Donnerstag, 13. Dezember 2012

Story: The Huntsmen - Megan - Rose

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Ich folgte Logan durch das große Haus, die Anspannung der letzten Stunden fiel von mir ab und ich bemerkte nun wie erschöpft ich war. Ich machte mir Gedanken um Dana, ich konnte nicht nachvollziehen, wie sie mich so verurteilen konnte ohne mich zu kennen. Auch Logan war bis eben nicht klar gewesen, dass ich nicht freiwillig zu einer Vampirin geworden war. Ich gab mir Mühe nicht mehr zu sehr darüber nachzudenken, ich wollte nur noch zu meiner Tochter. Ich vermisste sie so sehr, dass es mir das Herz zerriss. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute der letzten Wochen hatte ich an sie gedacht und gebetet, dass ich sie eines Tages wieder in die Arme schließen konnte.


Es war ein riesiges Haus mit tausenden von Zimmern, ich wunderte mich wie Logan den richtigen Weg finden konnte ohne sich zu verlaufen. Wir bogen immer wieder in andere Flure ab, so dass ich mich irgendwann fragte, ob er mich absichtlich verwirren wollte, denn so groß konnte das Haus wirklich nicht sein. Hinzu kam, dass ich Logan immer für einen normalen Kerl gehalten hatte, also fragte ich ihn „Was ist das hier eigentlich alles? Du nanntest Neal eben deinen Boss. Boss wovon?“, er ging weiter vor mir her und antwortete mir in einem Plauderton „Er ist Leiter unserer Organisation. Wir nennen uns „The Huntsmen“, gegründet von Neal nach dem Tod seiner Tochter. Grob zusammen gefasst kann man sagen, dass wir übernatürliche Wesen jagen, die es böswillig auf Menschen abgesehen haben. Alle Jäger haben einen Angriff überlebt und Neal gab uns die Möglichkeit andere Menschen davor zu beschützen.“, mir fiel auf, dass er diese Wesen nicht spezifizierte und fragte genauer nach „Du meinst, es gibt noch anderes da draußen, außer Vampire und Werwölfe?“, nun blieb er stehen und wandte sich mir zu „Wenn es Vampire und Werwölfe gibt, warum sollte man alles andere ausschließen?“, auf diese Frage hatte ich keine Antwort, weshalb ich es dabei belassen wollte. Wer wollte schon so genau wissen, ob es die Monster, die man sonst nur in seinen Alpträumen traf, wirklich irgendwo dort draußen gab.

Als wir dann um die nächste Ecke bogen vernahm mein empfindliches Gehör zwei Herzschläge und an meine Nase drangen zwei menschliche Gerüche. Ich hatte die Vermutung, dass es sich hier um Dana und Rose handelte, ein Lächeln breitete sich auf meinem Gesicht aus. „Sind wir gleich da?“, fragte ich Logan voller Erwartung. Er nickte mir kurz zu und blieb anschließend vor einer Tür stehen. Er drehte sich zu mir herum und legte seine Hand auf meine Schulter „Und du hast dich wirklich unter Kontrolle? Ich möchte nicht nachher die Reste deiner Tochter zwischen deinen Zähnen heraus puhlen müssen.“, er grinste mich schelmisch an. „Ich werde sie schon nicht fressen.“, ich lächelte zurück und wurde langsam ungeduldig „Bitte. Lass mich zu ihr.“. Er nickte erneut und öffnete die Tür nun langsam. Der Raum, den ich als nächstes betrat, war eingerichtet wie ein typisches Mädchenzimmer. Die Wände waren mit Rosétönen gestrichen, und mit Bordüren geschmückt auf denen Elfen und Einhörner abgebildet waren. Die Möbel waren in einem Beigeton gehalten, was den Raum sehr warm wirken ließ.

In der Mitte des Raums saß eine Frau mittleren Alters die gerade mit einem kleinen Mädchen spielte: Rose! In mir tobten meine Gefühle, meine Sorge fiel von mir ab, so dass ich nicht mehr nachdachte. Ich stürzte zu ihr „Rose. Meine kleine Rose!“, ich nahm sie auf den Arm und drückte sie vorsichtig an mich, immer darauf bedacht sie nicht zu verletzen. Ich bedeckte ihr Gesicht mit Küssen und strich ihr durchs Haar. Auch sie erkannte mich und schlang ihre kleinen Arme um meinen Hals. Wir beide weinten, zwischen unserem Schluchzen sagte sie immer wieder „Mami, wieder da.“, ich konnte nur nicken, da mir meine Tränen die Stimme raubten. Niemals wollte ich sie wieder her geben. In meinem Augenwinkel sah ich, wie die Frau aufgestanden war. Ich ging auf sie zu, wollte sie begrüßen und ihr für ihre Fürsorge meiner Tochter gegenüber danken, aber dazu kam es nicht. Was nun geschehen war, hatte ich nicht kommen sehen.

