Montag, 20. Mai 2013

Shortstory: Mörderische Absichten

Hallo zusammen,

ich habe mich mal an einer Kurzgeschichte versucht. Heute aber ganz ohne Werwölf oder Vampire.
Ich hoffe, dass es euch trotzdem gefällt und freue mich auf euer Feedback.

Viel Spaß wünscht euch
Eure





Mörderische Absichten


»Tap, tap, tap.« Bedrohlich kamen die Schritte immer näher. Angst erfüllt rannte sie die Gasse rauf. Sie musste unbedingt unter Leute kommen. »Tap, tap, tap.«, erklangen die Schritte erneut. Mit Herzklopfen bog sie in die belebte Straße ein und atmete erleichtert auf.

Außer Atem blickte er um die Ecke. Vor ihm lag die Menschenmenge, in die das Mädchen untergetaucht war und dadurch entkam. Erschöpft lehnte er seinen Kopf gegen die Wand und fluchte: »Verdammt, sie wäre perfekt gewesen.«
Jede Nacht ging er umher und suchte sich seine Opfer. Sonst zog ihn blondes Haar und blauen Augen an. Doch bei diesem Mädchen war es anders. Ihr braunen Haare fielen ihr in einem geflochtenen Zopf über den Rücken und dunkle Augen hatten ihn angelächelt. Ihr Duft hatte ihn verzaubert.


Verärgert sah er ein, dass er ihre Spur verloren hatte. Heute Nacht würde er wieder kein Mädchen haben können. Seit Wochen hatte er keines mehr in seinem Keller. Es machte ihm Spaß sie schreien zu hören, sie betteln zu sehen und bluten zu lassen. Er quälte sie auf jede erdenkliche Weise und, während er sie vergewaltigte, erwürgte er sie. Der panische Blick, in ihren vor Todesangst aufgerissenen Augen, machte ihn an. Nur dann bekam er einen hoch. Aber der Moment, in dem das Leben aus ihren Augen wich, ließen ihn verzweifeln. Bei diesem Mädchen, glaubte er, wäre es anders gewesen. Unzufrieden zog er seine Cappy tiefer in sein Gesicht und machte sich weiter auf die Suche.

Er saß im Park auf einer Bank und es dämmerte bereits. Ihn beschlich das Gefühl, dass er heute ohne Beute nach Hause kommen würde. Er beobachtete die vorbeiziehenden Menschen. Er ärgerte sich immer noch darüber, die Spur von diesem Mädchen verloren zu haben, auch wenn sie nicht seinem Typ entsprach.
Unerwartet wurde er von einer Frau angesprochen, ihre dunklen Locken vielen ihr über die Schultern.
»Entschuldigung, ich glaube, dass ich mich verlaufen habe.«, sie lachte peinlich berührt auf. Er wollte sie schon abwimmeln, weil sie viel älter als seine bevorzugte Beute erschien, als ihm ihr Duft auffiel. Ein ähnlicher Duft, den ihn eben noch das Mädchen hat verfolgen lassen. Er setzte ein freundliches Lächeln auf und gab sich Mühe vertrauenerweckend zu wirken.
»Wo möchten Sie denn hin?«, fragte er sie. Sie fuhr sich unbewusst mir ihrer Hand durch ihr volles, lockiges Haar und der Wind trug ihren betörenden Duft erneut zu ihm.
Suchend blickte sie den Weg auf und ab und erklärte ihm: »Ehrlich gesagt nach Hause, Luisenweg. Ich bin erst vor kurzem hergezogen und kenne mich noch nicht so gut aus.«
Unauffällig prüfte er die Umgebung, ob sie jemand beobachtete, aber er sah niemanden in der Nähe. Sie würde heute Abend reichen müssen.
»Soll ich Sie vielleicht nach Hause begleiten? Es wird bald dunkel sein. Eine so hübsche Frau, wie Sie, sollte nicht alleine durch die Straßen gehen.«
Ihr Gesichtsausdruck wurde mißtrauisch: »Ähm. Also.«
Er lenkte sofort ein, um sie nicht noch mehr abzuschrecken: »Oder, ich erklären ihnen einfach den Weg. Es tut mir leid, ich wollte nicht aufdringlich sein.«
Nun lächelte sie wieder, was ihn beruhigte. Ihm wurde klar, dass sie nicht so naiv wie die anderen Mädchen war, er durfte sie nicht drängen und musste mit Fingerspitzengefühl vorgehen.
»Darf ich Sie denn bis zur Straße begleiten? Von dort kann ich Ihnen den Weg besser erklären.«, sie nickte dankbar.

