Sonntag, 13. Januar 2013

Story: The Village - Der Berg ruft

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Village

Ihr Kopf wippte auf und ab, während sie versuchte ihre Augenlider flatternd zu öffnen. Mit jeder Bewegung schoss ein scharfer Schmerz durch ihre Schläfen und sie bemerkte, dass etwas warm über ihre Nase lief, war das Blut? Als sie mit ihrer Hand an ihren Kopf fassen wollte, merkte sie plötzlich, dass sie gefesselt war. Panik stieg in ihr auf und sie versuchte sich zu erinnern was geschehen war. Ein Bild eines Baumes schoss ihr durch den Kopf und das sie dagegen gefahren war. Das würde ihre Kopfverletzung erklären, aber nicht ihre Situation. Ihre Hände waren hinter ihrem Rücken an ihre Füße gefesselt. Auf der Schulter von Fenix, der sie problemlos zu tragen schien, konnte sie nicht um Hilfe rufen, denn ihr Mund war geknebelt. Verzweifelt fing sie an zu wimmern, die Tränen liefen ihr bereits über die Wangen und langsam wurde sie hysterisch. Ihr fiel nun wieder ein, wie sie hier her gekommen war.


Dann vernahm sie seine Stimme „Na na na, Carrie. Wir werden doch nicht flennen, wie ein kleines Kind?“, gedankenverloren versuchte sie zu antworten, aber erinnerte sie sich dann an den Knebel den sie immer noch im Mund hatte und weinte deshalb noch mehr. Sie wollte doch nur für ein paar Tage weg fahren und an ihrem Buch arbeiten, wie konnte es passieren, dass sie in so was verstrickt werden konnte? Sie zappelte mit ihren Armen und Beinen, so weit es ihr möglich war und versuchte sich zu befreien, aber bemerkte sofort, dass es sinnlos war. Er hatte sie fest verschnürt. Den Rest des Weges hielt sie still und betete innerlich. Sie wusste nicht wie lange er mit ihr marschiert war, sie hatte kein Zeitgefühl mehr, allerdings sah sie, dass es am Horizont hell wurde, also musste bald die Sonne aufgehen.

Sie beobachtete aufmerksam die Umgebung an der er vorbei ging. Er war erst einer Straße gefolgt und dann in den Wald abgebogen der nun immer dichter wurde. Er hatte jedoch keine Mühe dabei sich den Weg durch den Wald zu bahnen, denn es war so als würden ihm die Bäume und Pflanzen den Weg frei machen. Sie sah wie hinter ihm die Pflanzen immer wieder zu wucherten. Es war kein Anzeichen dafür da, dass zuvor jemand hier entlang gegangen wäre. Unter ihm sah sie, dass der Weg nun steiniger wurde. Da wo vorher Waldboden voller Laub war, sah sie nun immer mehr Steine die letztendlich zu Felsen wurden. Sie gab den Versuch sich den Weg zu merken inzwischen auf, zu lange waren sie jetzt unterwegs. Niemals würde sie den Weg zurück finden.

Die Schmerzen und der Blutverlust, die ihre Kopfwunde verursachten, zollten nun ihren Tribut. Sie verlor immer wieder ihr Bewusstsein, wurde jedoch gleich wieder durch den scharfen Schmerz wach, der mittlerweile durch ihren ganzen Körper zuckte. Als sie das nächste Mal wach wurde entwich ihr ein kehliger Laut, der durch ihren Knebel im Mund erstickt wurde. Sie riss panisch ihre Augen auf und glaubte nicht was sie sah: Fenix erklimmte, mit ihr auf dem Rücken, leichtfüßig einen Berg. Immer wieder versuchte sie aufzuschreien, aber der Knebel verhinderte, dass auch nur ein Ton über ihre Lippen kam. „Das darf nicht war sein!“, schoss es ihr immer wieder durch den Kopf. „Ich träume oder bin in einem schlechten Film.“, dachte sie sich stumm und immer mehr Angst stieg in ihr auf. Sie kniff die Augen fest zusammen um sie dann wieder panisch aufzureißen, aber sie befand sich immer noch auf dem Rücken eines Irren der sie einen Berg hoch schleppte. Er schnaufte dabei nicht einmal, als würde es ihm keine Anstrengung kosten. Dann merkte sie, wie er einen Vorsprung erreicht haben musste, er legte sie kurz ab und sagte „Nun kannst du so viel schreien wie dir beliebt, hier oben wird dich niemand hören.“ er nahm ihr den Knebel ab um sie anschließend wieder auf seine Schulter zu heben. Dabei konnte sie kurz einen Blick auf einen Höhleneingang erhaschen, der gleich vor ihnen lag. Trotz seiner Aussage, dass man sie nicht hören würde, begann sie damit laut zu schreien „Hilfeeeee! Hilfeee!“, irgendwann versagte ihre Stimme, nur noch unverständliches Gekreische kam aus ihrem Mund bis sie schließlich vollkommen verstummte.

Der Höhleneingang war schon lange nicht mehr zu sehen und Fenix manövrierte sie Beide durch verschiedene Gänge. Es war hier dunkler als die Nacht, so dass man nicht die Hand vor Augen hätte sehen können. Sie fasste all ihren Mut zusammen und sprach ihn direkt an „Was wollen sie denn von mir?“, ihre Stimme zitterte und man hörte wie verzweifelt und verängstigt sie war. Sie hatte keine Antwort erwartet, aber tatsächlich entgegnete er ihr im Plauderton „Das ist eine Überraschung.“, sie konnte sein Gesicht nicht sehen, aber sie war sicher, dass er dabei lächelte.

