Freitag, 21. September 2012

Story: The Village - Die offene Tür

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Village

Carrie hörte Officer Fenix reden, doch hörte sie ihm nur halbherzig zu. „Wie ist ihr Name?“, riss er sie aus ihren Gedanken. „Evans, ich heiße Carrie Evans.“ erwiderte sie. Noch immer hatte sie die Bilder des aufgeknüpften Mr. Clarks vor Augen. Der Officer musterte Carrie erneut. Rauschend meldete sich sein Funkgerät: „Gerry hier, Officer Fenix?“ Er betätigte den Knopf am Funkgerät an seiner Uniform. „Ja was gibt’s denn?“, fragte er. „Der Gerichtsmediziner wird in fünf Minuten bei den Clarks sein, geht es Mrs. Clark gut?“ „Mrs. Clark,“ quiekte Carrie und stand abrupt auf. Schnell hatte sie ihr Zimmer verlassen und rannte orientierungslos durch den Korridor des Gasthauses.

Officer Fenix kam ihr nach, doch konnte er sie nicht davon abhalten an jedem Türknauf zu rütteln, an dem sie vorbeikam und ließ sie alleine feststellen, dass die Türen verschlossen waren. „Diese scheiß Türen müssen doch offen sein,“ fluchte sie und trat gegen die einzige Tür, an der keine Bronzenummer angebracht war. Knarrend schwang die Tür auf. Misstrauisch betrat Carrie den Raum und erkannte in der tiefen Dunkelheit nur Schemen, der Officer folgte ihr mit geringem Abstand. „Haben sie eine Taschenlampe?“, fragte sie ihn, erst jetzt merkte sie wie viel Angst sie hatte, denn ihre Stimme zitterte. Ohne ein Wort schaltete er sie ein und durchleuchtete den Raum schnell, sie sah einen Haufen Wäsche in der Ecke liegen, ein aufgewühltes Bett, ansonsten herrschte Ordnung. „Hier scheint alles in Ordnung zu sein,“ sagte er mürrisch. „Nein, sie müssen langsamer alles absuchen. Sie sind der verdammte Bulle, machen sie ihren scheiß Job doch ordentlich,“ motzte sie ihn an.

Er verdrehte genervt die Augen, doch sah Carrie es nicht. Noch einmal langsamer leuchtete er den Raum ab. Der Lichtkegel fiel erneut auf den Wäschehaufen in der Ecke und ihre Augen weiteten sich. Es war keine Wäsche die dort am Boden lag. „Oh mein Gott,“ sagte sie schockiert und trotzdem ging sie näher. Fenix folgte ihr, doch er war gefasst. Er musste schon einiges erlebt haben als Polizist. Zitternd ging Carrie neben dem Wäschehaufen in die Hocke. Eine Lache Blut quoll daraus hervor und nun war es deutlich zu erkennen, dass Mrs. Clark dort am Boden lag, sie war tot. Die blonden Haare der Gastwirtin waren voller Blut und auch ihre Augen fehlten, der Mund war weit aufgerissen und Carrie erkannte, dass all ihre Zähne abgebrochen waren. Dabei hatte Mrs. Clark einwandfreie Zähne gehabt, sie erinnerte sich an die vielen Male die Mrs. Clark sie angelächelt hatte. Ihre Knochen schienen zertrümmert worden zu sein, denn so wie ihre Glieder abgespreizt waren und ihr Oberkörper eingedrückt war, konnte es nur das sein. „Sie sollten sich das nicht ansehen,“ sagte Officer Fenix hart und zog sie vom Leichnam Mrs. Clarks weg.