Sie brauchten für den Weg etwa zehn Minuten. Die beiden unterhielten sich angeregt und er spielte seine freundliche Rolle sehr überzeugend. An ihrem Ziel angekommen erklärte er ihr den Weg und überlegte gleichzeitig, wie er sie bekommen konnte. Er verabschiedete sich und wendete sich zum Gehen ab, aber sie hielt ihn auf.
»Warten Sie! Sie scheinen ja doch kein schlechter Kerl zu sein. Nur heut zu Tage weiß man das vorher ja nicht.«, entschuldigend lächelte sie ihn an.
Freude kam in ihm auf. Er würde sie nicht heimlich verfolgen müssen, nein, sie würde ihn sogar geradewegs zu sich nach Hause führen. So konnte sich eine Pechsträhne zum Guten wenden.

Vor ihrer Haustüre angekommen suchte sie ihren Schlüssel aus ihrer Handtasche und fragte ihn mit unsicherem Blick: »Möchten Sie vielleicht noch auf einen Kaffee mit reinkommen?«
Sein Herz machte einen Sprung. Jetzt lud sie ihn sogar zu sich ein. Konnte es besser laufen?
»Ich weiß nicht.«, er blickte auf seine Uhr, damit es so aussah, als würde er es sich überlegen. Wie er gehofft hatte, versuchte sie ihn zu überreden. »Ein Kaffee, als Dank für Ihre Hilfe, kann nicht schaden. Ich verspreche Ihnen, dass ich Sie nicht lange aufhalte.«
Er gab sich nachdenklich, damit es widerwillig wirkte: »Hm, nagut, aber nur kurz.«

Er betrat gleich hinter ihr, dass gemütlich wirkende Wohnzimmer. Sie bot ihm an seine Jacke aufzuhängen und fragte: »Schwarz oder Milch und Zucker?«, verwirrt blickte er sie an. Als sie bemerkte, dass er nicht verstand, was sie meinte, fügte sie hinzu: »Der Kaffee«, sie kicherte vergnügt auf.
Zum Glück nahm sie es mit Humor. Abgelenkt von seinen Absichten hatte er den Faden verloren, das hätte auch nach hinten losgehen können.
»Schwarz, bitte.«, er setzte sich auf das Sofa und wartete geduldig auf seine Gastgeberin. Mit einem Tablett kam sie lachend aus der Küche.
»Ich hoffe, dass er Ihnen schmeckt. Manche behaupten, dass ich gar keinen Kaffee kochen kann.«
Sie gab ihm eine Tasse, worauf er gleich einen Schluck nahm. Die Leute hatten recht, der Kaffee schmeckte viel zu bitter, hätte er doch besser Milch und Zucker genommen. Damit sie nicht bemerkte, dass ihm der Kaffee nicht schmeckte, nahm er nochmal einen großen Schluck und stellte ihn dann auf dem Tisch, vor ihm, ab. Plötzlich wurde ihm warm und schwummrig. Schweiß stand auf seiner Stirn.
»Darf ich kurz in Ihr Bad?«, fragte er benommen. Sie lächelte immer noch, als sie ihm sagte: »Ja natürlich, auf dem Flur, erste Tür rechts. Geht es Ihnen nicht gut?«
Er stand auf um zum Bad zugehen, als seine Beine unter ihm versagten.

