Freitag, 23. November 2012

Story: The Village - Gescheitert

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Village

Carrie wandte sich um und sah direkt in das faltige Gesicht von Clayton Reynolds. Seine dunklen Augen taxierten sie und sie begann sich unwohl zu fühlen. „Warum haben Sie mich hergebracht?“, fragte sie. „Weil Sie in Gefahr waren, Miss Evans,“ erwiderte Clayton. Er kam weiter in den Raum und nahm an seinem Schreibtisch Platz. „Sie verarschen mich doch. Der Deputy wollte mir helfen,“ meinte sie fest. Clayton schüttelte den Kopf und lachte verächtlich. „Hören Sie Miss Evans, ich lebe schon lange in diesem Dorf und weiß was sich hier abspielt. Wenn Sie es nicht glauben, dann gehen Sie doch einfach zurück und lassen sich von den Otgiruru zerfleischen,“ gab er zurück.


Perplex sah Carrie ihn an und hob eine Augenbraue. „Was bitte sind Otgiruru?“, fragte sie. „Das sind die Hunde, die dort draußen ihr Unwesen treiben. Dämonen,“ antwortete er. Die junge Frau lachte und kam sich verarscht vor. „Haben Sie vielleicht zu viel getrunken heute Abend oder einfach zu viel Phantasie?“, fragte sie ihn. Clayton erhob sich und sah sie vernichtend an. „Ich sage die Wahrheit und wenn Sie es nicht glauben, dann gehen Sie. Ich werde nicht noch einmal so nett sein und Ihnen helfen,“ antwortete er und deutete auf einen der Wandteppiche, die Carrie noch nicht unter die Lupe genommen hatte.

Sie näherte sich seinem Schreibtisch und sah sich erneut die Zeichnungen an. „Ich habe Angst. Officer Fenix ist durchgedreht und wenn Deputy Gerry zu ihm gehört, dann bleibe ich lieber hier,“ sagte sie im entschuldigenden Ton. Der Gerichtsmediziner schnaubte: „Schön, dann bleiben Sie.“ Carrie ließ sich von ihm die Zeichnungen erklären und verraten, was sich in diesem Dorf wirklich abspielte mit jungen Frauen, die zufällig herkamen. Über das Gespräch wurde sie immer blasser und ihr wurde übel. Es war wirklich furchtbar, was Clayton ihr erzählte. Doch als sie sich Stunden später dieses Gespräch durch den Kopf gehen ließ, tat sie es als Spinnerei ab, denn es gab keine Dämonen oder sowas ähnliches.
Später am Abend kam Clayton mit einem Abendessen zurück und richtete es für Carrie am Schreibtisch an. Während sie aß, konzentrierte er sich weiter auf seine dämonischen Unterlagen. „Ich werde Ihnen mein Auto geben und dann fahren Sie schnell wie der Teufel in die nächste Stadt. In meinem Wagen befindet sich ein Navi den sie benutzen können,“ erklärte er. Carrie nickte: „Wann bringen Sie mich zu Ihrem Wagen?“ „Wenn sie fertig sind mit dem Essen, aber wir müssen uns beeilen. Gleich wird es dunkel und dann kommen die Otgiruru aus ihren Verstecken,“ erklärte er. Abermals nickte die junge Frau. Sie legte die Gabel beiseite und erhob sich. „Ich habe nichts zum anziehen,“ sagte sie und Clayton warf ihr einen Beutel zu. „Das sind Sachen meiner Tochter. Vielleicht passen sie ja,“ erwiderte er abwesend. Carrie sah hinein und war dankbar, die Größe war dieselbe wie ihre und bis auf einen BH war alles dabei.