Ich bemerkte einen stechenden Schmerz in meiner Magengrube und konnte mich nicht mehr auf den Beinen halten. Ich schaute an mir herab und sah ein Messer in meinem Bauch stecken, das Blut tropfte bereits auf den hellen Teppichboden. Mein erster Gedanke war, dass Rose das hier nicht sehen sollte. Ich setzte sie ab und schob sie hinter meinen Rücken. An der Tür brach Hektik aus, Logan eilte zu mir und kniete sich nun neben mich, Während er das Messer heraus zog, sprach er mit Dana „Um Himmels willen, was soll das denn?“, sie stand mir direkt gegenüber. Ich sah die Genugtuung in ihren Gesichtszügen, sie war Zufrieden mit sich, weshalb ich davon ausgehen konnte, dass es kein Versehen war. Wut stieg in mir auf „Lady, sie können von Glück reden, dass meine Tochter mit in diesem Raum ist, sonst...“, ich kam nicht dazu den Satz zu beenden, weil sie mir das Wort abschnitt „Sonst würden sie mich töten? Mir ist klar, dass ihre Art an nichts anderes denken kann. Ihre Tochter hat was besseres verdient!“, sie spuckte mir die Worte entgegen die vor Verachtung trieften.

Logan stellte sich zwischen uns „Dana, bitte. Wir hatten das doch schon besprochen. Es war klar, dass sie ihre Tochter abholen würde.“, ihre Augen fixierten mich, während sie mit Logan sprach „Wir hatten aber auch gesagt, dass ein Vampir keine Mutter sein kann. Sie könnte sich an ihr vergreifen! Rose ist doch nur ein Zwischensnack für sie.“, ich kniete immer noch am Boden und versuchte meine Wut unter Kontrolle zu halten. Logan sprach mich an „Nimm Rose und warte draußen.“, das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Die Wunde würde nicht gleich verheilen und blutete noch, doch das würde ich überleben. Ich nahm Rose auf den Arm und machte mich auf den Weg zu Tür, doch Dana rannte an Logan vorbei, stellte sich mir in den Weg und versuchte mir Rose aus meinen Armen zu reißen.

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Donnerstag, 13. Dezember 2012

Story: The Huntsmen - Megan - Rose

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Ich folgte Logan durch das große Haus, die Anspannung der letzten Stunden fiel von mir ab und ich bemerkte nun wie erschöpft ich war. Ich machte mir Gedanken um Dana, ich konnte nicht nachvollziehen, wie sie mich so verurteilen konnte ohne mich zu kennen. Auch Logan war bis eben nicht klar gewesen, dass ich nicht freiwillig zu einer Vampirin geworden war. Ich gab mir Mühe nicht mehr zu sehr darüber nachzudenken, ich wollte nur noch zu meiner Tochter. Ich vermisste sie so sehr, dass es mir das Herz zerriss. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute der letzten Wochen hatte ich an sie gedacht und gebetet, dass ich sie eines Tages wieder in die Arme schließen konnte.


Es war ein riesiges Haus mit tausenden von Zimmern, ich wunderte mich wie Logan den richtigen Weg finden konnte ohne sich zu verlaufen. Wir bogen immer wieder in andere Flure ab, so dass ich mich irgendwann fragte, ob er mich absichtlich verwirren wollte, denn so groß konnte das Haus wirklich nicht sein. Hinzu kam, dass ich Logan immer für einen normalen Kerl gehalten hatte, also fragte ich ihn „Was ist das hier eigentlich alles? Du nanntest Neal eben deinen Boss. Boss wovon?“, er ging weiter vor mir her und antwortete mir in einem Plauderton „Er ist Leiter unserer Organisation. Wir nennen uns „The Huntsmen“, gegründet von Neal nach dem Tod seiner Tochter. Grob zusammen gefasst kann man sagen, dass wir übernatürliche Wesen jagen, die es böswillig auf Menschen abgesehen haben. Alle Jäger haben einen Angriff überlebt und Neal gab uns die Möglichkeit andere Menschen davor zu beschützen.“, mir fiel auf, dass er diese Wesen nicht spezifizierte und fragte genauer nach „Du meinst, es gibt noch anderes da draußen, außer Vampire und Werwölfe?“, nun blieb er stehen und wandte sich mir zu „Wenn es Vampire und Werwölfe gibt, warum sollte man alles andere ausschließen?“, auf diese Frage hatte ich keine Antwort, weshalb ich es dabei belassen wollte. Wer wollte schon so genau wissen, ob es die Monster, die man sonst nur in seinen Alpträumen traf, wirklich irgendwo dort draußen gab.

