Dienstag, 8. Januar 2013

Story: Blutmond - Wicca

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: Blutmond

Chris stand direkt vor dem Sessel, hinter dem ich mich immer noch, und das nicht erfolgreich, vesteckte. Ich wünschte mir, dass sich der Erdboden unter mir auftun würde, damit ich in ihm versinken konnte oder ich einfach unsichtbar werden würde, aber natürlich blieb Beides aus. Ich dachte angestrengt nach, wusste jedoch nicht was ich zu ihm sagen sollte. „Möchtest du da sitzen bleiben?“, fragte er spitzbübig. Meine Augen schossen zwischen ihm und dem, was im Garten geschah, hin und her, aber er schien es gar nicht zu beachten. Ich stand auf, darauf bedacht, dass man mich draußen nicht bemerken würde. Schüchtern bewegte ich mich in Richtung Treppe und dachte darüber nach einfach vor ihm davon zu laufen und mich in meinem Zimmer zu verkriechen. Aber, gerade als ich den Gedanken beendet hatte kam Chris einen Schritt auf mich zu und griff nach meiner Hand, als würde er mich daran hindern wollen, den nicht ausgesprochenen Gedanken in die Tat umzusetzen. Er zog mich mit einem festen, aber sanften Griff zu sich heran. Mein Gesicht musste Feuerrot leuchten, mein Kopf fühlte sich an, als würde er in Flammen stehen.


Als nächstes legte er einen Arm um meine Hüfte und strich mit der anderen Hand durch mein Haar, spielte mit meinen Locken, dabei schaute er mir pausenlos tief in die Augen. Mein Herz trommelte in meiner Brust. Sein Verhalten schüchterte mich ein, obwohl er mich nicht bedrohte oder gefährlich wirkte. Seine Hand, die eben noch mit meinen Locken gespielt hatte, legte er nun an meine Wange und ich bemerkte wie er sich zu mir herunter neigte. Er hob mein Gesicht etwas an, damit er langsam seine Lippen auf meine legen konnte, sie fühlten sich Samtweich an. Ich war überrascht, wie gut es mir gefiel und erwiderte seinen Kuss. Ich legte meine Arme um seinen Nacken und schloss meine Augen. Als er merkte, dass ich ihn nicht abweisen würde, öffnete er seine Lippen, gerade genug um mit seiner Zunge in meinen Mund zu gelangen und begann spielerisch meine Zunge zu necken. Ich hatte nie zuvor einen Jungen auf diese Weise geküsst und machte mir Sorgen, ob ich alles richtig machte.

Plötzlich hörte ich hinter uns jemanden laut an uns heran stapfen „¡Qué demonios! Vete a la mierda! Estás loco! Hijo de puta!“, ich verstand kein Wort von dem was Elena uns an den Kopf warf und schaute fragend zu Chris, der ratlos mit den Schultern zuckte. „Nimm deine Finger von deiner Schwester!“, als ich ihre Worte realisierte, löste ich mich von Chris, erschrocken über mein Verhalten. Sie hatte recht, wir waren Geschwister, zwar Stiefgeschwister, aber.... Gerade als ich ihm das sagen wollte, packte mich Elena am Oberarm und schleifte mich hinter sich her. Sie zog mich die Treppe rauf und hastete zu meinem Zimmer, wobei sie sehr grob mit mir umging. Sie stieß mich durch die offene Tür, wo ich taumelnd stehen blieb. Ich fuhr zu ihr herum und sah wie sie die Tür hinter sich schloss. Ich herrschte sie an „Elena, was soll das denn?“, ich rieb mir den Arm während ich sie fragend anstarrte. „Señorita.“, begann sie mit spanischem Akzent und fuhr fort „sie dürfen sich nicht um den Finger wickeln lassen!“, skeptisch nahm ich Abstand von ihr, langsam machte sie mir Angst.

Ihr wirres Verhalten vom Vorabend hatte ich noch Schulterzuckend abgetan, aber das hier ging eindeutig zu weit. „Ich lasse mich nicht um den Finger wickeln.“, gab ich trotzig zurück. Flüsternd fügte ich hinzu „Wir mögen uns einfach. Wir sind ja auch nur Stiefgeschwister, also nicht miteinander verwandt, dabei ist noch nichts Schlimmes.“, Schnaubend trat Elena wieder an mich heran und packte mich erneut an meinen Oberarmen um mich zu schütteln. „Hör auf damit. Du tust mir weh“, da sie nicht von mir abließ, warf ich meine Arme in die Höhe, damit sich ihre Hände lösten und entfernte mich wieder ein paar Schritte von ihr „Du bist doch durch geknallt.“, ihre dunklen Augen funkelten mich an „Das sagst du zu mir, nachdem was du eben beobachtet hast?“, ein Schauer lief mir den Rücken runter, das hatte ich schon total verdrängt. Kleinlaut fragte ich sie „Was haben die Leute dort draußen gemacht?“, als ich meine Frage selber hörte wurde ich rot und fragte genauer nach „Also wozu sollte es gut sein?“.