Schnell zog sie sich an und sah an sich hinab. „Ich habe keine Schuhe,“ bemerkte sie noch. Clayton sah auf. „Schuhe habe ich leider keine, aber sie können auch auf Strümpfen laufen,“ meinte er. Der Gerichtsmediziner erhob sich und kam zu ihr. Er legte seine Hand um ihren Oberarm und zog sie aus dem Keller heraus. Im Erdgeschoss sah sie sich um, es schien Claytons Haus zu sein, aber sie schwieg. Der Gerichtsmediziner zog sie in die Küche und von dort zu einer Tür. „Führen Sie mich in die Garage?“, fragte sie. „Ja,“ antwortete er knapp und öffnete die Tür. Er betätigte den Lichtschalter und die Neonröhren flackerten. Carrie musste die Augen verengen, um nicht von dem grellen Licht geblendet zu werden, als sie schließlich leuchteten. Clayton zog sie zu einem roten Truck und schloss ihn auf. „Steigen Sie ein und fahren Sie los, sobald ich das Tor geöffnet habe,“ wies er sie an. Sie tat sofort, was er ihr gesagt hatte und stieg in den Wagen. Carrie schnallte sich an und steckte den Schlüssel ins Zündschloss. Der alte Mann nickte ihr zu und ging ans Tor, er betätigte einen weiteren Schalter und das Tor hob sich. Doch waren sie nicht allein in der Garage, der Deputy näherte sich Clayton und hatte ein Messer gezogen. Carrie schrie, er möge sich umdrehen, als sie endlich wieder klar denken konnte und der Gerichtsmediziner folgte. Das Tor war halb offen. Der alte Mann wehrte den Deputy ab, sie prügelten sich regelrecht und die junge Frau war verängstigt. Sie startete einfach den Motor und wollte losfahren, doch starrte sie gebannt auf die Männer. Ein Aufschrei und Deputy Gerry hatte Clayton das Messer in die Brust gejagt.

Carrie schrie und trat aufs Gas. Der Truck brach durch das halb offene Garagentor und raste in die Nacht. Die Otgiruru stellten sich ihr in den Weg, doch sie trat weiter aufs Gas. Sie überfuhr zwei von ihnen und die restlichen Hunde verfolgten den Wagen. Die junge Frau sah es im Rückspiegel und trat fester aufs Gaspedal. Als sie wieder auf die Straße sah, stand er dort. Officer Fenix. Sie wollte ihn überfahren, doch irgendwas ließ sie den Wagen umlenken. Mit bestimmt 100 km/h fuhr sie gegen einen Baum, dem sie nicht mehr ausweichen konnte. Der Aufschlag ihres Kopfes auf das Lenkrad schickte sie wieder in die unendliche Schwärze einer Ohnmacht.

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Freitag, 23. November 2012

Story: The Village - Gescheitert

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Village

Carrie wandte sich um und sah direkt in das faltige Gesicht von Clayton Reynolds. Seine dunklen Augen taxierten sie und sie begann sich unwohl zu fühlen. „Warum haben Sie mich hergebracht?“, fragte sie. „Weil Sie in Gefahr waren, Miss Evans,“ erwiderte Clayton. Er kam weiter in den Raum und nahm an seinem Schreibtisch Platz. „Sie verarschen mich doch. Der Deputy wollte mir helfen,“ meinte sie fest. Clayton schüttelte den Kopf und lachte verächtlich. „Hören Sie Miss Evans, ich lebe schon lange in diesem Dorf und weiß was sich hier abspielt. Wenn Sie es nicht glauben, dann gehen Sie doch einfach zurück und lassen sich von den Otgiruru zerfleischen,“ gab er zurück.


Perplex sah Carrie ihn an und hob eine Augenbraue. „Was bitte sind Otgiruru?“, fragte sie. „Das sind die Hunde, die dort draußen ihr Unwesen treiben. Dämonen,“ antwortete er. Die junge Frau lachte und kam sich verarscht vor. „Haben Sie vielleicht zu viel getrunken heute Abend oder einfach zu viel Phantasie?“, fragte sie ihn. Clayton erhob sich und sah sie vernichtend an. „Ich sage die Wahrheit und wenn Sie es nicht glauben, dann gehen Sie. Ich werde nicht noch einmal so nett sein und Ihnen helfen,“ antwortete er und deutete auf einen der Wandteppiche, die Carrie noch nicht unter die Lupe genommen hatte.

