettet hast und mir fiel ein, dass ich mich nie bei dir bedankt habe.«
Über Liams Gesicht breitete sich ein Lächeln aus: »Liebste, doch das habt ihr.«, er beugte sich zu mir rüber und gab mir einen Kuss, woraufhin ich errötete.
»Ich liebe es, wenn euch die Scham in euer wunderschönes Gesicht steigt.«, er stand auf und nahm meine Hand: »Ich hoffe, ihr habt keinen Hunger mehr, denn ich würde die Zeit lieber nutzen um euch die Gelegenheit zu geben euch erneut bei mir zu bedanken.«, ich musste kichern. Ich wusste was er meinte und nahm das Angebot gerne an.

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Mittwoch, 1. August 2012

Story: The Huntsmen - Megan - Dinner for One

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte, für eine Inhaltsübersicht schaut doch bitte hier: The Huntsmen

Mit Raoul an meiner Seite stieg ich die Treppe hinab, während er meine Hand hielt. Ich sah diesen Teil des Hauses nun zum zweiten Mal, die Größe des Hauses überwältigte mich. Am Ende der Stufen wartete Liam auf mich und lächelte mich an. Mir war bewusst, dass das Korsett meinen Busen hervor hob. Früher hätte ich mich unwohl gefühlt, aber heute genoss ich das Begehren in Liams Augen. Am Ende der Treppe übergab Raoul meine Hand an Liam, er verbeugte sich und zog sich anschließend zurück, so dass ich nun mit Liam alleine war. Er führte mich in den Speiseraum und es verschlug mir die Sprache. Der Mittelpunkt des Raums war ein pompöser Kristalllüster, mit Kerzen bestückt. Der Raum war gesäumt von Kerzenständern, die den Saal in ein romantisches Licht tauchten.

Liam führte mich weiter und benahm sich wie ein Gentleman. Am Tisch angekommen zog er den Stuhl für mich zurück und gab mir zu verstehen, mich zu setzen. Ich lächelte ihn an und nahm Platz. Bevor er selber Platz nahm, küsste er sachte meine Schulter und sog meinen Duft ein. Ein Kribbeln breitete sich in meiner Magengrube aus. Der Tisch war reichlich gedeckt. Von Früchten über Beilagen, wie Reis, Kartoffeln und Gemüse bis zu einem großen Truthahn. Dann bemerkte ich, dass lediglich für mich gedeckt war. Ich fragte Liam verwirrt: »Möchtest du nichts essen?«, er lächelte mich weiter an: »Nein Liebste, ich habe bereits gespeist. Aber bitte lasst euch dadurch nicht den Appetit nehmen. Gerne werde ich euch Gesellschaft leisten.«
Stets hatte er mir beim Essen nur zugesehen, also auch heute, Enttäuschung kam in mir auf.

Eine Frau betrat den Saal, gekleidet wie ein Hausmädchen und streng frisierten Haaren. Ich vermutete einen Dutt unter der Haube, die sie trug. Sie hatte eine Flasche Wein in der Hand, welche sie Liam brachte. Sie machte einen Knicks vor ihm und sagte: »Sire, der Wein den ihr gewünscht habt.«
Also lebten hier noch mehr Menschen? War sie ein Mensch? Ich musterte sie unauffällig und musste an das Gespräch mit Raoul denken. Liam muss es aufgefallen sein, denn er fragte mich: »Liebste, ist etwas nicht zu eurer Zufriedenheit?«, ich hatte Raoul versprochen nichts zu sagen, aber dennoch musste ich es wissen. Also beschloss ich es ihm zu erzählen: »Es ist wunderschön hier. Das Essen ist beeindruckend, aber ich habe jemandem versprochen, ihn nicht zu verraten. Bitte versichere mir, dass wenn ich dir meine Sorge erkläre, ihm kein Schaden droht.«, er zog eine Augenbraue in die Höhe und fragte: »Man sollte nur ein Versprechen abgeben, welches man auch halten kann. Was hat dir Raoul erzählt?«
Natürlich, außer mit ihm und Raoul hatte ich in den letzten zwei Wochen nicht gesprochen, sehr überlegt war die Einführung von mir nicht gewesen. Nun war ich jedoch umso entschlossener: »Ich hatte mich nicht wohl gefühlt und habe ihn dazu gedrängt, es tut mir leid.«
Liam war immer sehr unberechenbar, so dass ich nicht wusste, wie er reagieren würde. Mal war er impulsiv und zornig und im nächsten Moment rücksichtsvoll und beherrscht. Er beobachtete mich immer noch mit hochgezogener Braue: »Einverstanden, bitte erläutert mir eure Sorge.«
Erleichtert straffte ich meine Schultern und erzählte ihm von meinen Kopfschmerzen und dem Gespräch, welches ich mit Raoul geführt hatte: »Ich hoffte euch eine Frage stellen zu dürfen. Ich fühle mich so anders und vermute, dass irgendetwas mit mir passiert. Ich wünschte, du könntest mir das erklären.«
Er war ganz still und hatte seinen Blick von mir abgewendet, so dass ich seine Augen nicht sehen konnte. Ich nutze die Pause, um etwas zu essen und mich von der unangenehmen Situation abzulenken.
Bis er antwortete, mussten fast zehn Minuten vergangen sein. Er war so leise, dass ich ihn kaum verstehen konnte: »Er. Hatte. Kein. Recht. Dazu.«, jedes einzelne Wort zornig betont, aber als er weiter sprach, war der Zorn in seiner Stimme wieder verflogen: »Nun ist es geschehen. So werde ich euch eure Frage beantworten. Bitte stellt sie«, er blickte mich wieder an. Ich atmete tief ein und fasste allen Mut zusammen: »Werde ich zu einem Vampir?«, ich hielt meinen Atem an. Ich konnte in seinem Gesicht keine Reaktion erkennen. Er saß da, regungslos wie eine Marmorstatue. Endlich antwortete er: »Es ist ein gewisser Prozess. Einen Teil habt ihr bereits abgeschlossen. Wenn ihr das wünscht, könntet ihr einer werden.«

Er nahm meine Hand und schaute mir, wie so oft, tief in die Augen, seine Pupillen weiteten sich und zogen sich wieder zusammen. Dann kamen Erinnerungen in mir auf, wie er mich gerettet und anschließend her gebracht hatte. Mir ein Zimmer gab, um mich zu erholen. Die Bilder, wie mich ein Mann angegriffen und meinen Ehemann getötet hatte, schossen mir durch den Kopf. Ich hielt mir den Kopf, ich war mir nicht sicher, ob ich mich richtig erinnerte. War das wirklich so passiert?
»Liebste? Fühlt ihr euch unwohl?«, ich fühlte mich eigentlich gut, aber mir drehte sich der Kopf, als hätte ich zu viel getrunken: »Ja, mir ist nur etwas schwindelig. Ich musste gerade daran denken, wie du mich gerettet hast und mir fiel ein, dass ich mich nie bei dir bedankt habe.«
Über Liams Gesicht breitete sich ein Lächeln aus: »Liebste, doch das habt ihr.«, er beugte sich zu mir rüber und gab mir einen Kuss, woraufhin ich errötete.
»Ich liebe es, wenn euch die Scham in euer wunderschönes Gesicht steigt.«, er stand auf und nahm meine Hand: »Ich hoffe, ihr habt keinen Hunger mehr, denn ich würde die Zeit lieber nutzen um euch die Gelegenheit zu geben euch erneut bei mir zu bedanken.«, ich musste kichern. Ich wusste was er meinte und nahm das Angebot gerne an.

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