Samstag, 1. Dezember 2012

Story: The Huntsmen - Megan - Erkenntnis

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Es waren etwa ein Dutzend Werwölfe übrig geblieben die sich nun zurück gezogen und zu uns gestellt hatten. Ich hörte Logan aufgeregt auf jemanden einreden „Dante, Kumpel. Bin ich erleichtert dich zu sehen.“, als ich mich umdrehte sah ich wie er lachend einem Werwolf hinter dem Ohr kraulte. Ich hoffte, dass der Tag nicht noch kurioser werden würde. Ich konzentrierte meine Aufmerksamkeit wieder auf das Eingangstor des Grundstücks, wo sich eine Gruppe von Vampiren sammelte, sie waren eindeutig in der Überzahl. Als sich die Gruppe formiert hatte trat Raoul, der die Spitze formte, erhobenen Hauptes einen Schritt vor und sagte „Liebste, meint ihr nicht, dass euer Platz an meiner Seite ist?“, er strahlte so viel Arroganz aus, wie ich es nur von Liam gekannt hatte.



Bei diesem Gedanken überkam mich ein ungutes Gefühl. Konnte es sein...? Aber ich hatte doch gespürt wie er gestorben war: die Trauer, den Schmerz. Ich dachte einen Moment darüber nach, dann fiel mir auf, dass diese kurze Zeit später wieder verflogen waren, ich mich wieder unter Kontrolle gehabt hatte. Als mir diese Gedanken durch den Kopf gingen entwich mir ein Flüstern „Liam?“, nur ich, und wahrscheinlich die Werwölfe, konnten von hier aus sein Gesicht sehen, auf dem nun ein breites Lächeln zu erkennen war, doch war es nur ich, die es als Antwort auf meine Frage verstand. Während meine Gedanken noch realisieren mussten, was hier von statten ging, reagierte mein Körper bereits, wie er es eigentlich schon die ganze Zeit getan hatte, nur hatte ich es nicht bemerkt.

Ich hatte das Verlangen so schnell wie nur möglich zu Raoul zu kommen, nicht weil ich den Kampf aufhalten wollte, sondern weil meine Instinkte ihn, als mein Erschaffer, schützen wollten. Ich hatte keine Rachegelüste verspürt, weil er nicht tot war, es war Liam der dort vor uns stand. Diese Erkenntnis löste verschiedene Gefühle in mir aus: Der Vampir in mir, der von ihm erschaffen wurde, freute sich wie ein kleines Kind an Weihnachten, aber ich, Megan, der Mensch der ich einst gewesen bin, wusste, dass dieser Kampf bis zum Ende gehen würde, denn Liam gab sich nicht mit weniger zufrieden. Es war zwecklos mir den Kopf darüber zu zerbrechen, wie das möglich gewesen ist. Er stand vor uns mit einer Überzahl Vampiren und wir mussten uns verteidigen oder ergeben.

Logan war es der mich schließlich aus meinen Gedanken riss. Er legte seine Hand auf meinen Arm und fragte „Megan, was ist los mir dir? Du wirkst wie versteinert.“, ich griff nach seiner Hand und wandte mich ihm zu „Es ist Liam.“, er zog die Augenbrauen kraus und antwortete skeptisch „Das ist nicht möglich. Ich selber habe ihn in seinem Haus enthauptet und sterben sehen.“
„Ich weiß nicht wie das möglich ist, aber er ist es!“, in seinen Augen konnte ich sehen, dass er mir glaubte „Okay, mich wundert heute nichts mehr. Dante hat plötzlich ein Rudel Werwölfe im Schlepptau und Liam steckt nun plötzlich in einem anderen Körper. Warum auch nicht? Die Frage ist: Was tun wir jetzt?“, auf diese Frage schaute ich ihn nur verzweifelt an. Ich war wohl noch nicht lange genug Vampir um ihm diese Frage zu beantworten.

Eine der Menschen unterbrach unser Gespräch „Da vorne passiert was.“, gleichzeitig hörte man metallische Geräusche aus Richtung der Vampire. Sie hatten ihre Schwerter gezogen und machten sich Kampfbereit. Hinter mir knurrten die Werwölfe, auch sie wussten, dass ein weiterer Kampf unausweichlich war. Als nächstes brach die Hölle los. Vampire, Menschen und Werwölfe stürmten aufeinander zu, versuchten bei dem ersten aufeinander Treffen so viele Feinde wie möglich auszuschalten, das Massaker nahm seinen Lauf. Auf beiden Seiten vielen die Kämpfenden zu Boden, entweder waren sie durch ein Schwert verstümmelt und wanden sich vor Schmerz oder sie waren bereits tot. Auch ich stürzte mich ins Getümmel, die Vampire griffen mich jedoch nicht an, gingen mir sogar aus dem Weg.