Sie näherte sich seinem Schreibtisch und sah sich erneut die Zeichnungen an. „Ich habe Angst. Officer Fenix ist durchgedreht und wenn Deputy Gerry zu ihm gehört, dann bleibe ich lieber hier,“ sagte sie im entschuldigenden Ton. Der Gerichtsmediziner schnaubte: „Schön, dann bleiben Sie.“ Carrie ließ sich von ihm die Zeichnungen erklären und verraten, was sich in diesem Dorf wirklich abspielte mit jungen Frauen, die zufällig herkamen. Über das Gespräch wurde sie immer blasser und ihr wurde übel. Es war wirklich furchtbar, was Clayton ihr erzählte. Doch als sie sich Stunden später dieses Gespräch durch den Kopf gehen ließ, tat sie es als Spinnerei ab, denn es gab keine Dämonen oder sowas ähnliches.
Später am Abend kam Clayton mit einem Abendessen zurück und richtete es für Carrie am Schreibtisch an. Während sie aß, konzentrierte er sich weiter auf seine dämonischen Unterlagen. „Ich werde Ihnen mein Auto geben und dann fahren Sie schnell wie der Teufel in die nächste Stadt. In meinem Wagen befindet sich ein Navi den sie benutzen können,“ erklärte er. Carrie nickte: „Wann bringen Sie mich zu Ihrem Wagen?“ „Wenn sie fertig sind mit dem Essen, aber wir müssen uns beeilen. Gleich wird es dunkel und dann kommen die Otgiruru aus ihren Verstecken,“ erklärte er. Abermals nickte die junge Frau. Sie legte die Gabel beiseite und erhob sich. „Ich habe nichts zum anziehen,“ sagte sie und Clayton warf ihr einen Beutel zu. „Das sind Sachen meiner Tochter. Vielleicht passen sie ja,“ erwiderte er abwesend. Carrie sah hinein und war dankbar, die Größe war dieselbe wie ihre und bis auf einen BH war alles dabei.

Schnell zog sie sich an und sah an sich hinab. „Ich habe keine Schuhe,“ bemerkte sie noch. Clayton sah auf. „Schuhe habe ich leider keine, aber sie können auch auf Strümpfen laufen,“ meinte er. Der Gerichtsmediziner erhob sich und kam zu ihr. Er legte seine Hand um ihren Oberarm und zog sie aus dem Keller heraus. Im Erdgeschoss sah sie sich um, es schien Claytons Haus zu sein, aber sie schwieg. Der Gerichtsmediziner zog sie in die Küche und von dort zu einer Tür. „Führen Sie mich in die Garage?“, fragte sie. „Ja,“ antwortete er knapp und öffnete die Tür. Er betätigte den Lichtschalter und die Neonröhren flackerten. Carrie musste die Augen verengen, um nicht von dem grellen Licht geblendet zu werden, als sie schließlich leuchteten. Clayton zog sie zu einem roten Truck und schloss ihn auf. „Steigen Sie ein und fahren Sie los, sobald ich das Tor geöffnet habe,“ wies er sie an. Sie tat sofort, was er ihr gesagt hatte und stieg in den Wagen. Carrie schnallte sich an und steckte den Schlüssel ins Zündschloss. Der alte Mann nickte ihr zu und ging ans Tor, er betätigte einen weiteren Schalter und das Tor hob sich. Doch waren sie nicht allein in der Garage, der Deputy näherte sich Clayton und hatte ein Messer gezogen. Carrie schrie, er möge sich umdrehen, als sie endlich wieder klar denken konnte und der Gerichtsmediziner folgte. Das Tor war halb offen. Der alte Mann wehrte den Deputy ab, sie prügelten sich regelrecht und die junge Frau war verängstigt. Sie startete einfach den Motor und wollte losfahren, doch starrte sie gebannt auf die Männer. Ein Aufschrei und Deputy Gerry hatte Clayton das Messer in die Brust gejagt.

Carrie schrie und trat aufs Gas. Der Truck brach durch das halb offene Garagentor und raste in die Nacht. Die Otgiruru stellten sich ihr in den Weg, doch sie trat weiter aufs Gas. Sie überfuhr zwei von ihnen und die restlichen Hunde verfolgten den Wagen. Die junge Frau sah es im Rückspiegel und trat fester aufs Gaspedal. Als sie wieder auf die Straße sah, stand er dort. Officer Fenix. Sie wollte ihn überfahren, doch irgendwas ließ sie den Wagen umlenken. Mit bestimmt 100 km/h fuhr sie gegen einen Baum, dem sie nicht mehr ausweichen konnte. Der Aufschlag ihres Kopfes auf das Lenkrad schickte sie wieder in die unendliche Schwärze einer Ohnmacht.

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