Donnerstag, 30. August 2012

Story: The Huntsmen - Raoul - Fragen & Antworten

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte, für eine Inhaltsübersicht schaut doch bitte hier: The Huntsmen

Wie konnte ich ihr die Situation erklären ohne das sie außer sich sein würde? Der Meister hatte noch so viel mit ihr vor. Eine Vampirin, die mit unseren Gebräuchen vertraut war, würde sich geehrt fühlen. Sie hatte noch kein Wissen über das Leben der Vampire und deren Gesellschaft. Wie einfach es wäre, wenn man den Meister einfach beseitigen würde, alle Probleme wären gelöst. Doch würden wir seinen Tod verschulden, wären wir Gejagte.

Er konnte für den Mord an ihrem Ehemann nicht zur Verantwortung gezogen werden, da er ihn plausibel hatte erklären können und ich habe als sein Zeuge mitgespielt. Wie hätte ich es nicht tun können? Wie hätte ich ungehorsam sein sollen? Er hätte mir eine harte Strafe zukommen lassen. Doch jetzt... vieles war anders. Megan war in mein Leben getreten. Sie würde noch verstehen müssen, was das bedeutete und ich war es der ihr helfen musste es zu verstehen.



Der Plan des Meister war sehr simpel. Doch hat er einige wichtige Aspekte in seinen Überlegungen einfach nicht bedacht. Einer der wichtigsten war wohl Megan selber. Sie war zwar nun eine Vampirin, aber zu dem war sie eine Mutter. Es würde wohl nicht mehr viel Zeit verstreichen bis das Unvermeidliche passierte. Sie riss mich aus meinen Gedanken zurück indem sie mich am Arm berührte “Nur um das einmal klar zu stellen. Verstehe ich das richtig? Ein König hält mich gegen meinen Willen fest und zwingt mich sein Kind auszutragen?“
„Grob betrachtet, kann man es so sagen, ja. Eine Vampirin unserer Gesellschaft würde dies allerdings als eine Ehre betrachten, den Nachkommen eines Raolet auszutragen.“
Nun erntete ich einen entrüsteten Blick. „Willst du damit sagen,dass ich diese Ehre, wie du sie nennst, nicht zu schätzen weiß, weil ich nicht in den Bräuchen eurer Gesellschaft unterrichtet bin?“
Ich wusste nicht was ich darauf antworten sollte, keine der Antworten die ich ihr hätte geben könne, hätte sie zufrieden gestellt.

„Ich möchte damit nicht sagen, dass ihr unrecht habt. Ich versuche euch nur unsere Gesellschaft zu erklären und näher zu bringen. Mit unserer Gesellschaft meine ich auch eure. Ihr scheint zu vergessen, wer ihr nun seid.“, sie schaute mich mit wütend funkelnden Augen an „Du meinst wohl WAS ich bin! Ich habe mir das nicht ausgesucht. DU scheinst zu vergessen, wer mich dazu gemacht hat und das alles was hier geschieht nicht in meinem Sinne ist. NICHTS von all dem! Wenn ich keine vorzeige Vampirin bin, dann ist das wohl Liams Schuld, er hat mich zu einer gemacht!“
Ich musterte sie für einen Moment und wusste nicht was ich darauf sagen konnte. Das was ihr angetan wurde war Unrecht, da hatte sie recht. Wie könnte ich dem widersprechen und dennoch musste ich es „Ich möchte mich für meine nun unsensiblen Worte entschuldigen, aber unter welchen Umständen ihr zu eine der unseren geworden seid ist unerheblich. Ihr seid wer oder was ihr nun mal seid und müsst euch dementsprechend unterordnen.“
Megan schnaubte auf „Wenn dir das so leicht fällt, ist das ja wunderbar. Als ich ein Mensch war habe ich mich schon nicht untergeordnet, da fange ich das als Vampir sicher nicht an.“

Dieses Gespräch führte zu nichts. Sie war so dickköpfig, wie es ein Weibsbild nur sein konnte.
„Nun gut. Eventuell sollten wir uns nun euren Fragen widmen?“ bat ich sie.
„Warum fühle ich mich zu Liam so hingezogen? Ich...Mein Kopf wehrt sich, aber mein Körper tut was er möchte.“, sie schaute mich aus verzweifelt blickenden Augen an.
Es versetze mir wiederholt ein Stich ins Herz, zu hören, dass der Meister mit ihr zusammen gewesen war. „Das liegt daran, dass er euer Erschaffer ist. Es wird stets eine tief reichende Bindung zwischen euch und dem Meister geben, bis ihr sterbt. Solltet ihr irgendwann sterben, wird er es merken. Ihr werdet, so sehr ihr ihn vielleicht hassen mögt, immer in seine Nähe sein wollen.“, ich musste schmunzeln, als ich mich das sagen hörte, da es mir vor Jahrzehnten ebenso ergangen war.