Die eben noch Energie geladene Spanierin atmete schwer aus und ließ sich auf mein Bett fallen. Sie klopfte mit ihrer Hand neben sich und gab mir damit ein Zeichen, dass ich mich neben sie setzen sollte. Nach ihrem merkwürdigen Verhalten traute ich der Situation jedoch nicht und setze mich lieber im Schneidersitz vor ihr auf den Boden. Sie nickte und gab mir zu verstehen, dass es so auch in Ordnung ist. Sie atmete noch einmal tief durch bevor sie sagte „Es ist ein Ritual, welches sie abhalten um ihrem Dämon zu huldigen.“, sie machte kurz Pause und beobachtete mich, während sie erzählte „Sie möchten ihn gütig stimmen, damit er sie unterstützt einen ausgesprochenen Fluch zu lösen.“, ich sah sie mit hoch gezogener Augenbraue ungläubig an „Meinst du das ernst?“, ich versuchte nicht laut auf zu lachen, denn so etwas absurdes hatte ich noch nie gehört.

Sie betrachtete mich stirnrunzelnd „Ja, Todernst.“, ich wartete darauf, dass sie das noch ausführen würde, aber sie betrachtete mich statt dessen schweigend. Nun lachte ich auf „Okay. Du möchtest nicht, dass zwischen mir und Chris etwas ist. Versteheeee...“, ich verdrehte die Augen „....ich auch, aber dazu brauchst du mir nicht solche wilden Stories auf zu tischen.“, ich stand vom Boden auf und stellte mich vor sie „Du hättest auch einfach normal mit mir darüber reden können, ich bin ein großes Mädchen.“, ich fand ihr Verhalten lächerlich und schmunzelte vor mich her, worauf hin sie entrüstend sagte „Oh querido! Du wurdest von deiner Großmutter niemals eingeführt?”, fragend sah ich sie an “Eingeführt? In was?”, sie stand auf und trat nahe an mich heran, damit sie flüstern konnte “Wicca, Señorita.”, ich bekam meine Gedanken kaum noch geordnet. “Wie kommen sie denn darauf? Kannten sie meine Großmutter?”, die letzten Tage hatte ich jeden Gedanken an sie verdrängt und war Dankbar über jede Ablenkung, aber über sie zu sprechen trieb mir die Tränen in die Augen. Elena nickte und antwortete “Ich war mir ihr in einem Zirkel. Sie hat den Fluch ausgesprochen, den deine Familie brechen möchte.”

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Dienstag, 8. Januar 2013

Story: Blutmond - Wicca

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: Blutmond

Chris stand direkt vor dem Sessel, hinter dem ich mich immer noch, und das nicht erfolgreich, vesteckte. Ich wünschte mir, dass sich der Erdboden unter mir auftun würde, damit ich in ihm versinken konnte oder ich einfach unsichtbar werden würde, aber natürlich blieb Beides aus. Ich dachte angestrengt nach, wusste jedoch nicht was ich zu ihm sagen sollte. „Möchtest du da sitzen bleiben?“, fragte er spitzbübig. Meine Augen schossen zwischen ihm und dem, was im Garten geschah, hin und her, aber er schien es gar nicht zu beachten. Ich stand auf, darauf bedacht, dass man mich draußen nicht bemerken würde. Schüchtern bewegte ich mich in Richtung Treppe und dachte darüber nach einfach vor ihm davon zu laufen und mich in meinem Zimmer zu verkriechen. Aber, gerade als ich den Gedanken beendet hatte kam Chris einen Schritt auf mich zu und griff nach meiner Hand, als würde er mich daran hindern wollen, den nicht ausgesprochenen Gedanken in die Tat umzusetzen. Er zog mich mit einem festen, aber sanften Griff zu sich heran. Mein Gesicht musste Feuerrot leuchten, mein Kopf fühlte sich an, als würde er in Flammen stehen.


Als nächstes legte er einen Arm um meine Hüfte und strich mit der anderen Hand durch mein Haar, spielte mit meinen Locken, dabei schaute er mir pausenlos tief in die Augen. Mein Herz trommelte in meiner Brust. Sein Verhalten schüchterte mich ein, obwohl er mich nicht bedrohte oder gefährlich wirkte. Seine Hand, die eben noch mit meinen Locken gespielt hatte, legte er nun an meine Wange und ich bemerkte wie er sich zu mir herunter neigte. Er hob mein Gesicht etwas an, damit er langsam seine Lippen auf meine legen konnte, sie fühlten sich Samtweich an. Ich war überrascht, wie gut es mir gefiel und erwiderte seinen Kuss. Ich legte meine Arme um seinen Nacken und schloss meine Augen. Als er merkte, dass ich ihn nicht abweisen würde, öffnete er seine Lippen, gerade genug um mit seiner Zunge in meinen Mund zu gelangen und begann spielerisch meine Zunge zu necken. Ich hatte nie zuvor einen Jungen auf diese Weise geküsst und machte mir Sorgen, ob ich alles richtig machte.

