Montag, 25. Februar 2013

Story: The Huntsmen - Logan - BigBad

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Einen Abend später tummelten sich ein paar Menschen unter einer Meute Werwölfe im Speiseraum. Ich hatte erst befürchtet, dass nicht alle einen Platz finden würden, aber ich habe die Größe des Tisches unterschätzt. Wobei es auch kein Speiseraum war, sondern eher ein Speisesaal, in dem man problemlos eine Armee hätte versorgen können. Dana hatte gemeinsam mit Rachel bei dem örtlichen Pizza-Service eine große Menge Pizza vorbestellt, die hoffentlich bald eintreffen würde. Megan saß gemeinsam mit ihrer Tochter neben Tatjana die sich mit Begeisterung Rose widmete. Ich hatte schon einige neue Gesichter entdeckt, zu denen ich aber die Namen noch nicht kannte. Eines der Gesichter stach besonders hervor. Ein großer, bulliger Kerl mit Glatze und Afroamerikaner. Er saß gegenüber von Tatjana und beobachtete die Umgebung, ließ sie dabei aber keine Sekunde aus den Augen.

Ich ließ meinen Blick weiter über die Meute schweifen, als Cole den Raum betrat. Er hatte wie immer ein breites Lächeln im Gesicht, wie sonst auch, wenn er mal seiner Technikwelt entfliehen konnte. Ich hätte vermutet, dass er sich erst mal einen Überblick verschaffen würde, stattdessen blieben seine Augen aber gleich auf Tatjana haften. Er fragte: »Wer ist denn der heiße Feger?«, und pfiff anschließend einmal auf, damit es auch jeder mitbekam. Vermutlich war seine Absicht gewesen, die Atmosphäre etwas aufzulockern, aber das ging wohl nach hinten los, denn der bulliger Kerl schlug heftig auf den Tisch, so dass das Geschirr darauf klapperte und sprang auf. Cole zog verärgert seine Augenbrauen kraus: »Kann der heiße Feger nicht für sich selber sprechen?«, es sah so aus, als würde der Glatzkopf jeden Moment auf ihn losgehen. Die Werwölfin eilte zu beiden rüber und ging dazwischen: »Ruhig Großer. BigBaaad, alles ist gut.«, und streichelte dabei beruhigend seinen Unterarm.

Ich dachte, die Situation sei gerettet, doch Cole hatte natürlich nichts Besseres zu tun als dümmlich zu grinsen, was BigBad dazu brachte, wütend zu knurren. Aber Cole konnte es natürlich nicht lassen und fragte amüsiert: »BigBad?«, dabei grinste er noch dümmlicher als zuvor. Kopfschüttelnd verdrehte ich die Augen und fragte mich, wie lebensmüde man eigentlich sein konnte. Plötzlich packte der bullige Kerl ihn mit einer Hand am Kragen, so dass seine Füße in der Luft baumelten. Cole starrte ihn mit aufgerissen Augen an und schnappte nach Luft, während Tatjana versuchte den großen Kerl zu beruhigen. Sie redete mit Engelszunge auf ihn ein und lächelte von einem Ohr zum anderen, als würde sie mit einem kleinen Kind sprechen: »Big, schau doch mal, mir geht es gut. Beruhig dich mein Großer, alles ist wunderbar.«
Ich konnte beobachten wie sein Blick unsicher zwischen ihr und Cole hin und her glitt, aber noch ließ er ihn nicht los, weshalb ich mich nun auch einmischte. Ich stand auf um meine Aussage zu bekräftigen und sagte: »Lass ihn runter.«
Dafür erntete ich von BigBad, aus zusammengekniffen Augen, einen herablassenden Blick, der aussagte »Setz dich besser oder es setzt was.«
Seine Iriden, leuchtend hellblau, jagten mir Angst ein, warum ich nur noch entschuldigend sagte: »Sorry Kumpel, hab´s versucht.«