Da fiel mir ein was einer der Vampire gerufen hatte, als ich verletzt wurde: Königin. Unwichtig, ob ich diesen Umstand verstand: Ich war ihre Königin, also musste ich doch etwas tun können, was dieses Gemetzel beenden konnte. Ich suchte einen Platz Abseits des Kampfes und richtete mich mit ausgestreckter Brust auf. Ich wusste nicht, ob es funktionieren würde, aber musste ich es versuchen. Ich holte tief Luft, obwohl das nicht nötig gewesen wäre und schrie so laut ich konnte „Haltet ein! Hört auf zu kämpfen!“, tatsächlich brachen die Kampfgeräusche umgehend ab und die Vampire musterten mich nun fragend. Ihre unsicheren Blicke wanderten von Liam zu mir und wieder zurück zu ihm. Er ließ gerade einen Werwolf tot zu Boden fallen und ging ein paar Schritte in meine Richtung „Ihr scheint es begriffen zu haben.“, wie sehr er mit seiner Annahme daneben lag. Ich erwiderte giftig „Nein das nicht, aber kann ich gut kombinieren.“

Er machte eine Handbewegung worauf sich die übrig gebliebenen Vampire hinter ihm sammelten. „Liebste, wir können das hier beenden. Ihr seit meiner Königin, ihr tragt meinen Sohn in euch. Kommt mit mir und ich werde die Menschen in Frieden lassen. Meiner Rache ist genüge getan.“, ich erstarrte bei seinen Worten und versuchte ihm zu widersprechen „I-i-ich bin nicht schwanger.“, ich fuhr mit den Händen über meinen Bauch, als würde ich mich selbst überzeugen müssen. Er quittierte meine Aussage mit einem Lachen „Glaubt mir, ihr seit in guter Hoffnung. Ich werde alles tun, damit euch und meinem ungeborenen Sohn kein Schaden zugefügt wird.“, er wusste also, dass die Vampire mich nicht angreifen würden. Wer würde auch freiwillig seiner Königin schaden, wenn er nicht sterben wollte?

1 Kommentar:

  1. SCHEISSE!
    Da geht jetzt bestimmt alles aufeinander los, nochmal und wann kommt wieder was? ^^

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Samstag, 1. Dezember 2012

Story: The Huntsmen - Megan - Erkenntnis

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Es waren etwa ein Dutzend Werwölfe übrig geblieben die sich nun zurück gezogen und zu uns gestellt hatten. Ich hörte Logan aufgeregt auf jemanden einreden „Dante, Kumpel. Bin ich erleichtert dich zu sehen.“, als ich mich umdrehte sah ich wie er lachend einem Werwolf hinter dem Ohr kraulte. Ich hoffte, dass der Tag nicht noch kurioser werden würde. Ich konzentrierte meine Aufmerksamkeit wieder auf das Eingangstor des Grundstücks, wo sich eine Gruppe von Vampiren sammelte, sie waren eindeutig in der Überzahl. Als sich die Gruppe formiert hatte trat Raoul, der die Spitze formte, erhobenen Hauptes einen Schritt vor und sagte „Liebste, meint ihr nicht, dass euer Platz an meiner Seite ist?“, er strahlte so viel Arroganz aus, wie ich es nur von Liam gekannt hatte.



Bei diesem Gedanken überkam mich ein ungutes Gefühl. Konnte es sein...? Aber ich hatte doch gespürt wie er gestorben war: die Trauer, den Schmerz. Ich dachte einen Moment darüber nach, dann fiel mir auf, dass diese kurze Zeit später wieder verflogen waren, ich mich wieder unter Kontrolle gehabt hatte. Als mir diese Gedanken durch den Kopf gingen entwich mir ein Flüstern „Liam?“, nur ich, und wahrscheinlich die Werwölfe, konnten von hier aus sein Gesicht sehen, auf dem nun ein breites Lächeln zu erkennen war, doch war es nur ich, die es als Antwort auf meine Frage verstand. Während meine Gedanken noch realisieren mussten, was hier von statten ging, reagierte mein Körper bereits, wie er es eigentlich schon die ganze Zeit getan hatte, nur hatte ich es nicht bemerkt.