Mit pochenden Kopfschmerzen öffnete er langsam seine Augen. Verschwommen nahm er ein helles Licht über sich war, doch in seinen Augenwinkeln blieb es dunkel. Mehrmals kniff er seine Augenlider fest zusammen, in der Hoffnung, dass er anschließend besser sehen konnte. Die einzige Lichtquelle bestand aus einer flackernden Glühbirne, die nackt über ihm baumelte. Als sich seine Sinne erholt hatten, fiel ihm der Geruch von Verwesung auf. Panisch ließ er seinen Blick durch den Raum schweifen und entdeckte mehrere leblose Körper, die am Rand des Lichtkegels lagen. Angst kam in ihm auf. Er versuchte sich zu bewegen, bemerkte aber dann, dass er geknebelt, gefesselt und zu dem splitterfasenackt auf einem Tisch lag. Er riss an den metallenen Fesseln, die seinen Hals, seine Hände, Hüfte und Knöchel fixierten, aber vergeblich.

Dann hörte er ein Knarren und darauf das Zufallen einer Tür. Er hielt die Luft an und lauschte. Jemand stieg eine Treppe herunter, die Schritte wurden immer lauter. Die Angst, die er verspürt hatte, wurde zu Panik. Erneut riss er an seinen Fesseln, so dass sie sich in seine Haut schnitten. Aus seiner Kehle kamen klägliche Laute. Überraschend legte sich ein Schatten über sein Gesicht. Die Frau ragte über ihm auf, doch von ihrem freundlichen Lächeln war nichts mehr zu sehen. Sie drückte die untere Hälfte des Tisches nach unten, so dass dieser sich aufrichtete, und ging zwei Schritte zurück. Nur in einer engen Ledercoursage mit Strapsen bekleidet und sonst nackt, baute sie sich mit kritischem Blick vor ihm auf.
»Sieht so aus, als würde ich mein Versprechen, nicht halten können. Wird wohl doch etwas länger dauern.«

Mit einem gefährlichen Grinsen trat sie wieder an ihn heran und zog ein kleines Messer aus ihrem Ausschnitt. Langsam ließ sie die Klinge an seiner Wange entlang wandern. Er spürte den scharfen Schmerz, der in seinem Kiefer explodierte. Ihr Grinsen wurde breiter, als sie die Prozedur, an der anderen Wange, wiederholte. Der Knebel in seinem Mund dämpfte den Schmerzensschrei, der seiner Kehle entsprang, als sie die Klinge in seine Schulter rammte.
»Mhhh, du bist was ganz Besonderes«, hauchte sie ihm zu. Mit einem kurzen Handgriff brachte sie den Tisch wieder in die Horizontale, so dass sein Blick erneut auf die flackernde Glühbirne fiel. Ihre freie Hand fuhr über die Wunde und verteilte sein Blut auf seinem Brustkorb. Langsam ließ sie ihre Finger weiter wandern, während sie ihm pausenlos in die Augen blickte. Sie genoss die Angst in seinen Augen, die Verzweiflung in der er sich verlor.

Dann veränderte sich ihr Blick. Der Mörder erkannte ihn wieder. Es kam ihm vor, als würde er in einen Spiegel schauen. Es törnte sie an, ihn so da liegen zu sehen. Er spürte ihre Hand in seinem Schritt und konnte nicht fassen, dass er bereit für sie war. Hektisch atmete er ein und aus, verwirrt darüber, wie sein Körper reagierte. Sie schien es bemerkt zu haben, denn sie erklärte ihm: »Viagra im Kaffee. Manche vertragen die Kombination aus KO-Tropfen und Viagra nicht, aber du.«, sie machte eine Pause, bevor sie weitersprach: »Du verträgst es sogar sehr gut.«
Sie gluckste erfreut auf und kletterte langsam auf ihn drauf. Wie eine Katze hockte sie über ihm und leckte das Blut von seiner Brust, bevor sie sein Glied genüsslich einführte, um sich auf ihn draufzusetzten. Sie stöhnte auf und legte ihren Kopf in den Nacken. Gemächlich begann sie ihn zu reiten.