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Sonntag, 13. Januar 2013

Story: The Village - Der Berg ruft

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Village

Ihr Kopf wippte auf und ab, während sie versuchte ihre Augenlider flatternd zu öffnen. Mit jeder Bewegung schoss ein scharfer Schmerz durch ihre Schläfen und sie bemerkte, dass etwas warm über ihre Nase lief, war das Blut? Als sie mit ihrer Hand an ihren Kopf fassen wollte, merkte sie plötzlich, dass sie gefesselt war. Panik stieg in ihr auf und sie versuchte sich zu erinnern was geschehen war. Ein Bild eines Baumes schoss ihr durch den Kopf und das sie dagegen gefahren war. Das würde ihre Kopfverletzung erklären, aber nicht ihre Situation. Ihre Hände waren hinter ihrem Rücken an ihre Füße gefesselt. Auf der Schulter von Fenix, der sie problemlos zu tragen schien, konnte sie nicht um Hilfe rufen, denn ihr Mund war geknebelt. Verzweifelt fing sie an zu wimmern, die Tränen liefen ihr bereits über die Wangen und langsam wurde sie hysterisch. Ihr fiel nun wieder ein, wie sie hier her gekommen war.


Dann vernahm sie seine Stimme „Na na na, Carrie. Wir werden doch nicht flennen, wie ein kleines Kind?“, gedankenverloren versuchte sie zu antworten, aber erinnerte sie sich dann an den Knebel den sie immer noch im Mund hatte und weinte deshalb noch mehr. Sie wollte doch nur für ein paar Tage weg fahren und an ihrem Buch arbeiten, wie konnte es passieren, dass sie in so was verstrickt werden konnte? Sie zappelte mit ihren Armen und Beinen, so weit es ihr möglich war und versuchte sich zu befreien, aber bemerkte sofort, dass es sinnlos war. Er hatte sie fest verschnürt. Den Rest des Weges hielt sie still und betete innerlich. Sie wusste nicht wie lange er mit ihr marschiert war, sie hatte kein Zeitgefühl mehr, allerdings sah sie, dass es am Horizont hell wurde, also musste bald die Sonne aufgehen.

Sie beobachtete aufmerksam die Umgebung an der er vorbei ging. Er war erst einer Straße gefolgt und dann in den Wald abgebogen der nun immer dichter wurde. Er hatte jedoch keine Mühe dabei sich den Weg durch den Wald zu bahnen, denn es war so als würden ihm die Bäume und Pflanzen den Weg frei machen. Sie sah wie hinter ihm die Pflanzen immer wieder zu wucherten. Es war kein Anzeichen dafür da, dass zuvor jemand hier entlang gegangen wäre. Unter ihm sah sie, dass der Weg nun steiniger wurde. Da wo vorher Waldboden voller Laub war, sah sie nun immer mehr Steine die letztendlich zu Felsen wurden. Sie gab den Versuch sich den Weg zu merken inzwischen auf, zu lange waren sie jetzt unterwegs. Niemals würde sie den Weg zurück finden.

Die Schmerzen und der Blutverlust, die ihre Kopfwunde verursachten, zollten nun ihren Tribut. Sie verlor immer wieder ihr Bewusstsein, wurde jedoch gleich wieder durch den scharfen Schmerz wach, der mittlerweile durch ihren ganzen Körper zuckte. Als sie das nächste Mal wach wurde entwich ihr ein kehliger Laut, der durch ihren Knebel im Mund erstickt wurde. Sie riss panisch ihre Augen auf und glaubte nicht was sie sah: Fenix erklimmte, mit ihr auf dem Rücken, leichtfüßig einen Berg. Immer wieder versuchte sie aufzuschreien, aber der Knebel verhinderte, dass auch nur ein Ton über ihre Lippen kam. „Das darf nicht war sein!“, schoss es ihr immer wieder durch den Kopf. „Ich träume oder bin in einem schlechten Film.“, dachte sie sich stumm und immer mehr Angst stieg in ihr auf. Sie kniff die Augen fest zusammen um sie dann wieder panisch aufzureißen, aber sie befand sich immer noch auf dem Rücken eines Irren der sie einen Berg hoch schleppte. Er schnaufte dabei nicht einmal, als würde es ihm keine Anstrengung kosten. Dann merkte sie, wie er einen Vorsprung erreicht haben musste, er legte sie kurz ab und sagte „Nun kannst du so viel schreien wie dir beliebt, hier oben wird dich niemand hören.“ er nahm ihr den Knebel ab um sie anschließend wieder auf seine Schulter zu heben. Dabei konnte sie kurz einen Blick auf einen Höhleneingang erhaschen, der gleich vor ihnen lag. Trotz seiner Aussage, dass man sie nicht hören würde, begann sie damit laut zu schreien „Hilfeeeee! Hilfeee!“, irgendwann versagte ihre Stimme, nur noch unverständliches Gekreische kam aus ihrem Mund bis sie schließlich vollkommen verstummte.

Der Höhleneingang war schon lange nicht mehr zu sehen und Fenix manövrierte sie Beide durch verschiedene Gänge. Es war hier dunkler als die Nacht, so dass man nicht die Hand vor Augen hätte sehen können. Sie fasste all ihren Mut zusammen und sprach ihn direkt an „Was wollen sie denn von mir?“, ihre Stimme zitterte und man hörte wie verzweifelt und verängstigt sie war. Sie hatte keine Antwort erwartet, aber tatsächlich entgegnete er ihr im Plauderton „Das ist eine Überraschung.“, sie konnte sein Gesicht nicht sehen, aber sie war sicher, dass er dabei lächelte.

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