Plötzlich hörte ich hinter uns jemanden laut an uns heran stapfen „¡Qué demonios! Vete a la mierda! Estás loco! Hijo de puta!“, ich verstand kein Wort von dem was Elena uns an den Kopf warf und schaute fragend zu Chris, der ratlos mit den Schultern zuckte. „Nimm deine Finger von deiner Schwester!“, als ich ihre Worte realisierte, löste ich mich von Chris, erschrocken über mein Verhalten. Sie hatte recht, wir waren Geschwister, zwar Stiefgeschwister, aber.... Gerade als ich ihm das sagen wollte, packte mich Elena am Oberarm und schleifte mich hinter sich her. Sie zog mich die Treppe rauf und hastete zu meinem Zimmer, wobei sie sehr grob mit mir umging. Sie stieß mich durch die offene Tür, wo ich taumelnd stehen blieb. Ich fuhr zu ihr herum und sah wie sie die Tür hinter sich schloss. Ich herrschte sie an „Elena, was soll das denn?“, ich rieb mir den Arm während ich sie fragend anstarrte. „Señorita.“, begann sie mit spanischem Akzent und fuhr fort „sie dürfen sich nicht um den Finger wickeln lassen!“, skeptisch nahm ich Abstand von ihr, langsam machte sie mir Angst.

Ihr wirres Verhalten vom Vorabend hatte ich noch Schulterzuckend abgetan, aber das hier ging eindeutig zu weit. „Ich lasse mich nicht um den Finger wickeln.“, gab ich trotzig zurück. Flüsternd fügte ich hinzu „Wir mögen uns einfach. Wir sind ja auch nur Stiefgeschwister, also nicht miteinander verwandt, dabei ist noch nichts Schlimmes.“, Schnaubend trat Elena wieder an mich heran und packte mich erneut an meinen Oberarmen um mich zu schütteln. „Hör auf damit. Du tust mir weh“, da sie nicht von mir abließ, warf ich meine Arme in die Höhe, damit sich ihre Hände lösten und entfernte mich wieder ein paar Schritte von ihr „Du bist doch durch geknallt.“, ihre dunklen Augen funkelten mich an „Das sagst du zu mir, nachdem was du eben beobachtet hast?“, ein Schauer lief mir den Rücken runter, das hatte ich schon total verdrängt. Kleinlaut fragte ich sie „Was haben die Leute dort draußen gemacht?“, als ich meine Frage selber hörte wurde ich rot und fragte genauer nach „Also wozu sollte es gut sein?“.

Die eben noch Energie geladene Spanierin atmete schwer aus und ließ sich auf mein Bett fallen. Sie klopfte mit ihrer Hand neben sich und gab mir damit ein Zeichen, dass ich mich neben sie setzen sollte. Nach ihrem merkwürdigen Verhalten traute ich der Situation jedoch nicht und setze mich lieber im Schneidersitz vor ihr auf den Boden. Sie nickte und gab mir zu verstehen, dass es so auch in Ordnung ist. Sie atmete noch einmal tief durch bevor sie sagte „Es ist ein Ritual, welches sie abhalten um ihrem Dämon zu huldigen.“, sie machte kurz Pause und beobachtete mich, während sie erzählte „Sie möchten ihn gütig stimmen, damit er sie unterstützt einen ausgesprochenen Fluch zu lösen.“, ich sah sie mit hoch gezogener Augenbraue ungläubig an „Meinst du das ernst?“, ich versuchte nicht laut auf zu lachen, denn so etwas absurdes hatte ich noch nie gehört.

Sie betrachtete mich stirnrunzelnd „Ja, Todernst.“, ich wartete darauf, dass sie das noch ausführen würde, aber sie betrachtete mich statt dessen schweigend. Nun lachte ich auf „Okay. Du möchtest nicht, dass zwischen mir und Chris etwas ist. Versteheeee...“, ich verdrehte die Augen „....ich auch, aber dazu brauchst du mir nicht solche wilden Stories auf zu tischen.“, ich stand vom Boden auf und stellte mich vor sie „Du hättest auch einfach normal mit mir darüber reden können, ich bin ein großes Mädchen.“, ich fand ihr Verhalten lächerlich und schmunzelte vor mich her, worauf hin sie entrüstend sagte „Oh querido! Du wurdest von deiner Großmutter niemals eingeführt?”, fragend sah ich sie an “Eingeführt? In was?”, sie stand auf und trat nahe an mich heran, damit sie flüstern konnte “Wicca, Señorita.”, ich bekam meine Gedanken kaum noch geordnet. “Wie kommen sie denn darauf? Kannten sie meine Großmutter?”, die letzten Tage hatte ich jeden Gedanken an sie verdrängt und war Dankbar über jede Ablenkung, aber über sie zu sprechen trieb mir die Tränen in die Augen. Elena nickte und antwortete “Ich war mir ihr in einem Zirkel. Sie hat den Fluch ausgesprochen, den deine Familie brechen möchte.”

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