Er zog sie bis auf den Korridor und leuchtete ihr ins Gesicht, mit verengten Augen wandte sie den Blick ab. „Mrs. Clark wurde ermordet,“ presste sie hervor, er erkannte wie blass sie geworden war. „Ist ihnen übel?“, fragte er fürsorglich. Carrie konnte nicht mehr antworten, sie erbrach sich auf seine Schuhe. „In Ordnung ihnen ist übel und sie haben gerade meine Schuhe ruiniert,“ bemerkte er trocken. „Tut mir leid,“ erwiderte sie würgend und erbrach sich noch einmal. „Nun auch noch meine Uniform. Hatten sie Hackbraten?“, fragte er. „Mhm,“ gab sie zurück, als sie den gesamten Inhalt ihres Magens auf seine Schuhe und Hosenbeine gespuckt hatte. Officer Fenix reichte ihr ein Taschentuch und Carrie wischte sich den Mund ab. „Danke,“ sagte sie und reichte ihm das Taschentuch. „Schon okay, behalten sie es,“ erwiderte er. Bevor er noch etwas sagen konnte rauschte sein Funkgerät wieder. „Officer Fenix wo sind sie? Der Gerichtsmediziner und ich stehen im Erdgeschoss,“ hörten sie die Stimme Gerrys. „Wir kommen runter, übrigens haben wir Mrs. Clark gefunden, sie ist ebenfalls tot,“ antwortete der Officer. Fenix ergriff Carries Arm und drängte sie zu ihrem Zimmer. „Sie werden heute Nacht nicht hier bleiben, packen sie ihr Zeug zusammen und dann bringe ich sie auf die Wache,“ wies er sie an.

Sie nickte und packte ihre Sachen zusammen, während er in der Tür stand und mit der Taschenlampe ihr Schlafzimmer erleuchtete. Achtlos hatte sie ihr Zeug in den Trolley geworfen und es rächte sich nun, denn sie bekam ihn nicht zu. Murrend kam Fenix ihr zur Hilfe. „Sie setzen sich drauf, ich schließe die Reißverschlüsse,“ sagte er und Carrie setzte sich drauf. Mit einem kräftigen Ruck hatte er den Trolley geschlossen. „Haben sie alles Mrs. Matthews?“ „Miss Matthews und ja, ich brauche bloß noch meine Handtasche,“ erwiderte sie und stand auf. Sie griff ihre Handtasche, warf ihr Handy und die anderen Kleinigkeiten hinein. „Können wir?“, fragte der Officer und hielt ihren Koffer fest. „Ja, wir können.“ „Na gut, dann folgen sie mir Miss Matthews,“ bestimmte er. Gemeinsam verließen sie das Schlafzimmer und machten sich auf den Weg nach unten, wo Gerry und der Gerichtsmediziner sie bereits erwarteten.


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Freitag, 21. September 2012

Story: The Village - Die offene Tür

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Carrie hörte Officer Fenix reden, doch hörte sie ihm nur halbherzig zu. „Wie ist ihr Name?“, riss er sie aus ihren Gedanken. „Evans, ich heiße Carrie Evans.“ erwiderte sie. Noch immer hatte sie die Bilder des aufgeknüpften Mr. Clarks vor Augen. Der Officer musterte Carrie erneut. Rauschend meldete sich sein Funkgerät: „Gerry hier, Officer Fenix?“ Er betätigte den Knopf am Funkgerät an seiner Uniform. „Ja was gibt’s denn?“, fragte er. „Der Gerichtsmediziner wird in fünf Minuten bei den Clarks sein, geht es Mrs. Clark gut?“ „Mrs. Clark,“ quiekte Carrie und stand abrupt auf. Schnell hatte sie ihr Zimmer verlassen und rannte orientierungslos durch den Korridor des Gasthauses.

Officer Fenix kam ihr nach, doch konnte er sie nicht davon abhalten an jedem Türknauf zu rütteln, an dem sie vorbeikam und ließ sie alleine feststellen, dass die Türen verschlossen waren. „Diese scheiß Türen müssen doch offen sein,“ fluchte sie und trat gegen die einzige Tür, an der keine Bronzenummer angebracht war. Knarrend schwang die Tür auf. Misstrauisch betrat Carrie den Raum und erkannte in der tiefen Dunkelheit nur Schemen, der Officer folgte ihr mit geringem Abstand. „Haben sie eine Taschenlampe?“, fragte sie ihn, erst jetzt merkte sie wie viel Angst sie hatte, denn ihre Stimme zitterte. Ohne ein Wort schaltete er sie ein und durchleuchtete den Raum schnell, sie sah einen Haufen Wäsche in der Ecke liegen, ein aufgewühltes Bett, ansonsten herrschte Ordnung. „Hier scheint alles in Ordnung zu sein,“ sagte er mürrisch. „Nein, sie müssen langsamer alles absuchen. Sie sind der verdammte Bulle, machen sie ihren scheiß Job doch ordentlich,“ motzte sie ihn an.