Plötzlich hielt sie inne und schaute ihn abschätzend an: »Irgendwas fehlt.«.
Sie fing an zu lächeln und nahm nachdenklich ihren Zeigefinger in den Mund. »Ich habe eine tolle Idee.«, mit Vorfreude förderte sie einen kleinen Schlüssel zu Tage, der zuvor an einer Halskette hing, und löste seine Handfesseln.
Perplex starrte er seine freien Hände an und überlegte, wie er das zu seiner Flucht nutzen konnte, aber bevor er einen klaren Gedanken fassen konnte, warnte sie ihn: »Eine falsche Bewegung und ich schlitze dich auf. Wenn du tust, was ich dir sage, lasse ich dich am Leben.«
Er wusste, dass sie log. Er selber hatte diese Lüge schon oft erzählt und die aufkeimende Hoffnung, in den Augen seiner Opfer, ausgekostet.
Sie schnürte ihre Coursage auf und entledigte sich ihr. Anschließend griff sie nach seinen Händen und legte sie auf ihren festen Busen. Verführerisch wisperte sie ihm zu: »Streichel mich«, und bewegte sich wieder rythmisch auf und ab.

Mit der Angst in den Knochen, dass sie ihn jeden Moment töten konnte, kam er ihrer Aufforderung zitternd nach. Ihre rhythmischen Bewegungen wurde immer leidenschaftlicher. Trotz der Situation fiel es ihm schwer, das gute Gefühl zu ignorieren, so dass auch er aufstöhnen musste und seine Augen schloss. Sie wurde immer schneller und massierte dabei ihre Klitoris. Sie wandte sich unter seinen Händen, die ihre Brüste kneteten. Dann schrie sie auf, ihr Körper bebte. Kurz vor seinem eigenen Höhepunkt, spürte er plötzlich einen scharfen Schmerz in seiner Brust. Er bekam keine Luft mehr. Als er seine Augen aufriss, sah er das Messer, welches in ihm steckte. Fassungslos hob er seinen Blick, aber sie beachtete ihn gar nicht, ritt ihn erbarmungslos weiter.
Hektisch versuchte er durch die Nase zu atmen, aber seine Lungen füllten sich mit Blut, die dadurch immer weniger Sauerstoff aufnahmen. Dann fiel ihr Blick auf ihn und ihre Augen trafen sich. Ein zufriedenes Lächeln zierte ihr Gesicht, bevor alles um ihn herum Schwarz wurde.

1 Kommentar:

  1. *puuuuh*

    Also, das ist eine tolle Geschichte.

    Mit dieser Wendung hätte ich nicht gerechnet. Ganz toll :)

    LG Kaschi

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Montag, 20. Mai 2013

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ich habe mich mal an einer Kurzgeschichte versucht. Heute aber ganz ohne Werwölf oder Vampire.
Ich hoffe, dass es euch trotzdem gefällt und freue mich auf euer Feedback.

Viel Spaß wünscht euch
Eure





Mörderische Absichten


»Tap, tap, tap.« Bedrohlich kamen die Schritte immer näher. Angst erfüllt rannte sie die Gasse rauf. Sie musste unbedingt unter Leute kommen. »Tap, tap, tap.«, erklangen die Schritte erneut. Mit Herzklopfen bog sie in die belebte Straße ein und atmete erleichtert auf.

Außer Atem blickte er um die Ecke. Vor ihm lag die Menschenmenge, in die das Mädchen untergetaucht war und dadurch entkam. Erschöpft lehnte er seinen Kopf gegen die Wand und fluchte: »Verdammt, sie wäre perfekt gewesen.«
Jede Nacht ging er umher und suchte sich seine Opfer. Sonst zog ihn blondes Haar und blauen Augen an. Doch bei diesem Mädchen war es anders. Ihr braunen Haare fielen ihr in einem geflochtenen Zopf über den Rücken und dunkle Augen hatten ihn angelächelt. Ihr Duft hatte ihn verzaubert.


Verärgert sah er ein, dass er ihre Spur verloren hatte. Heute Nacht würde er wieder kein Mädchen haben können. Seit Wochen hatte er keines mehr in seinem Keller. Es machte ihm Spaß sie schreien zu hören, sie betteln zu sehen und bluten zu lassen. Er quälte sie auf jede erdenkliche Weise und, während er sie vergewaltigte, erwürgte er sie. Der panische Blick, in ihren vor Todesangst aufgerissenen Augen, machte ihn an. Nur dann bekam er einen hoch. Aber der Moment, in dem das Leben aus ihren Augen wich, ließen ihn verzweifeln. Bei diesem Mädchen, glaubte er, wäre es anders gewesen. Unzufrieden zog er seine Cappy tiefer in sein Gesicht und machte sich weiter auf die Suche.