Ty, der neben mir saß, hustete plötzlich auf, aber ich stellte nach genauerem Hinsehen fest, dass er sich vor Lachen schüttelte, was er mit der Hand vor dem Mund zu verbergen versuchte. Schwer ausatmend verdrehte ich erneut die Augen und entschied mich dazu einfach abzuwarten was passieren würde. BigBad war offenbar kein Mann der großen Worte, denn anstatt ihn anzubellen, starrte er Cole, der immer noch an seinem Arm baumelte, mit seinen hellblauen Augen in den Boden. Tatjana war unerlässlich dabei beruhigend seine Schultern zu massieren und flüsterte ihm etwas ins Ohr, was ich nicht verstehen konnte, aber es schien zu wirken, denn endlich ließ er Cole vom Haken. Dann setzte er sich einfach zurück auf seinen Platz. Seine Augen hatten sich wieder dunkelbraun gefärbt, als wäre nie etwas geschehen. Mit offener Kinnlade schaute ich fragend zur Werwölfin, die schulterzuckend erklärte »BigBad, redet nicht. Ihm sind Menschen zu anstrengend.«
Ungläubig fragte ich sie »Wie alt ist er denn?«, sie schien in die Luft zu starren, während sie nachdachte, und antwortete dann: »Er war schon da, als ich noch ein Kind war. Ein paar Jahrhunderte vielleicht?«, bei den letzten beiden Worten wurde ihre Stimme immer dünner.

Ich musterte BigBad jetzt noch mal eingehender, bevor ich sie weiter ausfragte: »Also sind Werwölfe eben so unsterblich wie Vampire?«, zu meiner Verwunderung antwortete mir aber BigBad auf die Frage, während er mich mit seinen dunklen Augen taxierte: »Ich bin nicht unsterblich, ich habe lediglich eine sehr hohe Lebenserwartung.“ seine Stimme war sehr tief und glich dem Knurren eines Wolfes, so dass ich Gänsehaut bekam. Ty lachte weiter in sich hinein, weshalb ich ihn mit offenem Mund anschaute. Es war sein Glück, dass es an der Tür leutete.

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Montag, 25. Februar 2013

Story: The Huntsmen - Logan - BigBad

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Einen Abend später tummelten sich ein paar Menschen unter einer Meute Werwölfe im Speiseraum. Ich hatte erst befürchtet, dass nicht alle einen Platz finden würden, aber ich habe die Größe des Tisches unterschätzt. Wobei es auch kein Speiseraum war, sondern eher ein Speisesaal, in dem man problemlos eine Armee hätte versorgen können. Dana hatte gemeinsam mit Rachel bei dem örtlichen Pizza-Service eine große Menge Pizza vorbestellt, die hoffentlich bald eintreffen würde. Megan saß gemeinsam mit ihrer Tochter neben Tatjana die sich mit Begeisterung Rose widmete. Ich hatte schon einige neue Gesichter entdeckt, zu denen ich aber die Namen noch nicht kannte. Eines der Gesichter stach besonders hervor. Ein großer, bulliger Kerl mit Glatze und Afroamerikaner. Er saß gegenüber von Tatjana und beobachtete die Umgebung, ließ sie dabei aber keine Sekunde aus den Augen.

Ich ließ meinen Blick weiter über die Meute schweifen, als Cole den Raum betrat. Er hatte wie immer ein breites Lächeln im Gesicht, wie sonst auch, wenn er mal seiner Technikwelt entfliehen konnte. Ich hätte vermutet, dass er sich erst mal einen Überblick verschaffen würde, stattdessen blieben seine Augen aber gleich auf Tatjana haften. Er fragte: »Wer ist denn der heiße Feger?«, und pfiff anschließend einmal auf, damit es auch jeder mitbekam. Vermutlich war seine Absicht gewesen, die Atmosphäre etwas aufzulockern, aber das ging wohl nach hinten los, denn der bulliger Kerl schlug heftig auf den Tisch, so dass das Geschirr darauf klapperte und sprang auf. Cole zog verärgert seine Augenbrauen kraus: »Kann der heiße Feger nicht für sich selber sprechen?«, es sah so aus, als würde der Glatzkopf jeden Moment auf ihn losgehen. Die Werwölfin eilte zu beiden rüber und ging dazwischen: »Ruhig Großer. BigBaaad, alles ist gut.«, und streichelte dabei beruhigend seinen Unterarm.

