Samstag, 2. Februar 2013

Story: Blutmond - Krank

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: Blutmond

Ich zog erschrocken meine Hand weg und warf Elena aus meinen weit aufgerissenen Augen einen verächtlichen Blick zu „Das ist nicht möglich und das weißt du!“, während ich die Haushälterin aufgebracht anging stand ich auf und ging zu Tür. Bevor ich diese öffnete, drehte ich mich noch einmal zu ihr um „Du hättest mich fast gehabt, beinah wäre ich darauf rein gefallen...“, traurig verließ ich den Raum. Ich hastete zurück auf mein Zimmer, schloss die Tür vorsorglich ab, warf ich mich auf mein Bett und lies mir die letzten Stunden durch den Kopf gehen. Er war voll von kuriosen Ereignissen, die mir zu befremdlich waren. Erst die Orgie im Garten, die mich am meisten verstört hatte, dann Chris der mich küsste und anschließend Elena die verrückt war.

Ich schaute auf die roten Ziffern meines Weckers: 03:11, keine vier Stunden Schlaf mehr. Genervt verdrehte ich die Augen und hüpfte aus dem Bett um mir die Zähne zu putzen. Danach warf ich mir ein T-Shirt über, da sich ein Pyjama wohl nicht mehr lohnen würde. Erschöpft legte ich mich wieder unter meine Decke. Kaum hatte ich die Augen geschlossen sah ich Chris vor mir, wie wir im Wohnzimmer gestanden und uns geküsst hatten. Mir wurde ganz warm und mein Bauch kribbelte, es hatte sich so richtig angefühlt. Nach langem Kopfzerbrechen fiel ich dann doch noch in einen unruhigen Schlaf und träumte wirres Zeug. Pünktlich um 7:00 Uhr ging mein Wecker, übermüdet stelle ich ihn ab und rieb mir den Schlaf aus den Augen.

Als ich meine Decke beiseite werfen wollte, wurde die Decke von etwas schwerem aufgehalten. Irritiert schaute ich meine Bettdecke entlang und mir lief es Eiskalt den Rücken runter. Hektisch hechtete ich zur Tür, die ich meinte abgeschlossen zu haben. Ich rüttelte an ihr und stellte fest, dass sie immer noch sicher verschlossen war. Ich drehte mich wieder zu meinem Bett und betrachtete das schwere, in Leder eingebundene Buch an, welches immer noch friedlich da lag. Wie war es hier rein gekommen? Erschrocken fuhr ich zusammen als es plötzlich an der Tür klopfte „Sam, bist du wach?“, hörte ich die Stimme meiner Mutter durch die Tür dringen. In Sekunden fällte ich die Entscheidung heute nicht zur Schule zur gehen „Ja, aber mir geht es nicht gut. Ich glaube, dass ich Fieber habe.“, als Antwort darauf rüttelte es an der Tür „Sam, warum ist denn deine Tür abgeschlossen? Komm mach auf, damit ich nach dir sehen kann.“, mein Blick fiel wieder auf das Buch. Eilig ließ ich es unter mein Bett verschwinden und ging zurück zur Tür.

