Freitag, 25. Januar 2013

Story: The Huntsmen - Megan - Erleichterung

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Mit meiner Tochter auf dem Arm trat ich auf den Korridor, immer noch mitgenommen von meinen Gefühlen. Ich wartete darauf, dass Logan heraus kommen würde, aber nachdem nun fast eine halbe Stunde vergangen war, vermutete ich, dass er noch etwas Zeit mit Dana brauchte. Ich blickte nachdenklich den Flur entlang, er hatte mich durch verschiedene Flure gelotst, so dass ich irgendwann die Orientierung verloren hatte, ich würde den Weg wohl nicht alleine finden. Der Umstand, dass Rose Hunger bekam, drängte mich jedoch dazu, mich auf die Suche zu begeben.

Ich irrte durch die Gänge des großen Hauses. In jedem Gang entdeckte ich neue Antiquitäten die sehr teuer aussahen. Die Wände waren mit Holz vertäfelt, so dass ich kaum aus dem Staunen raus kam. Neal musste sehr viel Geld besessen haben, um sich dies hier alles leisten zu können. Staunend lief ich weiter, als ich plötzlich zwei Herzschläge vernahm, worauf mir ein scharfes Ziehen durch den Kiefer zog und meine Fänge zum Vorschein kamen. Ich schlug mir eine Hand vor den Mund und überlegte, wann ich mich das letzte Mal genährt hatte, konnte es aber nicht einmal genau sagen. Ich war zwar erleichtert endlich auf jemanden zu treffen, der mir den Weg zeigen konnte, aber andererseits würde ich mich beherrschen müssen niemanden anzuknabbern.

Die erste Gestalt die um die Ecke bog, erkannte ich sofort, es war Ty. Er lächelte über sein ganzes Gesicht und schien sich über etwas zu amüsieren. Gerade wollte er was sagen, blieb aber stattdessen wie angewurzelt stehen, als er mich auf dem Flur stehen sah. Mit ausgestrecktem Arm hielt er die zweite Person vom weiter gehen ab, so dass sie nicht um die Ecke und in mein Blickfeld bog. Ich lächelte ihn an, aber er kniff seine Augen zu Schlitzen zusammen. Er fragte mich aufgebracht „Warum lässt man dich alleine durch Haus streifen?“, seine Augen funkelten misstrauisch. Das Lächeln auf meinen Lippen erstarb, ich erkannte jetzt, dass er seine Begleitung vor mir schützen wollte und mich als Bedrohung ansah. Ich deutete mit einer Kopfbewegung auf Rose „Ich suche die Küche, Rose hat Hunger.“, gab ich knapp zurück.

Seine Augen schnellten zu Rose und wieder zu mir zurück, dann hackte er nochmal nach „Das beantwortet nicht meine Frage, warum du ALLEINE bist!“, seine aggressive Art machte mich nervös, aber jetzt verstand ich worauf er hinaus wollte und ich konterte entrüstet „Logan ist bei Dana. Sie hat ihm gerade mitgeteilt, was mit Neal passiert ist. Ich dachte sie sollten in diesem Moment für sich sein.“, ich musste an Logans Augen denken, wie schmerzerfüllt sie waren. Ty´s Gesichtszüge wurden weicher. Ich sah jetzt Hände die an ihm herum zerrten „Ty, nun lass mich doch zu ihr, sie wird mir nicht weh tun.“, ich glaubte die Stimme zu erkennen, aber das konnte nicht sein, ich musste mich irren. Er wendete sich von mir ab und betrachtete zweifelnd seine Begleitung, die immer noch um die Ecke stand. Ich sah eine Hand die an seine Wange gelegt wurde und wie er anschließend nickte „Okay, aber eine falsche Bewegung...“, seine Augen schweiften zurück zu mir, während er das sagte „...und ich töte dich.“, ich war erschrocken über seine Offenheit. Dann trat sie um die Ecke, ich traute meinen Augen nicht, ich kniff sie fest zusammen, um sie dann wieder zu öffnen, aber sie stand immer noch vor mir: Rachel!

