Sonntag, 16. Juni 2013

Story: The Huntsmen - Logan - Entschlossen

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Wütend starrte die Werwölfin ihren Bruder nieder. Ich wusste nicht, was zwischen ihnen vorgefallen war, aber ging mich das auch nichts an.
»Also, was ist?«, fragte ich Dante nervös.
Er schob seine Finger ineinander und legte sein Kinn auf sie, nachdem er seine Ellenbogen auf seine Knie stützte. Er blickte mich nachdenklich und mit zusammengezogenen Augenbrauen an.
»Du meinst es also ernst?«, fragte er mich. Ich nickte ihm entschlossen zu.
»Kumpel, es tut mir leid, dass ich es dir sagen muss, aber sie ist aus freien Stücken mit ihm gegangen. Verdammt, sie hat dabei zu gesehen, wie er Jay das Herz aus der Brust riss, und hat nicht mal mit der Wimper gezuckt.«
Während Tatjana weiter ihren Bruder anstarrte, mischte sie sich ein: »Du bist von ihr besessen und gehst für sie über Leichen. Ist dir das überhaupt klar?«
Erschrocken über die harten Worte ließ ich mich in die Couchkissen fallen. Wie konnte sie das sagen? Ich hatte nur versucht ein unschuldiges Leben zu schützen, dafür stand unsere Organisation ein, ebenso wie ich.
»Natürlich hast du darauf keine Antwort«, fuhr sie mich an.
Sie stand auf und ging aufgeregt durch den Raum. Dante ging zu ihr und nahm sie in den Arm: »Bitte, beruhig dich. Lass uns die Sache besprechen.«
Sie schlug seine Hände weg und neben mir erklang ein kehliges Knurren.
»Wirklich?«, die Werwölfin fuhr zu uns herum und schrie ihren Bruder an: »Ausgerechnet jetzt lässt du den Bruder raushängen?«
Die Situation spitzte sich immer mehr zu. Ich hatte gehofft, dass Mikael mir helfen würde, sie zu überreden, doch momentan schien es so, als würde er genau das Gegenteil bewirken.
Mikael blieb ruhig sitzen, hatte aber einen drohenden Unterton in seiner Stimme, als er ihr antwortete: »Er ist kein geborener Werwolf. Er hat seine Finger von dir zu lassen!«, jeder im Raum wusste, wen er meinte.
Provokativ schmiegte sie sich näher an Dante. Ich sah, wie Mikael seine Kiefermuskultur anspannte und seine Fäuste ballte. Was war zwischen den beiden vorgefallen?

Dante merkte es auch und stieß Tatjana aufgebracht von sich. »Ihr benehmt euch wie kleine Kinder. Du bist die Rudelführerin!«, dann wandte er sich zu Mikael: »Und du, du kommst hier her und machst ihr nur Vorwürfe. Wie kommt ihr auf die Idee, dass sie euch dann noch helfen würde?«
Mit schuldbewusster Miene entschuldigte sie sich bei Dante: »Okay, du hast recht. Aber das hier ist keine Entscheidung, die ich alleine treffen werde. Ich berufe eine Versammlung ein.«

»Moment mal«, rief ich dazwischen. »Ich bat nicht dein Rudel um Hilfe, sondern Dante. Wir haben schon einmal im Alleingang Megan befreit.«
Tatjana lachte laut auf: »Klar, weil er sich zufällig in einen Wolf verwandelt hat. Wäre das nicht der Fall gewesen, hättet ihr keine Chance gehabt.«
Hilfesuchend schaute ich Dante an, aber er presste seine Lippen aufeinander und senkte seinen Blick. Mir wurde klar, dass er sich ihr beugen würde, egal welche Entscheidung sie traf, trotzdem wollte ich Dante dabei habe. Nachdem sich Ty ausschließlich um Rachel kümmerte, war er der einzige Freund, auf den ich mich verlassen konnte, wenn es drauf ankam. Also musste ich mich wohl irgendwie damit arrangieren.
»Wann würde diese Versammlung stattfinden?«, fragte ich.
Sie antwortete mir: »Ich denke in den nächsten zwei Tagen.«
Das dauerte zu lange, was konnte in der Zeit alles passieren? Dante schien mir meine Unzufriedenheit angesehen zu haben, denn er fragte: »Nicht schnell genug? Viele Rudelmitglieder leben nicht in direkter Umgebung. Ein paar müssen erst anreisen.«
Er schaute mich einen Moment abschätzend an, bevor er weitersprach: »Wenn ich dir meine Meinung dazu sagen darf, empfehle ich dir, von diesem Hin und Her, mit Megan, Abstand zu nehmen. Sagen wir mal, dass wir sie da rausholen, was dann? Liam kommt wieder, nimmt uns wie letztes Mal auseinander und sie geht erneut mit ihm.«
Entschlossen entgegnete ich ihm: »Dazu wird er nicht in der Lage sein.«
Mit einem Lachen fragte er mich: »Ah ja? Und warum nicht?«
Ich senkte meinen Blick bevor ich ihm, noch entschlossener als zuvor, meine Lösung des Problems präsentierte: »Weil ich ihn diesmal endgültig töten werden.«

Es schien, als hielten alle gleichezeitig die Luft an. Die Werwölfin ließ ihren entsetzen Blick durch die Runde schweifen und brachte dann ihren berechtigten Zweifel an: »Du hast schon einmal gedacht ihn getötet zu haben und plötzlich war er wieder da.«
Sie hatte recht, aber dafür musste es einen Grund geben, den ich herausfinden wollte.