Ich dachte, die Situation sei gerettet, doch Cole hatte natürlich nichts Besseres zu tun als dümmlich zu grinsen, was BigBad dazu brachte, wütend zu knurren. Aber Cole konnte es natürlich nicht lassen und fragte amüsiert: »BigBad?«, dabei grinste er noch dümmlicher als zuvor. Kopfschüttelnd verdrehte ich die Augen und fragte mich, wie lebensmüde man eigentlich sein konnte. Plötzlich packte der bullige Kerl ihn mit einer Hand am Kragen, so dass seine Füße in der Luft baumelten. Cole starrte ihn mit aufgerissen Augen an und schnappte nach Luft, während Tatjana versuchte den großen Kerl zu beruhigen. Sie redete mit Engelszunge auf ihn ein und lächelte von einem Ohr zum anderen, als würde sie mit einem kleinen Kind sprechen: »Big, schau doch mal, mir geht es gut. Beruhig dich mein Großer, alles ist wunderbar.«
Ich konnte beobachten wie sein Blick unsicher zwischen ihr und Cole hin und her glitt, aber noch ließ er ihn nicht los, weshalb ich mich nun auch einmischte. Ich stand auf um meine Aussage zu bekräftigen und sagte: »Lass ihn runter.«
Dafür erntete ich von BigBad, aus zusammengekniffen Augen, einen herablassenden Blick, der aussagte »Setz dich besser oder es setzt was.«
Seine Iriden, leuchtend hellblau, jagten mir Angst ein, warum ich nur noch entschuldigend sagte: »Sorry Kumpel, hab´s versucht.«

Ty, der neben mir saß, hustete plötzlich auf, aber ich stellte nach genauerem Hinsehen fest, dass er sich vor Lachen schüttelte, was er mit der Hand vor dem Mund zu verbergen versuchte. Schwer ausatmend verdrehte ich erneut die Augen und entschied mich dazu einfach abzuwarten was passieren würde. BigBad war offenbar kein Mann der großen Worte, denn anstatt ihn anzubellen, starrte er Cole, der immer noch an seinem Arm baumelte, mit seinen hellblauen Augen in den Boden. Tatjana war unerlässlich dabei beruhigend seine Schultern zu massieren und flüsterte ihm etwas ins Ohr, was ich nicht verstehen konnte, aber es schien zu wirken, denn endlich ließ er Cole vom Haken. Dann setzte er sich einfach zurück auf seinen Platz. Seine Augen hatten sich wieder dunkelbraun gefärbt, als wäre nie etwas geschehen. Mit offener Kinnlade schaute ich fragend zur Werwölfin, die schulterzuckend erklärte »BigBad, redet nicht. Ihm sind Menschen zu anstrengend.«
Ungläubig fragte ich sie »Wie alt ist er denn?«, sie schien in die Luft zu starren, während sie nachdachte, und antwortete dann: »Er war schon da, als ich noch ein Kind war. Ein paar Jahrhunderte vielleicht?«, bei den letzten beiden Worten wurde ihre Stimme immer dünner.

Ich musterte BigBad jetzt noch mal eingehender, bevor ich sie weiter ausfragte: »Also sind Werwölfe eben so unsterblich wie Vampire?«, zu meiner Verwunderung antwortete mir aber BigBad auf die Frage, während er mich mit seinen dunklen Augen taxierte: »Ich bin nicht unsterblich, ich habe lediglich eine sehr hohe Lebenserwartung.“ seine Stimme war sehr tief und glich dem Knurren eines Wolfes, so dass ich Gänsehaut bekam. Ty lachte weiter in sich hinein, weshalb ich ihn mit offenem Mund anschaute. Es war sein Glück, dass es an der Tür leutete.

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