Ich hatte das Verlangen so schnell wie nur möglich zu Raoul zu kommen, nicht weil ich den Kampf aufhalten wollte, sondern weil meine Instinkte ihn, als mein Erschaffer, schützen wollten. Ich hatte keine Rachegelüste verspürt, weil er nicht tot war, es war Liam der dort vor uns stand. Diese Erkenntnis löste verschiedene Gefühle in mir aus: Der Vampir in mir, der von ihm erschaffen wurde, freute sich wie ein kleines Kind an Weihnachten, aber ich, Megan, der Mensch der ich einst gewesen bin, wusste, dass dieser Kampf bis zum Ende gehen würde, denn Liam gab sich nicht mit weniger zufrieden. Es war zwecklos mir den Kopf darüber zu zerbrechen, wie das möglich gewesen ist. Er stand vor uns mit einer Überzahl Vampiren und wir mussten uns verteidigen oder ergeben.

Logan war es der mich schließlich aus meinen Gedanken riss. Er legte seine Hand auf meinen Arm und fragte „Megan, was ist los mir dir? Du wirkst wie versteinert.“, ich griff nach seiner Hand und wandte mich ihm zu „Es ist Liam.“, er zog die Augenbrauen kraus und antwortete skeptisch „Das ist nicht möglich. Ich selber habe ihn in seinem Haus enthauptet und sterben sehen.“
„Ich weiß nicht wie das möglich ist, aber er ist es!“, in seinen Augen konnte ich sehen, dass er mir glaubte „Okay, mich wundert heute nichts mehr. Dante hat plötzlich ein Rudel Werwölfe im Schlepptau und Liam steckt nun plötzlich in einem anderen Körper. Warum auch nicht? Die Frage ist: Was tun wir jetzt?“, auf diese Frage schaute ich ihn nur verzweifelt an. Ich war wohl noch nicht lange genug Vampir um ihm diese Frage zu beantworten.

Eine der Menschen unterbrach unser Gespräch „Da vorne passiert was.“, gleichzeitig hörte man metallische Geräusche aus Richtung der Vampire. Sie hatten ihre Schwerter gezogen und machten sich Kampfbereit. Hinter mir knurrten die Werwölfe, auch sie wussten, dass ein weiterer Kampf unausweichlich war. Als nächstes brach die Hölle los. Vampire, Menschen und Werwölfe stürmten aufeinander zu, versuchten bei dem ersten aufeinander Treffen so viele Feinde wie möglich auszuschalten, das Massaker nahm seinen Lauf. Auf beiden Seiten vielen die Kämpfenden zu Boden, entweder waren sie durch ein Schwert verstümmelt und wanden sich vor Schmerz oder sie waren bereits tot. Auch ich stürzte mich ins Getümmel, die Vampire griffen mich jedoch nicht an, gingen mir sogar aus dem Weg.

Da fiel mir ein was einer der Vampire gerufen hatte, als ich verletzt wurde: Königin. Unwichtig, ob ich diesen Umstand verstand: Ich war ihre Königin, also musste ich doch etwas tun können, was dieses Gemetzel beenden konnte. Ich suchte einen Platz Abseits des Kampfes und richtete mich mit ausgestreckter Brust auf. Ich wusste nicht, ob es funktionieren würde, aber musste ich es versuchen. Ich holte tief Luft, obwohl das nicht nötig gewesen wäre und schrie so laut ich konnte „Haltet ein! Hört auf zu kämpfen!“, tatsächlich brachen die Kampfgeräusche umgehend ab und die Vampire musterten mich nun fragend. Ihre unsicheren Blicke wanderten von Liam zu mir und wieder zurück zu ihm. Er ließ gerade einen Werwolf tot zu Boden fallen und ging ein paar Schritte in meine Richtung „Ihr scheint es begriffen zu haben.“, wie sehr er mit seiner Annahme daneben lag. Ich erwiderte giftig „Nein das nicht, aber kann ich gut kombinieren.“

Er machte eine Handbewegung worauf sich die übrig gebliebenen Vampire hinter ihm sammelten. „Liebste, wir können das hier beenden. Ihr seit meiner Königin, ihr tragt meinen Sohn in euch. Kommt mit mir und ich werde die Menschen in Frieden lassen. Meiner Rache ist genüge getan.“, ich erstarrte bei seinen Worten und versuchte ihm zu widersprechen „I-i-ich bin nicht schwanger.“, ich fuhr mit den Händen über meinen Bauch, als würde ich mich selbst überzeugen müssen. Er quittierte meine Aussage mit einem Lachen „Glaubt mir, ihr seit in guter Hoffnung. Ich werde alles tun, damit euch und meinem ungeborenen Sohn kein Schaden zugefügt wird.“, er wusste also, dass die Vampire mich nicht angreifen würden. Wer würde auch freiwillig seiner Königin schaden, wenn er nicht sterben wollte?

1 Kommentar:

  1. SCHEISSE!
    Da geht jetzt bestimmt alles aufeinander los, nochmal und wann kommt wieder was? ^^

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