Er verdrehte genervt die Augen, doch sah Carrie es nicht. Noch einmal langsamer leuchtete er den Raum ab. Der Lichtkegel fiel erneut auf den Wäschehaufen in der Ecke und ihre Augen weiteten sich. Es war keine Wäsche die dort am Boden lag. „Oh mein Gott,“ sagte sie schockiert und trotzdem ging sie näher. Fenix folgte ihr, doch er war gefasst. Er musste schon einiges erlebt haben als Polizist. Zitternd ging Carrie neben dem Wäschehaufen in die Hocke. Eine Lache Blut quoll daraus hervor und nun war es deutlich zu erkennen, dass Mrs. Clark dort am Boden lag, sie war tot. Die blonden Haare der Gastwirtin waren voller Blut und auch ihre Augen fehlten, der Mund war weit aufgerissen und Carrie erkannte, dass all ihre Zähne abgebrochen waren. Dabei hatte Mrs. Clark einwandfreie Zähne gehabt, sie erinnerte sich an die vielen Male die Mrs. Clark sie angelächelt hatte. Ihre Knochen schienen zertrümmert worden zu sein, denn so wie ihre Glieder abgespreizt waren und ihr Oberkörper eingedrückt war, konnte es nur das sein. „Sie sollten sich das nicht ansehen,“ sagte Officer Fenix hart und zog sie vom Leichnam Mrs. Clarks weg.

Er zog sie bis auf den Korridor und leuchtete ihr ins Gesicht, mit verengten Augen wandte sie den Blick ab. „Mrs. Clark wurde ermordet,“ presste sie hervor, er erkannte wie blass sie geworden war. „Ist ihnen übel?“, fragte er fürsorglich. Carrie konnte nicht mehr antworten, sie erbrach sich auf seine Schuhe. „In Ordnung ihnen ist übel und sie haben gerade meine Schuhe ruiniert,“ bemerkte er trocken. „Tut mir leid,“ erwiderte sie würgend und erbrach sich noch einmal. „Nun auch noch meine Uniform. Hatten sie Hackbraten?“, fragte er. „Mhm,“ gab sie zurück, als sie den gesamten Inhalt ihres Magens auf seine Schuhe und Hosenbeine gespuckt hatte. Officer Fenix reichte ihr ein Taschentuch und Carrie wischte sich den Mund ab. „Danke,“ sagte sie und reichte ihm das Taschentuch. „Schon okay, behalten sie es,“ erwiderte er. Bevor er noch etwas sagen konnte rauschte sein Funkgerät wieder. „Officer Fenix wo sind sie? Der Gerichtsmediziner und ich stehen im Erdgeschoss,“ hörten sie die Stimme Gerrys. „Wir kommen runter, übrigens haben wir Mrs. Clark gefunden, sie ist ebenfalls tot,“ antwortete der Officer. Fenix ergriff Carries Arm und drängte sie zu ihrem Zimmer. „Sie werden heute Nacht nicht hier bleiben, packen sie ihr Zeug zusammen und dann bringe ich sie auf die Wache,“ wies er sie an.

Sie nickte und packte ihre Sachen zusammen, während er in der Tür stand und mit der Taschenlampe ihr Schlafzimmer erleuchtete. Achtlos hatte sie ihr Zeug in den Trolley geworfen und es rächte sich nun, denn sie bekam ihn nicht zu. Murrend kam Fenix ihr zur Hilfe. „Sie setzen sich drauf, ich schließe die Reißverschlüsse,“ sagte er und Carrie setzte sich drauf. Mit einem kräftigen Ruck hatte er den Trolley geschlossen. „Haben sie alles Mrs. Matthews?“ „Miss Matthews und ja, ich brauche bloß noch meine Handtasche,“ erwiderte sie und stand auf. Sie griff ihre Handtasche, warf ihr Handy und die anderen Kleinigkeiten hinein. „Können wir?“, fragte der Officer und hielt ihren Koffer fest. „Ja, wir können.“ „Na gut, dann folgen sie mir Miss Matthews,“ bestimmte er. Gemeinsam verließen sie das Schlafzimmer und machten sich auf den Weg nach unten, wo Gerry und der Gerichtsmediziner sie bereits erwarteten.


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