Samstag, 18. Mai 2013

Story: The Huntsmen - Liam - Ein prächtiger Knabe

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

»Sie hat zu viel Blut verloren. Ich muss ihn holen.«, erklärte Rahla, nachdem Megan bewusstlos wurde. »Dann tu es doch.«, ging ich sie an. Sie zuckte kurz zusammen, wühlte dann aber hektisch in ihrer Tasche herum. Anschließend holte sie einen kleinen Dolch hervor und setzte ihn an der Bauchdecke an, mit geübten Handgriffen weitete sie die Wunde, die mein Sohn bereits gerissen hatte. Noch ein Griff und sie hatte ihn auf die Welt gebracht. Sie wickelte ihn in ein Tuch ein, bevor ich bei ihr stand: »Gebt ihn mir«, forderte ich sie auf.
Zögernd übergab sie mir den prächtigen Knaben. Voller Stolz blickte ich in seine grünen Augen, die er von seiner Mutter geerbt hatte. Dichtes, dunkles Haar umrahmte sein rosiges Gesicht.


»Lasst ihn mich für euch baden, Herr.«, hörte ich die Schamanin sagen. Ich wollte ihn nicht hergeben. »Nein, das mach ich selber. Ihr kümmert euch um das hier.«, ich deutete auf Megan und das Blut.
»Herr, bitte lasst mich ihr helfen. Sie wird es sonst nicht überleben.« bettelte sie mich verzweifelt an.
Mit kaltem Blick fixierte ich sie und sagte ihr: »Ich wiederhole es ungerne, doch werde ich eine Ausnahme für euch machen. Das. Ist. Nicht. Der. Deal.«, jedes Wort einzeln betont. Dieses Weib brachte mich zur Weißglut. Anstatt, dass sie die Warnung verstanden hätte, trieb sie es noch weiter.
»Bitte, Herr. Ich kann sie retten.«, Tränen rannen ihr über die Wangen.
Genervt verdrehte ich die Augen, ich hatte keinen Sinn für ihre Schwächen. Sie hatte Glück, dass ich meinen neugeborenen Sohn auf dem Arm hielt, sonst wäre sie einen Kopf kürzer gewesen. Ich schloss kurz die Augen, damit ich sie nicht erneut anschreien würde oder Schlimmer, bevor ich sie warnte: »Schamanin, ihr kennt unsere Abmachung. Nur wenn ihr euch an diese haltet, werde ich eure Söhne und deren Söhne verschonen. Möchtet ihr das Leben eurer Kinder gegen das ihre eintauschen?«
Mit vor Entsetzen erfüllten Augen sank sie auf das Bett und schüttelte weinend den Kopf. »Gut, das dachte ich mir.«

Nachdem ich meinen Sohn gebadet und in sein Bett gebracht hatte, kehrte ich zurück zu Rahla. Sie hatte Megan inzwischen gesäubert und die Wunde versorgt. Die Bettwäsche hatte sie ebenfalls gewechselt. Das Schlafzimmer sah aus wie immer und die Vampirin lag im Bett, als würde sie schlafen. Die Schamanin saß in dem Stuhl am Fenster und betrachtete nachdenklich den Sternenhimmel: »Sie ist tot.«,
Ich trat an sie heran und ignorierte ihre Feststellung »Ist alles vorbereitet?«
Sie nickte und antwortete: »In etwa zwei Stunden wird der Mond hoch genug stehen, um das Ritual durchzuführen.«
Ich hoffte, dass mir ihr Gewissen nicht noch mehr Probleme bereiten würde. Es gab keinen anderen Weg, ihr widerspenstiger Geist wäre mir sonst in die Quere gekommen. Raoul hingegen hatte meinen Geist gerne in sich aufgenommen, nachdem er seine Loyalität, mir gegenüber, wiederfand.

Aufregung machte sich in mir breit, endlich nach so vielen Jahrhunderten würde ich Sofia, meine Ehefrau, wieder in meine Arme schließen können.