Am ganzen Körper zitternd setzte ich Rose vorsichtig ab. Ty kam zu mir und nahm sie auf den Arm, wobei ich glaubte, dass er den Vorwand nutzte, dass er sich mir so unauffällig nähern konnte, aber es war mir gleichgültig. Meine beste Freundin, die ich glaubte getötet zu haben, stand quicklebendig vor mir. Ich hatte mich jede Nacht in den Schlaf geweint und war an den Schuldgefühlen zerbrochen. „Du lebst...“, flüsterte ich ungläubig. Sie kam lächelnd auf mich zu „Ja, du siehst aus als hättest du einen Geist gesehen.“, dabei strahlte sie über ihr ganzes Gesicht. Meine Augen brannten und Tränen bahnten sich den Weg über meine Wangen. „Ich dachte, ich hätte dich...“, meine Stimme brach, ich konnte es nicht aussprechen. Ich hatte einen Kloß im Hals und musste kurz schlucken, bevor ich weiter sprechen konnte „...Liam sagte, ich hätte dich...“, sie legte ihren Zeigefinger auf meine Lippen „Schhhh.“, ich schüttelte den Kopf und widersprach ihr „Du musst mich hassen.“, meine Gefühle überwältigten mich und ich fing an hemmungslos zu schluchzen. Auch Rachel weinte jetzt, schloss mich aber in ihre Arme, so dass wir gemeinsam auf die Knie sanken.

So verharrten wir ein paar Minuten. In dieser kurzen Zeit hatte ich die verschiedensten Gefühle. Einerseits erfüllte es mich mit unendlicher Erleichterung, aber andererseits schürte es meinen Hass gegenüber Liam. Er hatte mich in die Irre geführt, mich in dem Glauben gelassen, dass ich Rachel getötet hatte. Hatte mich gebrochen, um mich ihm gefügig zu machen und war dadurch erfolgreich gewesen. Neben uns räusperte sich Ty „Ich möchte euch ja nur ungerne unterbrechen, aber hier wird jemand ungeduldig.“ er hatte Rose noch auf dem Arm, die aufgeregt zappelte und ihre Faust in den Mund gesteckt hatte. Das bedeutete, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis sie das Haus zusammen brüllen würde, bis sie was zu Essen hatte. Rachel nahm mich an die Hand „Komm, wir zeigen dir die Küche.“

Kommentare:

  1. Bin sprachlos! Das ist richtig und ganz ehrlich gut.
    Jetzt muss ich wohl doch noch warten wie es weitergeht.
    Kompliment ist toll geschrieben und auch spannend.
    Grüße Dumpfbacke

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    1. Ohhh, vielen lieben dank :D
      Ich freue mich gerade sehr über dein Lob! Danke :D

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  2. Brauchst mir nicht danken, ist nur meine Meinung. :-)

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Freitag, 25. Januar 2013

Story: The Huntsmen - Megan - Erleichterung

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Mit meiner Tochter auf dem Arm trat ich auf den Korridor, immer noch mitgenommen von meinen Gefühlen. Ich wartete darauf, dass Logan heraus kommen würde, aber nachdem nun fast eine halbe Stunde vergangen war, vermutete ich, dass er noch etwas Zeit mit Dana brauchte. Ich blickte nachdenklich den Flur entlang, er hatte mich durch verschiedene Flure gelotst, so dass ich irgendwann die Orientierung verloren hatte, ich würde den Weg wohl nicht alleine finden. Der Umstand, dass Rose Hunger bekam, drängte mich jedoch dazu, mich auf die Suche zu begeben.

Ich irrte durch die Gänge des großen Hauses. In jedem Gang entdeckte ich neue Antiquitäten die sehr teuer aussahen. Die Wände waren mit Holz vertäfelt, so dass ich kaum aus dem Staunen raus kam. Neal musste sehr viel Geld besessen haben, um sich dies hier alles leisten zu können. Staunend lief ich weiter, als ich plötzlich zwei Herzschläge vernahm, worauf mir ein scharfes Ziehen durch den Kiefer zog und meine Fänge zum Vorschein kamen. Ich schlug mir eine Hand vor den Mund und überlegte, wann ich mich das letzte Mal genährt hatte, konnte es aber nicht einmal genau sagen. Ich war zwar erleichtert endlich auf jemanden zu treffen, der mir den Weg zeigen konnte, aber andererseits würde ich mich beherrschen müssen niemanden anzuknabbern.

Die erste Gestalt die um die Ecke bog, erkannte ich sofort, es war Ty. Er lächelte über sein ganzes Gesicht und schien sich über etwas zu amüsieren. Gerade wollte er was sagen, blieb aber stattdessen wie angewurzelt stehen, als er mich auf dem Flur stehen sah. Mit ausgestrecktem Arm hielt er die zweite Person vom weiter gehen ab, so dass sie nicht um die Ecke und in mein Blickfeld bog. Ich lächelte ihn an, aber er kniff seine Augen zu Schlitzen zusammen. Er fragte mich aufgebracht „Warum lässt man dich alleine durch Haus streifen?“, seine Augen funkelten misstrauisch. Das Lächeln auf meinen Lippen erstarb, ich erkannte jetzt, dass er seine Begleitung vor mir schützen wollte und mich als Bedrohung ansah. Ich deutete mit einer Kopfbewegung auf Rose „Ich suche die Küche, Rose hat Hunger.“, gab ich knapp zurück.