Er saß im Park auf einer Bank und es dämmerte bereits. Ihn beschlich das Gefühl, dass er heute ohne Beute nach Hause kommen würde. Er beobachtete die vorbeiziehenden Menschen. Er ärgerte sich immer noch darüber, die Spur von diesem Mädchen verloren zu haben, auch wenn sie nicht seinem Typ entsprach.
Unerwartet wurde er von einer Frau angesprochen, ihre dunklen Locken vielen ihr über die Schultern.
»Entschuldigung, ich glaube, dass ich mich verlaufen habe.«, sie lachte peinlich berührt auf. Er wollte sie schon abwimmeln, weil sie viel älter als seine bevorzugte Beute erschien, als ihm ihr Duft auffiel. Ein ähnlicher Duft, den ihn eben noch das Mädchen hat verfolgen lassen. Er setzte ein freundliches Lächeln auf und gab sich Mühe vertrauenerweckend zu wirken.
»Wo möchten Sie denn hin?«, fragte er sie. Sie fuhr sich unbewusst mir ihrer Hand durch ihr volles, lockiges Haar und der Wind trug ihren betörenden Duft erneut zu ihm.
Suchend blickte sie den Weg auf und ab und erklärte ihm: »Ehrlich gesagt nach Hause, Luisenweg. Ich bin erst vor kurzem hergezogen und kenne mich noch nicht so gut aus.«
Unauffällig prüfte er die Umgebung, ob sie jemand beobachtete, aber er sah niemanden in der Nähe. Sie würde heute Abend reichen müssen.
»Soll ich Sie vielleicht nach Hause begleiten? Es wird bald dunkel sein. Eine so hübsche Frau, wie Sie, sollte nicht alleine durch die Straßen gehen.«
Ihr Gesichtsausdruck wurde mißtrauisch: »Ähm. Also.«
Er lenkte sofort ein, um sie nicht noch mehr abzuschrecken: »Oder, ich erklären ihnen einfach den Weg. Es tut mir leid, ich wollte nicht aufdringlich sein.«
Nun lächelte sie wieder, was ihn beruhigte. Ihm wurde klar, dass sie nicht so naiv wie die anderen Mädchen war, er durfte sie nicht drängen und musste mit Fingerspitzengefühl vorgehen.
»Darf ich Sie denn bis zur Straße begleiten? Von dort kann ich Ihnen den Weg besser erklären.«, sie nickte dankbar.

Sie brauchten für den Weg etwa zehn Minuten. Die beiden unterhielten sich angeregt und er spielte seine freundliche Rolle sehr überzeugend. An ihrem Ziel angekommen erklärte er ihr den Weg und überlegte gleichzeitig, wie er sie bekommen konnte. Er verabschiedete sich und wendete sich zum Gehen ab, aber sie hielt ihn auf.
»Warten Sie! Sie scheinen ja doch kein schlechter Kerl zu sein. Nur heut zu Tage weiß man das vorher ja nicht.«, entschuldigend lächelte sie ihn an.
Freude kam in ihm auf. Er würde sie nicht heimlich verfolgen müssen, nein, sie würde ihn sogar geradewegs zu sich nach Hause führen. So konnte sich eine Pechsträhne zum Guten wenden.

Vor ihrer Haustüre angekommen suchte sie ihren Schlüssel aus ihrer Handtasche und fragte ihn mit unsicherem Blick: »Möchten Sie vielleicht noch auf einen Kaffee mit reinkommen?«
Sein Herz machte einen Sprung. Jetzt lud sie ihn sogar zu sich ein. Konnte es besser laufen?
»Ich weiß nicht.«, er blickte auf seine Uhr, damit es so aussah, als würde er es sich überlegen. Wie er gehofft hatte, versuchte sie ihn zu überreden. »Ein Kaffee, als Dank für Ihre Hilfe, kann nicht schaden. Ich verspreche Ihnen, dass ich Sie nicht lange aufhalte.«
Er gab sich nachdenklich, damit es widerwillig wirkte: »Hm, nagut, aber nur kurz.«