Ich setze eine gequälte Miene auf und hustete etwas, während ich sie öffnete. Sie legte mir ihre Hand auf die Stirn und zog ihre Augenbrauen kraus „Warm bist du nicht, aber ganz schön blass, leg dich wieder hin, ich werde dich in der Schule entschuldigen.“, innerlich brach ich in Jubel aus, denn dann war die kurze Nacht ja doch noch nützlich gewesen. Meine Mutter sprach weiter „Elena wird dir dein Frühstück gleich hoch bringen.“, sie wollte bereits gehen, als ich energischer als beabsichtigt rief „Nein!“, Lynn drehte sich zu mir um und sah deutlich erschrocken aus, aber sagte kein Wort. Etwas zurück haltender sagte ich „Bitte, kannst du das nicht machen?“, ich hoffte, sie würde glauben, dass ich sie aus melancholischen Gründen darum bat. Ihr Blick wurde weicher und ein Lächeln huschte über ihre Lippen „ Ja gut, aber nun leg dich wieder hin.“, ich nickte eifrig und ließ die Tür einen Spalt offen.
Meine Gedanken kreisten um das Buch und wie es in mein Zimmer gelangt sein konnte. Elena musste etwas damit zu tun haben, aber wie konnte sie das bewerkstelligt haben? Mir kam die Idee, dass es vielleicht geheime Gänge in diesem Haus gab, aber während ich noch darüber nachdachte schüttelte ich bereits meinen Kopf, da es absurd war. Kurze Zeit später kam Lynn mit einem Tablett in den Händen zurück. Es hatte ausklappbare Ständer, so dass sie es, nachdem ich mich aufgesetzt hatte, vor mich stellen konnte. Sie hatte es sehr gut mit mir gemeint, neben einer Tasse Kamillentee hatte sie eine Karaffe Orangensaft gestellt, dazu vier Scheiben Toast, die bereits mit Käse und Salami belegt waren und Rührei. Als i-Tüpfelchen lagen neben dem Teller ein paar Aspirin. „Iss erst mal einen Happen und nimm dann die Aspirin, die wird dir gut tun.“, ich nickte und biss genüsslich von einer Scheibe Toast ab. Während ich mich auf mein Frühstück konzentrierte, setzte sich meine Mutter auf meinen Bürostuhl und sagte „Ich habe dich bis Ende der Woche krank gemeldet.“, ich hätte mich fast verschluckt und schaute sie fragend an, aber sie sagte nichts mehr. Jetzt fiel mir zum ersten Mal ihr Blick auf, dieser war zwar auf mich gerichtet, aber es schien als würde sie direkt durch mich hindurch sehen.

1 Kommentar:

  1. Oha, also fällt ihr jetzt auf, dass in diesem Haus etwas ganz und gar nicht stimm, oder verdrängt sie den Umstand?

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Samstag, 2. Februar 2013

Story: Blutmond - Krank

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: Blutmond

Ich zog erschrocken meine Hand weg und warf Elena aus meinen weit aufgerissenen Augen einen verächtlichen Blick zu „Das ist nicht möglich und das weißt du!“, während ich die Haushälterin aufgebracht anging stand ich auf und ging zu Tür. Bevor ich diese öffnete, drehte ich mich noch einmal zu ihr um „Du hättest mich fast gehabt, beinah wäre ich darauf rein gefallen...“, traurig verließ ich den Raum. Ich hastete zurück auf mein Zimmer, schloss die Tür vorsorglich ab, warf ich mich auf mein Bett und lies mir die letzten Stunden durch den Kopf gehen. Er war voll von kuriosen Ereignissen, die mir zu befremdlich waren. Erst die Orgie im Garten, die mich am meisten verstört hatte, dann Chris der mich küsste und anschließend Elena die verrückt war.

Ich schaute auf die roten Ziffern meines Weckers: 03:11, keine vier Stunden Schlaf mehr. Genervt verdrehte ich die Augen und hüpfte aus dem Bett um mir die Zähne zu putzen. Danach warf ich mir ein T-Shirt über, da sich ein Pyjama wohl nicht mehr lohnen würde. Erschöpft legte ich mich wieder unter meine Decke. Kaum hatte ich die Augen geschlossen sah ich Chris vor mir, wie wir im Wohnzimmer gestanden und uns geküsst hatten. Mir wurde ganz warm und mein Bauch kribbelte, es hatte sich so richtig angefühlt. Nach langem Kopfzerbrechen fiel ich dann doch noch in einen unruhigen Schlaf und träumte wirres Zeug. Pünktlich um 7:00 Uhr ging mein Wecker, übermüdet stelle ich ihn ab und rieb mir den Schlaf aus den Augen.

