Sonntag, 9. Dezember 2012

Story: Blutmond - In Gefahr

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: Blutmond

Ich lief eilig an Christopher vorbei der mir fragend hinter her schaute: „Was hat dich denn gebissen? Du siehst aus als hättest du einen Geist gesehen.“, ich ließ ihn stehen, ohne ihm zu antworten. Als ich meine Zimmertür hinter mir schloss, ließ ich mich, mit dem Rücken an die Tür gelehnt, auf den Boden sinken. Mein Herz pochte vor Aufregung, ich musste mich erstmal wieder beruhigen. Was war bloß los mit mir? Ich war gerade vor dem besten Freund meines Stiefbruders regelrecht geflohen, weil er kalte Hände hatte, aber eiskalte Hände. Es war nicht sonderlich kalt draußen, nein im Gegenteil. Seine Augen waren so anders als eben noch während der Fahrt, sie jagten mir Angst ein. Ein Klopfen an der Tür riss mich aus meinen Gedanken: „Ja?“ es war Christopher der sich besorgt anhörte: „Was ist denn los? Hat Rob was angestellt, als ihr alleine wart?“ Ich wusste nicht was ich darauf antworten sollte. Getan hatte er nichts, aber trotzdem jagte er mir Angst ein. Ich hörte wieder seine Stimme: „Sam? Sag doch was.“


Wie sollte ich ihm mein Verhalten erklären? Es war einfach alles zu viel für mich, die Veränderungen und neuen Eindrücke überforderten mich enorm. Also entschied ich mich für diese Taktik: "Kann man hier niemals mal seine Ruhe haben?" giftete ich ihn an. Er schnaubte und lachte kurz auf, anschließend hörte ich wie er sich von der Tür entfernte, worauf hin ich erleichtert ausatmete. Als nächstes legte ich meine Schulsachen bei Seite und nahm eine Dusche. Ich hoffte, dass die Welt danach etwas klarer für mich sein würde, dem war aber leider nicht so. Sollte ich nach dem Vorfall den ganzen Tag auf dem Zimmer hocken? Das würde wohl sehr unreif wirken. Ich dachte noch darüber nach, als es wieder an der Tür klopfe. Ich zuckte im ersten Moment zusammen, fragte dann aber nach wer dort war "Ja bitte?", eine weibliche Stimme mit italienischem Akzent antwortete mir "Signorina Sam?", es war Elena. Ich ging zur Tür und öffnete sie "Elena.", lächelte ich sie an "Was gibt es denn?", sie schaute den Gang runter, als hätte sie Angst, dass sie vielleicht jemand sehen könnte, was mich stutzig machte. "Elena?" fragte ich nochmal nach.

Ihr Blick schoss zu mir und in ihren Augen lag so was wie Angst. "Signorina Sam. Sie sind hier nicht sicher.", ich glaubte, dass mein Herz einen Moment ausgesetzt sein musste, in mir breitete sich ein mulmiges Gefühl aus. Ich hackte nach "Was meinen sie mit "nicht sicher"?", ihr Blick wanderte zwischen mir und dem Flur hin und her. "Ich meine, dass sie in Gefahr sind.", sie spielte nervös mit ihren Händen, während sie das sagte. Offenbar hatte sie Angst bei mir gesehen zu werden "Warum sollte ich denn in Gefahr sein?", sie konnte schlecht erwarten, dass ich ihre Aussage, ohne eine Erklärung, einfach hin nehmen würde. Sie setzte erneut zum sprechen an, aber hörte ich wie jemand die Treppe hoch kam. Elena betrachtete mich traurig und voller Angst "Hier, nehmen sie das.", sie drückte mir einen kleinen Beutel aus Leinen in die Hand und eilte den Flur in die andere Richtung herunter. Aus Richtung Treppe kam Chris hoch und blieb kurz am Pfosten des Geländers stehen. Instinktiv versteckte ich den Beutel hinter meinem Rücken, offenbar wollte Elena nicht, dass er ihn sieht. Er nickte mir grinsend zu, so dass ich seine weißen Zähne sehen konnte und neckte mich "Die Prinzessin verlässt ihr Zimmer also wieder?".