„Findest du das etwas witzig?“ fragte sie erneut aufgebracht. Ich schaute sie an und erwiderte „Glaubt mir, daran ist nun wirklich nichts belustigend.“, ich stand nun auf und nahm ihre Hand „Kommt wir gehen besser rein.“, sie erwiderte meinen Griff und ließ sich Richtung Haus führen. Auf dem Weg dorthin entschied ich mich dazu ihr zu sagen wie es weiter gehen würde „Der Meister wird nun öfter Geschäften nachgehen müssen. In dieser Zeit bin ich beauftragt euch mit unseren Sitten vertraut zu machen. Zu dem wird Darron anwesend sein um mich zu unterstützen.“, die junge Vampirin erstarrte neben mir, hatte sie wieder eine Vision von mir empfangen? Ich hatte doch aufgepasst, oder? „Geht es euch gut?“ fragte ich sie besorgt. „Ob es mir gut geht?“ giftete sie zurück. „Ich möchte das alles nicht! Verstehst du das nicht?“
Nun waren wir doch wieder bei dieser Diskussion angelangt. Sie stocherte weiter „Nun, wenn du mein Lehrer bist und mir alle meine Fragen beantworten sollst, dann sag mir folgendes...“ die nun folgende Frage, hatte ich nicht kommen sehen „Wo ist meine Tochter?“

1 Kommentar:

  1. Ja Raoul, jetzt fang mal an zu erklären, wo die Kleine ist. Und ich schätze mal, Du weißt es überhaupt nicht! Da wird eine Mutter zur Löwin, wenn das Kind weg ist... Ich rieche Ääääärger :D

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Donnerstag, 30. August 2012

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Wie konnte ich ihr die Situation erklären ohne das sie außer sich sein würde? Der Meister hatte noch so viel mit ihr vor. Eine Vampirin, die mit unseren Gebräuchen vertraut war, würde sich geehrt fühlen. Sie hatte noch kein Wissen über das Leben der Vampire und deren Gesellschaft. Wie einfach es wäre, wenn man den Meister einfach beseitigen würde, alle Probleme wären gelöst. Doch würden wir seinen Tod verschulden, wären wir Gejagte.

Er konnte für den Mord an ihrem Ehemann nicht zur Verantwortung gezogen werden, da er ihn plausibel hatte erklären können und ich habe als sein Zeuge mitgespielt. Wie hätte ich es nicht tun können? Wie hätte ich ungehorsam sein sollen? Er hätte mir eine harte Strafe zukommen lassen. Doch jetzt... vieles war anders. Megan war in mein Leben getreten. Sie würde noch verstehen müssen, was das bedeutete und ich war es der ihr helfen musste es zu verstehen.



Der Plan des Meister war sehr simpel. Doch hat er einige wichtige Aspekte in seinen Überlegungen einfach nicht bedacht. Einer der wichtigsten war wohl Megan selber. Sie war zwar nun eine Vampirin, aber zu dem war sie eine Mutter. Es würde wohl nicht mehr viel Zeit verstreichen bis das Unvermeidliche passierte. Sie riss mich aus meinen Gedanken zurück indem sie mich am Arm berührte “Nur um das einmal klar zu stellen. Verstehe ich das richtig? Ein König hält mich gegen meinen Willen fest und zwingt mich sein Kind auszutragen?“
„Grob betrachtet, kann man es so sagen, ja. Eine Vampirin unserer Gesellschaft würde dies allerdings als eine Ehre betrachten, den Nachkommen eines Raolet auszutragen.“
Nun erntete ich einen entrüsteten Blick. „Willst du damit sagen,dass ich diese Ehre, wie du sie nennst, nicht zu schätzen weiß, weil ich nicht in den Bräuchen eurer Gesellschaft unterrichtet bin?“
Ich wusste nicht was ich darauf antworten sollte, keine der Antworten die ich ihr hätte geben könne, hätte sie zufrieden gestellt.