Seine Augen schnellten zu Rose und wieder zu mir zurück, dann hackte er nochmal nach „Das beantwortet nicht meine Frage, warum du ALLEINE bist!“, seine aggressive Art machte mich nervös, aber jetzt verstand ich worauf er hinaus wollte und ich konterte entrüstet „Logan ist bei Dana. Sie hat ihm gerade mitgeteilt, was mit Neal passiert ist. Ich dachte sie sollten in diesem Moment für sich sein.“, ich musste an Logans Augen denken, wie schmerzerfüllt sie waren. Ty´s Gesichtszüge wurden weicher. Ich sah jetzt Hände die an ihm herum zerrten „Ty, nun lass mich doch zu ihr, sie wird mir nicht weh tun.“, ich glaubte die Stimme zu erkennen, aber das konnte nicht sein, ich musste mich irren. Er wendete sich von mir ab und betrachtete zweifelnd seine Begleitung, die immer noch um die Ecke stand. Ich sah eine Hand die an seine Wange gelegt wurde und wie er anschließend nickte „Okay, aber eine falsche Bewegung...“, seine Augen schweiften zurück zu mir, während er das sagte „...und ich töte dich.“, ich war erschrocken über seine Offenheit. Dann trat sie um die Ecke, ich traute meinen Augen nicht, ich kniff sie fest zusammen, um sie dann wieder zu öffnen, aber sie stand immer noch vor mir: Rachel!

Am ganzen Körper zitternd setzte ich Rose vorsichtig ab. Ty kam zu mir und nahm sie auf den Arm, wobei ich glaubte, dass er den Vorwand nutzte, dass er sich mir so unauffällig nähern konnte, aber es war mir gleichgültig. Meine beste Freundin, die ich glaubte getötet zu haben, stand quicklebendig vor mir. Ich hatte mich jede Nacht in den Schlaf geweint und war an den Schuldgefühlen zerbrochen. „Du lebst...“, flüsterte ich ungläubig. Sie kam lächelnd auf mich zu „Ja, du siehst aus als hättest du einen Geist gesehen.“, dabei strahlte sie über ihr ganzes Gesicht. Meine Augen brannten und Tränen bahnten sich den Weg über meine Wangen. „Ich dachte, ich hätte dich...“, meine Stimme brach, ich konnte es nicht aussprechen. Ich hatte einen Kloß im Hals und musste kurz schlucken, bevor ich weiter sprechen konnte „...Liam sagte, ich hätte dich...“, sie legte ihren Zeigefinger auf meine Lippen „Schhhh.“, ich schüttelte den Kopf und widersprach ihr „Du musst mich hassen.“, meine Gefühle überwältigten mich und ich fing an hemmungslos zu schluchzen. Auch Rachel weinte jetzt, schloss mich aber in ihre Arme, so dass wir gemeinsam auf die Knie sanken.

So verharrten wir ein paar Minuten. In dieser kurzen Zeit hatte ich die verschiedensten Gefühle. Einerseits erfüllte es mich mit unendlicher Erleichterung, aber andererseits schürte es meinen Hass gegenüber Liam. Er hatte mich in die Irre geführt, mich in dem Glauben gelassen, dass ich Rachel getötet hatte. Hatte mich gebrochen, um mich ihm gefügig zu machen und war dadurch erfolgreich gewesen. Neben uns räusperte sich Ty „Ich möchte euch ja nur ungerne unterbrechen, aber hier wird jemand ungeduldig.“ er hatte Rose noch auf dem Arm, die aufgeregt zappelte und ihre Faust in den Mund gesteckt hatte. Das bedeutete, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis sie das Haus zusammen brüllen würde, bis sie was zu Essen hatte. Rachel nahm mich an die Hand „Komm, wir zeigen dir die Küche.“

Kommentare:

  1. Bin sprachlos! Das ist richtig und ganz ehrlich gut.
    Jetzt muss ich wohl doch noch warten wie es weitergeht.
    Kompliment ist toll geschrieben und auch spannend.
    Grüße Dumpfbacke

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    1. Ohhh, vielen lieben dank :D
      Ich freue mich gerade sehr über dein Lob! Danke :D

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  2. Brauchst mir nicht danken, ist nur meine Meinung. :-)

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