Krampfhaft hielt ich das Beutelchen hinter meinem Rücken fest und hoffte, dass er es nicht bemerken würde. Gelassen kam er den Flur hoch geschlendert, blieb dann aber wie angewurzelt stehen. Er sah plötzlich sauer aus und fragte "Was riecht hier so?", ich schaute ihn verdutzt an. Ich roch nichts und verstand nicht was er meinte "Ich rieche nichts.", Ich schob den Beutel in meine Gesäßtasche und verschränkte die Arme vor der Brust. Er kam näher an mich heran und atmete tief ein, als würde er mich beschnuppern. Nun reichte es aber "Was soll das denn? Ich bin es sicher nicht, da ich gerade unter der Dusche war!", angesäuert von seinem Verhalten schob ich ihn mit beiden Händen von mir weg. Erst jetzt schien er zu begreifen, wie er sich verhalten hatte "Interessantes Duschgel was du bentutz.", eine seiner Augenbrauen war in die Höhe gezogen, womit er seine Skepsis offen zeigte. Die Situation wurde immer absurder "Was genau soll das hier eigentlich werden, Chris?", fragte ich ihn gerade heraus. Auf die Frage schmunzelte er amüsiert, weshalb ich spitz fragte "Und was ist daran so witzig?", ich baute mich vor ihm auf und hielt ihm meinen Zeigefinger ins Gesicht.

Aber er wechselte abrupt das Thema "Willst du mit uns einen Film schauen?", und lehnte sich gelassen gegen die Wand neben meiner Tür. Ich hatte die Vermutung, dass er damit seine eben noch demonstrierte Anspannung überspielen wollte. "Äh...nein danke, gerade nicht. Ich habe noch Hausaufgaben auf.", lehnte ich sein Angebot verwirrt ab, in der Hoffnung, dass er bald abziehen würde. Er nickte, aber durchbohrte mich mit seinen dunklen Augen. So standen wir auf dem Flur ohne weiter miteinander zu reden. Langsam wurde das Schweigen unangenehm, weshalb ich nachfragte "Sonst noch was?", er durchbohrte mich weiter mit seinen leeren Augen, während er wie in eine Salzsäule erstarrt an der Wand lehnte. Irgend was stimmte hier ganz und gar nicht, erst das kryptische Gerede von Elena und nun das Verhalten von Chris. Ich stubste ihn mit meinem Zeigenfinger gegen die Brust "Hallo? Wer zu Hause?", er schüttelte den Kopf und sein Blick wurde wieder klarer. "Ich bin dann mal unten. Falls du doch Lust hast, weisst du ja wo du uns findest.", mit einem etwas verpeilten Gesichtsausdruck machte er sich endlich auf den Weg nach unten. Immernoch verwirrt blickte ich ihm hinterher, verschwand aber dann in mein Zimmer. Ich holte den Beutel, den Elena mir gegeben hatte, aus meiner Gesäßtasche hervor um ihn genauer zu betrachten.

Es war ein beiger Leinenbeutel, außen waren, mit einem schwarzen Faden, Symbole darauf gestickt. Ich hielt in mir an die Nase und konnte einen feinen, blumigen Geruch feststellen. War es das was Chris gerochen hatte? Ich konnte es mir kaum vorstellen, denn damit ich diesen Duft wahr nehmen konnt, musste ich mir den Beutel direkt an die Nase halten. Ich setzte mich an meinen Schreibtisch, auf dem ich inzwischen meinen Laptop aufgestellt hatte und öffnete das Beutelchen. Es war gefüllt mit verschiedenen Blüten und Kräutern, welche es waren konnte ich jedoch nicht benennen. Ich musste mehr über die Symbole und Blüten heraus finden, vielleicht konnte ich dann erklären was hier vor sich ging, also startete ich meine Laptop und fing an zu googeln.