Als ich meine Decke beiseite werfen wollte, wurde die Decke von etwas schwerem aufgehalten. Irritiert schaute ich meine Bettdecke entlang und mir lief es Eiskalt den Rücken runter. Hektisch hechtete ich zur Tür, die ich meinte abgeschlossen zu haben. Ich rüttelte an ihr und stellte fest, dass sie immer noch sicher verschlossen war. Ich drehte mich wieder zu meinem Bett und betrachtete das schwere, in Leder eingebundene Buch an, welches immer noch friedlich da lag. Wie war es hier rein gekommen? Erschrocken fuhr ich zusammen als es plötzlich an der Tür klopfte „Sam, bist du wach?“, hörte ich die Stimme meiner Mutter durch die Tür dringen. In Sekunden fällte ich die Entscheidung heute nicht zur Schule zur gehen „Ja, aber mir geht es nicht gut. Ich glaube, dass ich Fieber habe.“, als Antwort darauf rüttelte es an der Tür „Sam, warum ist denn deine Tür abgeschlossen? Komm mach auf, damit ich nach dir sehen kann.“, mein Blick fiel wieder auf das Buch. Eilig ließ ich es unter mein Bett verschwinden und ging zurück zur Tür.

Ich setze eine gequälte Miene auf und hustete etwas, während ich sie öffnete. Sie legte mir ihre Hand auf die Stirn und zog ihre Augenbrauen kraus „Warm bist du nicht, aber ganz schön blass, leg dich wieder hin, ich werde dich in der Schule entschuldigen.“, innerlich brach ich in Jubel aus, denn dann war die kurze Nacht ja doch noch nützlich gewesen. Meine Mutter sprach weiter „Elena wird dir dein Frühstück gleich hoch bringen.“, sie wollte bereits gehen, als ich energischer als beabsichtigt rief „Nein!“, Lynn drehte sich zu mir um und sah deutlich erschrocken aus, aber sagte kein Wort. Etwas zurück haltender sagte ich „Bitte, kannst du das nicht machen?“, ich hoffte, sie würde glauben, dass ich sie aus melancholischen Gründen darum bat. Ihr Blick wurde weicher und ein Lächeln huschte über ihre Lippen „ Ja gut, aber nun leg dich wieder hin.“, ich nickte eifrig und ließ die Tür einen Spalt offen.
Meine Gedanken kreisten um das Buch und wie es in mein Zimmer gelangt sein konnte. Elena musste etwas damit zu tun haben, aber wie konnte sie das bewerkstelligt haben? Mir kam die Idee, dass es vielleicht geheime Gänge in diesem Haus gab, aber während ich noch darüber nachdachte schüttelte ich bereits meinen Kopf, da es absurd war. Kurze Zeit später kam Lynn mit einem Tablett in den Händen zurück. Es hatte ausklappbare Ständer, so dass sie es, nachdem ich mich aufgesetzt hatte, vor mich stellen konnte. Sie hatte es sehr gut mit mir gemeint, neben einer Tasse Kamillentee hatte sie eine Karaffe Orangensaft gestellt, dazu vier Scheiben Toast, die bereits mit Käse und Salami belegt waren und Rührei. Als i-Tüpfelchen lagen neben dem Teller ein paar Aspirin. „Iss erst mal einen Happen und nimm dann die Aspirin, die wird dir gut tun.“, ich nickte und biss genüsslich von einer Scheibe Toast ab. Während ich mich auf mein Frühstück konzentrierte, setzte sich meine Mutter auf meinen Bürostuhl und sagte „Ich habe dich bis Ende der Woche krank gemeldet.“, ich hätte mich fast verschluckt und schaute sie fragend an, aber sie sagte nichts mehr. Jetzt fiel mir zum ersten Mal ihr Blick auf, dieser war zwar auf mich gerichtet, aber es schien als würde sie direkt durch mich hindurch sehen.

1 Kommentar:

  1. Oha, also fällt ihr jetzt auf, dass in diesem Haus etwas ganz und gar nicht stimm, oder verdrängt sie den Umstand?

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