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Sonntag, 16. Juni 2013

Story: The Huntsmen - Logan - Entschlossen

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Wütend starrte die Werwölfin ihren Bruder nieder. Ich wusste nicht, was zwischen ihnen vorgefallen war, aber ging mich das auch nichts an.
»Also, was ist?«, fragte ich Dante nervös.
Er schob seine Finger ineinander und legte sein Kinn auf sie, nachdem er seine Ellenbogen auf seine Knie stützte. Er blickte mich nachdenklich und mit zusammengezogenen Augenbrauen an.
»Du meinst es also ernst?«, fragte er mich. Ich nickte ihm entschlossen zu.
»Kumpel, es tut mir leid, dass ich es dir sagen muss, aber sie ist aus freien Stücken mit ihm gegangen. Verdammt, sie hat dabei zu gesehen, wie er Jay das Herz aus der Brust riss, und hat nicht mal mit der Wimper gezuckt.«
Während Tatjana weiter ihren Bruder anstarrte, mischte sie sich ein: »Du bist von ihr besessen und gehst für sie über Leichen. Ist dir das überhaupt klar?«
Erschrocken über die harten Worte ließ ich mich in die Couchkissen fallen. Wie konnte sie das sagen? Ich hatte nur versucht ein unschuldiges Leben zu schützen, dafür stand unsere Organisation ein, ebenso wie ich.
»Natürlich hast du darauf keine Antwort«, fuhr sie mich an.
Sie stand auf und ging aufgeregt durch den Raum. Dante ging zu ihr und nahm sie in den Arm: »Bitte, beruhig dich. Lass uns die Sache besprechen.«
Sie schlug seine Hände weg und neben mir erklang ein kehliges Knurren.
»Wirklich?«, die Werwölfin fuhr zu uns herum und schrie ihren Bruder an: »Ausgerechnet jetzt lässt du den Bruder raushängen?«
Die Situation spitzte sich immer mehr zu. Ich hatte gehofft, dass Mikael mir helfen würde, sie zu überreden, doch momentan schien es so, als würde er genau das Gegenteil bewirken.
Mikael blieb ruhig sitzen, hatte aber einen drohenden Unterton in seiner Stimme, als er ihr antwortete: »Er ist kein geborener Werwolf. Er hat seine Finger von dir zu lassen!«, jeder im Raum wusste, wen er meinte.
Provokativ schmiegte sie sich näher an Dante. Ich sah, wie Mikael seine Kiefermuskultur anspannte und seine Fäuste ballte. Was war zwischen den beiden vorgefallen?

Dante merkte es auch und stieß Tatjana aufgebracht von sich. »Ihr benehmt euch wie kleine Kinder. Du bist die Rudelführerin!«, dann wandte er sich zu Mikael: »Und du, du kommst hier her und machst ihr nur Vorwürfe. Wie kommt ihr auf die Idee, dass sie euch dann noch helfen würde?«
Mit schuldbewusster Miene entschuldigte sie sich bei Dante: »Okay, du hast recht. Aber das hier ist keine Entscheidung, die ich alleine treffen werde. Ich berufe eine Versammlung ein.«

»Moment mal«, rief ich dazwischen. »Ich bat nicht dein Rudel um Hilfe, sondern Dante. Wir haben schon einmal im Alleingang Megan befreit.«
Tatjana lachte laut auf: »Klar, weil er sich zufällig in einen Wolf verwandelt hat. Wäre das nicht der Fall gewesen, hättet ihr keine Chance gehabt.«
Hilfesuchend schaute ich Dante an, aber er presste seine Lippen aufeinander und senkte seinen Blick. Mir wurde klar, dass er sich ihr beugen würde, egal welche Entscheidung sie traf, trotzdem wollte ich Dante dabei habe. Nachdem sich Ty ausschließlich um Rachel kümmerte, war er der einzige Freund, auf den ich mich verlassen konnte, wenn es drauf ankam. Also musste ich mich wohl irgendwie damit arrangieren.
»Wann würde diese Versammlung stattfinden?«, fragte ich.
Sie antwortete mir: »Ich denke in den nächsten zwei Tagen.«
Das dauerte zu lange, was konnte in der Zeit alles passieren? Dante schien mir meine Unzufriedenheit angesehen zu haben, denn er fragte: »Nicht schnell genug? Viele Rudelmitglieder leben nicht in direkter Umgebung. Ein paar müssen erst anreisen.«
Er schaute mich einen Moment abschätzend an, bevor er weitersprach: »Wenn ich dir meine Meinung dazu sagen darf, empfehle ich dir, von diesem Hin und Her, mit Megan, Abstand zu nehmen. Sagen wir mal, dass wir sie da rausholen, was dann? Liam kommt wieder, nimmt uns wie letztes Mal auseinander und sie geht erneut mit ihm.«
Entschlossen entgegnete ich ihm: »Dazu wird er nicht in der Lage sein.«
Mit einem Lachen fragte er mich: »Ah ja? Und warum nicht?«
Ich senkte meinen Blick bevor ich ihm, noch entschlossener als zuvor, meine Lösung des Problems präsentierte: »Weil ich ihn diesmal endgültig töten werden.«

Es schien, als hielten alle gleichezeitig die Luft an. Die Werwölfin ließ ihren entsetzen Blick durch die Runde schweifen und brachte dann ihren berechtigten Zweifel an: »Du hast schon einmal gedacht ihn getötet zu haben und plötzlich war er wieder da.«
Sie hatte recht, aber dafür musste es einen Grund geben, den ich herausfinden wollte.

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