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Sonntag, 9. Dezember 2012

Story: Blutmond - In Gefahr

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: Blutmond

Ich lief eilig an Christopher vorbei der mir fragend hinter her schaute: „Was hat dich denn gebissen? Du siehst aus als hättest du einen Geist gesehen.“, ich ließ ihn stehen, ohne ihm zu antworten. Als ich meine Zimmertür hinter mir schloss, ließ ich mich, mit dem Rücken an die Tür gelehnt, auf den Boden sinken. Mein Herz pochte vor Aufregung, ich musste mich erstmal wieder beruhigen. Was war bloß los mit mir? Ich war gerade vor dem besten Freund meines Stiefbruders regelrecht geflohen, weil er kalte Hände hatte, aber eiskalte Hände. Es war nicht sonderlich kalt draußen, nein im Gegenteil. Seine Augen waren so anders als eben noch während der Fahrt, sie jagten mir Angst ein. Ein Klopfen an der Tür riss mich aus meinen Gedanken: „Ja?“ es war Christopher der sich besorgt anhörte: „Was ist denn los? Hat Rob was angestellt, als ihr alleine wart?“ Ich wusste nicht was ich darauf antworten sollte. Getan hatte er nichts, aber trotzdem jagte er mir Angst ein. Ich hörte wieder seine Stimme: „Sam? Sag doch was.“


Wie sollte ich ihm mein Verhalten erklären? Es war einfach alles zu viel für mich, die Veränderungen und neuen Eindrücke überforderten mich enorm. Also entschied ich mich für diese Taktik: "Kann man hier niemals mal seine Ruhe haben?" giftete ich ihn an. Er schnaubte und lachte kurz auf, anschließend hörte ich wie er sich von der Tür entfernte, worauf hin ich erleichtert ausatmete. Als nächstes legte ich meine Schulsachen bei Seite und nahm eine Dusche. Ich hoffte, dass die Welt danach etwas klarer für mich sein würde, dem war aber leider nicht so. Sollte ich nach dem Vorfall den ganzen Tag auf dem Zimmer hocken? Das würde wohl sehr unreif wirken. Ich dachte noch darüber nach, als es wieder an der Tür klopfe. Ich zuckte im ersten Moment zusammen, fragte dann aber nach wer dort war "Ja bitte?", eine weibliche Stimme mit italienischem Akzent antwortete mir "Signorina Sam?", es war Elena. Ich ging zur Tür und öffnete sie "Elena.", lächelte ich sie an "Was gibt es denn?", sie schaute den Gang runter, als hätte sie Angst, dass sie vielleicht jemand sehen könnte, was mich stutzig machte. "Elena?" fragte ich nochmal nach.

Ihr Blick schoss zu mir und in ihren Augen lag so was wie Angst. "Signorina Sam. Sie sind hier nicht sicher.", ich glaubte, dass mein Herz einen Moment ausgesetzt sein musste, in mir breitete sich ein mulmiges Gefühl aus. Ich hackte nach "Was meinen sie mit "nicht sicher"?", ihr Blick wanderte zwischen mir und dem Flur hin und her. "Ich meine, dass sie in Gefahr sind.", sie spielte nervös mit ihren Händen, während sie das sagte. Offenbar hatte sie Angst bei mir gesehen zu werden "Warum sollte ich denn in Gefahr sein?", sie konnte schlecht erwarten, dass ich ihre Aussage, ohne eine Erklärung, einfach hin nehmen würde. Sie setzte erneut zum sprechen an, aber hörte ich wie jemand die Treppe hoch kam. Elena betrachtete mich traurig und voller Angst "Hier, nehmen sie das.", sie drückte mir einen kleinen Beutel aus Leinen in die Hand und eilte den Flur in die andere Richtung herunter. Aus Richtung Treppe kam Chris hoch und blieb kurz am Pfosten des Geländers stehen. Instinktiv versteckte ich den Beutel hinter meinem Rücken, offenbar wollte Elena nicht, dass er ihn sieht. Er nickte mir grinsend zu, so dass ich seine weißen Zähne sehen konnte und neckte mich "Die Prinzessin verlässt ihr Zimmer also wieder?".