Kommentare:

  1. Ö.ö Holla die Waldfee, der ist und bleibt ein Arschloch. ^^

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    1. Soll ja keiner Symphatie für ihn entwickeln ;D

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Samstag, 18. Mai 2013

Story: The Huntsmen - Liam - Ein prächtiger Knabe

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

»Sie hat zu viel Blut verloren. Ich muss ihn holen.«, erklärte Rahla, nachdem Megan bewusstlos wurde. »Dann tu es doch.«, ging ich sie an. Sie zuckte kurz zusammen, wühlte dann aber hektisch in ihrer Tasche herum. Anschließend holte sie einen kleinen Dolch hervor und setzte ihn an der Bauchdecke an, mit geübten Handgriffen weitete sie die Wunde, die mein Sohn bereits gerissen hatte. Noch ein Griff und sie hatte ihn auf die Welt gebracht. Sie wickelte ihn in ein Tuch ein, bevor ich bei ihr stand: »Gebt ihn mir«, forderte ich sie auf.
Zögernd übergab sie mir den prächtigen Knaben. Voller Stolz blickte ich in seine grünen Augen, die er von seiner Mutter geerbt hatte. Dichtes, dunkles Haar umrahmte sein rosiges Gesicht.


»Lasst ihn mich für euch baden, Herr.«, hörte ich die Schamanin sagen. Ich wollte ihn nicht hergeben. »Nein, das mach ich selber. Ihr kümmert euch um das hier.«, ich deutete auf Megan und das Blut.
»Herr, bitte lasst mich ihr helfen. Sie wird es sonst nicht überleben.« bettelte sie mich verzweifelt an.
Mit kaltem Blick fixierte ich sie und sagte ihr: »Ich wiederhole es ungerne, doch werde ich eine Ausnahme für euch machen. Das. Ist. Nicht. Der. Deal.«, jedes Wort einzeln betont. Dieses Weib brachte mich zur Weißglut. Anstatt, dass sie die Warnung verstanden hätte, trieb sie es noch weiter.
»Bitte, Herr. Ich kann sie retten.«, Tränen rannen ihr über die Wangen.
Genervt verdrehte ich die Augen, ich hatte keinen Sinn für ihre Schwächen. Sie hatte Glück, dass ich meinen neugeborenen Sohn auf dem Arm hielt, sonst wäre sie einen Kopf kürzer gewesen. Ich schloss kurz die Augen, damit ich sie nicht erneut anschreien würde oder Schlimmer, bevor ich sie warnte: »Schamanin, ihr kennt unsere Abmachung. Nur wenn ihr euch an diese haltet, werde ich eure Söhne und deren Söhne verschonen. Möchtet ihr das Leben eurer Kinder gegen das ihre eintauschen?«
Mit vor Entsetzen erfüllten Augen sank sie auf das Bett und schüttelte weinend den Kopf. »Gut, das dachte ich mir.«

Nachdem ich meinen Sohn gebadet und in sein Bett gebracht hatte, kehrte ich zurück zu Rahla. Sie hatte Megan inzwischen gesäubert und die Wunde versorgt. Die Bettwäsche hatte sie ebenfalls gewechselt. Das Schlafzimmer sah aus wie immer und die Vampirin lag im Bett, als würde sie schlafen. Die Schamanin saß in dem Stuhl am Fenster und betrachtete nachdenklich den Sternenhimmel: »Sie ist tot.«,
Ich trat an sie heran und ignorierte ihre Feststellung »Ist alles vorbereitet?«
Sie nickte und antwortete: »In etwa zwei Stunden wird der Mond hoch genug stehen, um das Ritual durchzuführen.«
Ich hoffte, dass mir ihr Gewissen nicht noch mehr Probleme bereiten würde. Es gab keinen anderen Weg, ihr widerspenstiger Geist wäre mir sonst in die Quere gekommen. Raoul hingegen hatte meinen Geist gerne in sich aufgenommen, nachdem er seine Loyalität, mir gegenüber, wiederfand.

Aufregung machte sich in mir breit, endlich nach so vielen Jahrhunderten würde ich Sofia, meine Ehefrau, wieder in meine Arme schließen können.

Kommentare:

  1. Ö.ö Holla die Waldfee, der ist und bleibt ein Arschloch. ^^

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    1. Soll ja keiner Symphatie für ihn entwickeln ;D

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