Er betrat gleich hinter ihr, dass gemütlich wirkende Wohnzimmer. Sie bot ihm an seine Jacke aufzuhängen und fragte: »Schwarz oder Milch und Zucker?«, verwirrt blickte er sie an. Als sie bemerkte, dass er nicht verstand, was sie meinte, fügte sie hinzu: »Der Kaffee«, sie kicherte vergnügt auf.
Zum Glück nahm sie es mit Humor. Abgelenkt von seinen Absichten hatte er den Faden verloren, das hätte auch nach hinten losgehen können.
»Schwarz, bitte.«, er setzte sich auf das Sofa und wartete geduldig auf seine Gastgeberin. Mit einem Tablett kam sie lachend aus der Küche.
»Ich hoffe, dass er Ihnen schmeckt. Manche behaupten, dass ich gar keinen Kaffee kochen kann.«
Sie gab ihm eine Tasse, worauf er gleich einen Schluck nahm. Die Leute hatten recht, der Kaffee schmeckte viel zu bitter, hätte er doch besser Milch und Zucker genommen. Damit sie nicht bemerkte, dass ihm der Kaffee nicht schmeckte, nahm er nochmal einen großen Schluck und stellte ihn dann auf dem Tisch, vor ihm, ab. Plötzlich wurde ihm warm und schwummrig. Schweiß stand auf seiner Stirn.
»Darf ich kurz in Ihr Bad?«, fragte er benommen. Sie lächelte immer noch, als sie ihm sagte: »Ja natürlich, auf dem Flur, erste Tür rechts. Geht es Ihnen nicht gut?«
Er stand auf um zum Bad zugehen, als seine Beine unter ihm versagten.

Mit pochenden Kopfschmerzen öffnete er langsam seine Augen. Verschwommen nahm er ein helles Licht über sich war, doch in seinen Augenwinkeln blieb es dunkel. Mehrmals kniff er seine Augenlider fest zusammen, in der Hoffnung, dass er anschließend besser sehen konnte. Die einzige Lichtquelle bestand aus einer flackernden Glühbirne, die nackt über ihm baumelte. Als sich seine Sinne erholt hatten, fiel ihm der Geruch von Verwesung auf. Panisch ließ er seinen Blick durch den Raum schweifen und entdeckte mehrere leblose Körper, die am Rand des Lichtkegels lagen. Angst kam in ihm auf. Er versuchte sich zu bewegen, bemerkte aber dann, dass er geknebelt, gefesselt und zu dem splitterfasenackt auf einem Tisch lag. Er riss an den metallenen Fesseln, die seinen Hals, seine Hände, Hüfte und Knöchel fixierten, aber vergeblich.

Dann hörte er ein Knarren und darauf das Zufallen einer Tür. Er hielt die Luft an und lauschte. Jemand stieg eine Treppe herunter, die Schritte wurden immer lauter. Die Angst, die er verspürt hatte, wurde zu Panik. Erneut riss er an seinen Fesseln, so dass sie sich in seine Haut schnitten. Aus seiner Kehle kamen klägliche Laute. Überraschend legte sich ein Schatten über sein Gesicht. Die Frau ragte über ihm auf, doch von ihrem freundlichen Lächeln war nichts mehr zu sehen. Sie drückte die untere Hälfte des Tisches nach unten, so dass dieser sich aufrichtete, und ging zwei Schritte zurück. Nur in einer engen Ledercoursage mit Strapsen bekleidet und sonst nackt, baute sie sich mit kritischem Blick vor ihm auf.
»Sieht so aus, als würde ich mein Versprechen, nicht halten können. Wird wohl doch etwas länger dauern.«

Mit einem gefährlichen Grinsen trat sie wieder an ihn heran und zog ein kleines Messer aus ihrem Ausschnitt. Langsam ließ sie die Klinge an seiner Wange entlang wandern. Er spürte den scharfen Schmerz, der in seinem Kiefer explodierte. Ihr Grinsen wurde breiter, als sie die Prozedur, an der anderen Wange, wiederholte. Der Knebel in seinem Mund dämpfte den Schmerzensschrei, der seiner Kehle entsprang, als sie die Klinge in seine Schulter rammte.
»Mhhh, du bist was ganz Besonderes«, hauchte sie ihm zu. Mit einem kurzen Handgriff brachte sie den Tisch wieder in die Horizontale, so dass sein Blick erneut auf die flackernde Glühbirne fiel. Ihre freie Hand fuhr über die Wunde und verteilte sein Blut auf seinem Brustkorb. Langsam ließ sie ihre Finger weiter wandern, während sie ihm pausenlos in die Augen blickte. Sie genoss die Angst in seinen Augen, die Verzweiflung in der er sich verlor.