Krampfhaft hielt ich das Beutelchen hinter meinem Rücken fest und hoffte, dass er es nicht bemerken würde. Gelassen kam er den Flur hoch geschlendert, blieb dann aber wie angewurzelt stehen. Er sah plötzlich sauer aus und fragte "Was riecht hier so?", ich schaute ihn verdutzt an. Ich roch nichts und verstand nicht was er meinte "Ich rieche nichts.", Ich schob den Beutel in meine Gesäßtasche und verschränkte die Arme vor der Brust. Er kam näher an mich heran und atmete tief ein, als würde er mich beschnuppern. Nun reichte es aber "Was soll das denn? Ich bin es sicher nicht, da ich gerade unter der Dusche war!", angesäuert von seinem Verhalten schob ich ihn mit beiden Händen von mir weg. Erst jetzt schien er zu begreifen, wie er sich verhalten hatte "Interessantes Duschgel was du bentutz.", eine seiner Augenbrauen war in die Höhe gezogen, womit er seine Skepsis offen zeigte. Die Situation wurde immer absurder "Was genau soll das hier eigentlich werden, Chris?", fragte ich ihn gerade heraus. Auf die Frage schmunzelte er amüsiert, weshalb ich spitz fragte "Und was ist daran so witzig?", ich baute mich vor ihm auf und hielt ihm meinen Zeigefinger ins Gesicht.

Aber er wechselte abrupt das Thema "Willst du mit uns einen Film schauen?", und lehnte sich gelassen gegen die Wand neben meiner Tür. Ich hatte die Vermutung, dass er damit seine eben noch demonstrierte Anspannung überspielen wollte. "Äh...nein danke, gerade nicht. Ich habe noch Hausaufgaben auf.", lehnte ich sein Angebot verwirrt ab, in der Hoffnung, dass er bald abziehen würde. Er nickte, aber durchbohrte mich mit seinen dunklen Augen. So standen wir auf dem Flur ohne weiter miteinander zu reden. Langsam wurde das Schweigen unangenehm, weshalb ich nachfragte "Sonst noch was?", er durchbohrte mich weiter mit seinen leeren Augen, während er wie in eine Salzsäule erstarrt an der Wand lehnte. Irgend was stimmte hier ganz und gar nicht, erst das kryptische Gerede von Elena und nun das Verhalten von Chris. Ich stubste ihn mit meinem Zeigenfinger gegen die Brust "Hallo? Wer zu Hause?", er schüttelte den Kopf und sein Blick wurde wieder klarer. "Ich bin dann mal unten. Falls du doch Lust hast, weisst du ja wo du uns findest.", mit einem etwas verpeilten Gesichtsausdruck machte er sich endlich auf den Weg nach unten. Immernoch verwirrt blickte ich ihm hinterher, verschwand aber dann in mein Zimmer. Ich holte den Beutel, den Elena mir gegeben hatte, aus meiner Gesäßtasche hervor um ihn genauer zu betrachten.

Es war ein beiger Leinenbeutel, außen waren, mit einem schwarzen Faden, Symbole darauf gestickt. Ich hielt in mir an die Nase und konnte einen feinen, blumigen Geruch feststellen. War es das was Chris gerochen hatte? Ich konnte es mir kaum vorstellen, denn damit ich diesen Duft wahr nehmen konnt, musste ich mir den Beutel direkt an die Nase halten. Ich setzte mich an meinen Schreibtisch, auf dem ich inzwischen meinen Laptop aufgestellt hatte und öffnete das Beutelchen. Es war gefüllt mit verschiedenen Blüten und Kräutern, welche es waren konnte ich jedoch nicht benennen. Ich musste mehr über die Symbole und Blüten heraus finden, vielleicht konnte ich dann erklären was hier vor sich ging, also startete ich meine Laptop und fing an zu googeln.

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