Als wir dann um die nächste Ecke bogen vernahm mein empfindliches Gehör zwei Herzschläge und an meine Nase drangen zwei menschliche Gerüche. Ich hatte die Vermutung, dass es sich hier um Dana und Rose handelte, ein Lächeln breitete sich auf meinem Gesicht aus. „Sind wir gleich da?“, fragte ich Logan voller Erwartung. Er nickte mir kurz zu und blieb anschließend vor einer Tür stehen. Er drehte sich zu mir herum und legte seine Hand auf meine Schulter „Und du hast dich wirklich unter Kontrolle? Ich möchte nicht nachher die Reste deiner Tochter zwischen deinen Zähnen heraus puhlen müssen.“, er grinste mich schelmisch an. „Ich werde sie schon nicht fressen.“, ich lächelte zurück und wurde langsam ungeduldig „Bitte. Lass mich zu ihr.“. Er nickte erneut und öffnete die Tür nun langsam. Der Raum, den ich als nächstes betrat, war eingerichtet wie ein typisches Mädchenzimmer. Die Wände waren mit Rosétönen gestrichen, und mit Bordüren geschmückt auf denen Elfen und Einhörner abgebildet waren. Die Möbel waren in einem Beigeton gehalten, was den Raum sehr warm wirken ließ.

In der Mitte des Raums saß eine Frau mittleren Alters die gerade mit einem kleinen Mädchen spielte: Rose! In mir tobten meine Gefühle, meine Sorge fiel von mir ab, so dass ich nicht mehr nachdachte. Ich stürzte zu ihr „Rose. Meine kleine Rose!“, ich nahm sie auf den Arm und drückte sie vorsichtig an mich, immer darauf bedacht sie nicht zu verletzen. Ich bedeckte ihr Gesicht mit Küssen und strich ihr durchs Haar. Auch sie erkannte mich und schlang ihre kleinen Arme um meinen Hals. Wir beide weinten, zwischen unserem Schluchzen sagte sie immer wieder „Mami, wieder da.“, ich konnte nur nicken, da mir meine Tränen die Stimme raubten. Niemals wollte ich sie wieder her geben. In meinem Augenwinkel sah ich, wie die Frau aufgestanden war. Ich ging auf sie zu, wollte sie begrüßen und ihr für ihre Fürsorge meiner Tochter gegenüber danken, aber dazu kam es nicht. Was nun geschehen war, hatte ich nicht kommen sehen.

Ich bemerkte einen stechenden Schmerz in meiner Magengrube und konnte mich nicht mehr auf den Beinen halten. Ich schaute an mir herab und sah ein Messer in meinem Bauch stecken, das Blut tropfte bereits auf den hellen Teppichboden. Mein erster Gedanke war, dass Rose das hier nicht sehen sollte. Ich setzte sie ab und schob sie hinter meinen Rücken. An der Tür brach Hektik aus, Logan eilte zu mir und kniete sich nun neben mich, Während er das Messer heraus zog, sprach er mit Dana „Um Himmels willen, was soll das denn?“, sie stand mir direkt gegenüber. Ich sah die Genugtuung in ihren Gesichtszügen, sie war Zufrieden mit sich, weshalb ich davon ausgehen konnte, dass es kein Versehen war. Wut stieg in mir auf „Lady, sie können von Glück reden, dass meine Tochter mit in diesem Raum ist, sonst...“, ich kam nicht dazu den Satz zu beenden, weil sie mir das Wort abschnitt „Sonst würden sie mich töten? Mir ist klar, dass ihre Art an nichts anderes denken kann. Ihre Tochter hat was besseres verdient!“, sie spuckte mir die Worte entgegen die vor Verachtung trieften.

Logan stellte sich zwischen uns „Dana, bitte. Wir hatten das doch schon besprochen. Es war klar, dass sie ihre Tochter abholen würde.“, ihre Augen fixierten mich, während sie mit Logan sprach „Wir hatten aber auch gesagt, dass ein Vampir keine Mutter sein kann. Sie könnte sich an ihr vergreifen! Rose ist doch nur ein Zwischensnack für sie.“, ich kniete immer noch am Boden und versuchte meine Wut unter Kontrolle zu halten. Logan sprach mich an „Nimm Rose und warte draußen.“, das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Die Wunde würde nicht gleich verheilen und blutete noch, doch das würde ich überleben. Ich nahm Rose auf den Arm und machte mich auf den Weg zu Tür, doch Dana rannte an Logan vorbei, stellte sich mir in den Weg und versuchte mir Rose aus meinen Armen zu reißen.

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