„Ich möchte damit nicht sagen, dass ihr unrecht habt. Ich versuche euch nur unsere Gesellschaft zu erklären und näher zu bringen. Mit unserer Gesellschaft meine ich auch eure. Ihr scheint zu vergessen, wer ihr nun seid.“, sie schaute mich mit wütend funkelnden Augen an „Du meinst wohl WAS ich bin! Ich habe mir das nicht ausgesucht. DU scheinst zu vergessen, wer mich dazu gemacht hat und das alles was hier geschieht nicht in meinem Sinne ist. NICHTS von all dem! Wenn ich keine vorzeige Vampirin bin, dann ist das wohl Liams Schuld, er hat mich zu einer gemacht!“
Ich musterte sie für einen Moment und wusste nicht was ich darauf sagen konnte. Das was ihr angetan wurde war Unrecht, da hatte sie recht. Wie könnte ich dem widersprechen und dennoch musste ich es „Ich möchte mich für meine nun unsensiblen Worte entschuldigen, aber unter welchen Umständen ihr zu eine der unseren geworden seid ist unerheblich. Ihr seid wer oder was ihr nun mal seid und müsst euch dementsprechend unterordnen.“
Megan schnaubte auf „Wenn dir das so leicht fällt, ist das ja wunderbar. Als ich ein Mensch war habe ich mich schon nicht untergeordnet, da fange ich das als Vampir sicher nicht an.“

Dieses Gespräch führte zu nichts. Sie war so dickköpfig, wie es ein Weibsbild nur sein konnte.
„Nun gut. Eventuell sollten wir uns nun euren Fragen widmen?“ bat ich sie.
„Warum fühle ich mich zu Liam so hingezogen? Ich...Mein Kopf wehrt sich, aber mein Körper tut was er möchte.“, sie schaute mich aus verzweifelt blickenden Augen an.
Es versetze mir wiederholt ein Stich ins Herz, zu hören, dass der Meister mit ihr zusammen gewesen war. „Das liegt daran, dass er euer Erschaffer ist. Es wird stets eine tief reichende Bindung zwischen euch und dem Meister geben, bis ihr sterbt. Solltet ihr irgendwann sterben, wird er es merken. Ihr werdet, so sehr ihr ihn vielleicht hassen mögt, immer in seine Nähe sein wollen.“, ich musste schmunzeln, als ich mich das sagen hörte, da es mir vor Jahrzehnten ebenso ergangen war.

„Findest du das etwas witzig?“ fragte sie erneut aufgebracht. Ich schaute sie an und erwiderte „Glaubt mir, daran ist nun wirklich nichts belustigend.“, ich stand nun auf und nahm ihre Hand „Kommt wir gehen besser rein.“, sie erwiderte meinen Griff und ließ sich Richtung Haus führen. Auf dem Weg dorthin entschied ich mich dazu ihr zu sagen wie es weiter gehen würde „Der Meister wird nun öfter Geschäften nachgehen müssen. In dieser Zeit bin ich beauftragt euch mit unseren Sitten vertraut zu machen. Zu dem wird Darron anwesend sein um mich zu unterstützen.“, die junge Vampirin erstarrte neben mir, hatte sie wieder eine Vision von mir empfangen? Ich hatte doch aufgepasst, oder? „Geht es euch gut?“ fragte ich sie besorgt. „Ob es mir gut geht?“ giftete sie zurück. „Ich möchte das alles nicht! Verstehst du das nicht?“
Nun waren wir doch wieder bei dieser Diskussion angelangt. Sie stocherte weiter „Nun, wenn du mein Lehrer bist und mir alle meine Fragen beantworten sollst, dann sag mir folgendes...“ die nun folgende Frage, hatte ich nicht kommen sehen „Wo ist meine Tochter?“

1 Kommentar:

  1. Ja Raoul, jetzt fang mal an zu erklären, wo die Kleine ist. Und ich schätze mal, Du weißt es überhaupt nicht! Da wird eine Mutter zur Löwin, wenn das Kind weg ist... Ich rieche Ääääärger :D

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