Dann veränderte sich ihr Blick. Der Mörder erkannte ihn wieder. Es kam ihm vor, als würde er in einen Spiegel schauen. Es törnte sie an, ihn so da liegen zu sehen. Er spürte ihre Hand in seinem Schritt und konnte nicht fassen, dass er bereit für sie war. Hektisch atmete er ein und aus, verwirrt darüber, wie sein Körper reagierte. Sie schien es bemerkt zu haben, denn sie erklärte ihm: »Viagra im Kaffee. Manche vertragen die Kombination aus KO-Tropfen und Viagra nicht, aber du.«, sie machte eine Pause, bevor sie weitersprach: »Du verträgst es sogar sehr gut.«
Sie gluckste erfreut auf und kletterte langsam auf ihn drauf. Wie eine Katze hockte sie über ihm und leckte das Blut von seiner Brust, bevor sie sein Glied genüsslich einführte, um sich auf ihn draufzusetzten. Sie stöhnte auf und legte ihren Kopf in den Nacken. Gemächlich begann sie ihn zu reiten.

Plötzlich hielt sie inne und schaute ihn abschätzend an: »Irgendwas fehlt.«.
Sie fing an zu lächeln und nahm nachdenklich ihren Zeigefinger in den Mund. »Ich habe eine tolle Idee.«, mit Vorfreude förderte sie einen kleinen Schlüssel zu Tage, der zuvor an einer Halskette hing, und löste seine Handfesseln.
Perplex starrte er seine freien Hände an und überlegte, wie er das zu seiner Flucht nutzen konnte, aber bevor er einen klaren Gedanken fassen konnte, warnte sie ihn: »Eine falsche Bewegung und ich schlitze dich auf. Wenn du tust, was ich dir sage, lasse ich dich am Leben.«
Er wusste, dass sie log. Er selber hatte diese Lüge schon oft erzählt und die aufkeimende Hoffnung, in den Augen seiner Opfer, ausgekostet.
Sie schnürte ihre Coursage auf und entledigte sich ihr. Anschließend griff sie nach seinen Händen und legte sie auf ihren festen Busen. Verführerisch wisperte sie ihm zu: »Streichel mich«, und bewegte sich wieder rythmisch auf und ab.

Mit der Angst in den Knochen, dass sie ihn jeden Moment töten konnte, kam er ihrer Aufforderung zitternd nach. Ihre rhythmischen Bewegungen wurde immer leidenschaftlicher. Trotz der Situation fiel es ihm schwer, das gute Gefühl zu ignorieren, so dass auch er aufstöhnen musste und seine Augen schloss. Sie wurde immer schneller und massierte dabei ihre Klitoris. Sie wandte sich unter seinen Händen, die ihre Brüste kneteten. Dann schrie sie auf, ihr Körper bebte. Kurz vor seinem eigenen Höhepunkt, spürte er plötzlich einen scharfen Schmerz in seiner Brust. Er bekam keine Luft mehr. Als er seine Augen aufriss, sah er das Messer, welches in ihm steckte. Fassungslos hob er seinen Blick, aber sie beachtete ihn gar nicht, ritt ihn erbarmungslos weiter.
Hektisch versuchte er durch die Nase zu atmen, aber seine Lungen füllten sich mit Blut, die dadurch immer weniger Sauerstoff aufnahmen. Dann fiel ihr Blick auf ihn und ihre Augen trafen sich. Ein zufriedenes Lächeln zierte ihr Gesicht, bevor alles um ihn herum Schwarz wurde.

1 Kommentar:

  1. *puuuuh*

    Also, das ist eine tolle Geschichte.

    Mit dieser Wendung hätte ich nicht gerechnet. Ganz toll :)

    LG Kaschi

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